Olympia 2018: Wind und Kälte machen Organisatoren zu schaffen

IOC berät über Extrem-Wetter: Wind und Kälte haben Pyeongchang fest im Griff

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) steht wegen des extremen Wetters bei den Olympischen Winterspielen im ständigen Austausch mit den Sportverbänden. Für die nächsten Tage sollen die Bedingungen für die Athleten noch schwieriger werden.

"Es ist nicht immer einfach, weil wir es mit sieben unterschiedliche Sportarten zu tun haben", sagte IOC-Sprecher Mark Adams. "Wir sprechen darüber ständig mit den Verbänden", sagte Adams. Dabei werde auch geprüft, ob Wettkämpfe abgesagt werden müssen.

Die Bedingungen bei Andreas Wellingers Goldsprung auf der Normalschanze waren grenzwertig. Wegen des Windes mussten Sprünge immer wieder verschoben werden. Die alpine Männer-Abfahrt wurde abgesagt. "Der Wind war zu stark. Wir haben uns um die Athleten gesorgt", sagte Sung Baik You vom Organisationskomitee Pocog. Auch die Qualifikation im Snowboard-Slopestyle musste abgesagt werden. Das erste Training der Kombinierer fiel ebenfalls dem Wind zum Opfer.

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Besserung versprechen die Aussichten für die nächsten Tage nicht. Der kalte Wind soll laut Organisatoren bis Mittwoch anhalten, die Temperaturen können bis auf minus 18 Grad fallen. Weitere Ausfälle drohen. "Die Zuschauer sind geduldig, auch bei Verschiebungen", sagte Sung.

Auch für den Ticketverkauf ist das Wetter nicht günstig. Während in den Eisarenen zum Shorttrack oder Eisschnelllauf guter Besuch registriert wurde, ließ die Auslastung beim Biathlon mit 61 Prozent zu wünschen übrig. Für den Abfahrtslauf, der auf Donnerstag verschoben wurde, waren 85 Prozent der Tickets verkauft, "für andere Skidisziplinen sind sogar alle Karten weggegangen", erklärte Sung.

(sid)