Paralympics 2018: Andrea Eskau und Andrea Rothfuss holen jeweils Silber

Paralympics in Pyongchang: Eskau und Rothfuss holen jeweils Silber

Die deutsche Fahnenträgerin Andrea Eskau hat bei den Paralympics in Pyeongchang ihre dritte Medaille geholt. Auch Skirennfahrerin Andrea Rothfuss schaffte es erneut auf das Treppchen.

Einen Tag nach ihrem Sieg über zehn Kilometer im Biathlon gewann die 46-jährige Eskau im 1,1 Kilometer langen Langlauf-Sprint Silber. Im Massenstart-Finale war die Magdeburgerin aufgrund ihres Behinderungs-Faktors 13 Sekunden vor ihren fünf Konkurrentinnen gestartet, passieren lassen musste sie nur die US-Amerikanerin Oksana Masters.

Eskau hatte auch schon Langlauf-Silber über zwölf Kilometer gewonnen. Insgesamt hat Eskau, die im Sommer mit dem Handbike startet, bei sechs Paralympics nun zwölf Medaillen geholt, davon sieben goldene.

Anja Wicker ist in Südkorea derweil weiter ohne Medaille. Die Stuttgarterin, die 2014 über zehn Kilometer im Biathlon Gold geholt hatte, schied am Mittwoch im Halbfinale aus.

Bei den Alpinen gewann Andrea Rothfuss ihre vierte Silbermedaille. Die 28-Jährige musste sich im Riesenslalom nur ihrer Dauer-Rivalin aus Frankreich, Marie Bochet, geschlagen geben. Mit ihrer Zeit von 2:25,18 Minuten fehlten Rothfuss (VSG Mitteltal) nach zwei Durchgängen 2,26 Sekunden zu Gold. Die Schwäbin hatte in der stehenden Kategorie in Südkorea bereits in der Abfahrt, im Super-G und in der Super-Kombination zweite Plätze belegt.

Anna-Maria Rieder, die ihre Paralympics-Premiere feierte, belegte Rang sechs. Die 18-Jährige fuhr mit einer Zeit von 2:31,29 Minuten über die Ziellinie.

Die Siegesserie der deutschen Monoskifahrerinnen in Pyeongchang ist zu Ende. Im Riesenslalom blieben Anna Schaffelhuber und Anna-Lena Forster am Mittwoch sogar ohne Medaille. Schaffelhuber belegte in 2:30,97 Minuten nur Rang fünf. Teamkollegin Anna-Lena Forster wurde beim Sieg der Japanerin Momoka Muraoka mit einer Zeit von 2:31,77 Sechste.

Bei den bisherigen drei Rennen hatte in Südkorea immer eine Deutsche Gold gewonnen. Die 25-jährige Schaffelhuber siegte in der Abfahrt und im Super-G, die drei Jahre jüngere Forster war in der Super-Kombination die Schnellste.

Bei den Männern stürzte der querschnittsgelähmte Georg Kreiter (Murnau) in der sitzenden Klasse im Riesenslalom unglücklich. Der 33-Jährige musste ins Krankenhaus gebracht werden, wo bei einer Röntgenuntersuchung ein Schlüsselbeinbruch diagnostiziert wurde. Sein Teamkollege Thomas Nolte (Brauschweig) blieb dagegen bei einem Sturz unverletzt.

Den deutschen Rollstuhl-Curlern droht nach vier Niederlagen in Serie bei den Winter-Paralympics in Pyeongchang das Aus in der Vorrunde. Nachdem die Mannschaft um Skip Christiane Putzich am Mittwoch bereits mit 3:8 gegen Großbritannien verloren hatte, gab es gegen die Schweiz eine 4:9-Niederlage. "Die Medaillen sind weg, ganz klar", sagte Wolf Meißner aus dem deutschen Team.

Nach einem starken Auftakt mit überraschenden Siegen gegen die Neutralen Paralympischen Athleten aus Russland und Gastgeber Südkorea hat das Team von Bundestrainer Bernd Weißer nun eine Bilanz von 4:5 und hat bei zwei noch ausstehenden Spielen gegen Kanada und Finnland nur noch sehr geringe Chancen auf das Weiterkommen. Nur die besten vier Teams erreichen das Halbfinale.

(dpa)
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