Olympia 2018: Stürze sorgen für dreifaches Olympia-Aus

Verletzungsmisere in Pyeongchang: Stürze sorgen für Olympia-Aus

Eine Verletzungsmisere wirft schon vor der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang seinen Schatten voraus. In gleich drei Fällen müssen internationale Olympia-Hoffnungen ihre Teilnahme absagen.

Der Snowboard-Wettbewerb in der Halfpipe bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang hat eine Attraktion weniger. Sotschi-Olympiasieger Iouri Podladtchikov musste seine Teilnahme wegen der Folgen seines Sturzes bei den X-Games absagen. Damit fällt ein starker Konkurrent von Snowboard-Superstar Shaun White für das Finale am Mittwoch aus.

Medizinische Tests bei Podladtchikov ergaben, dass ein Start nicht zu verantworten wäre. Der Schweizer hatte sich am 28. Januar in Aspen eine schwere Hirnverletzung mit Blutungen und einen Nasenbeinbruch zugezogen, wie der Schweizer Verband am Freitag mitteilte.

Eine MRT-Untersuchung am Donnerstag zeigte, "dass zwar Fortschritte erkennbar sind, aber mein Zustand bei weitem nicht stabil genug ist, um auf einem Niveau zu Snowboarden, das für einen solchen Wettkampf gefordert ist", sagte Podladtchikov. Eine Teilnahme würde "ein sehr großes Risiko" für seine Gesundheit darstellen.

Erst im Herbst war er nach einem auskurierten Kreuzbandriss zurückgekehrt. In Südkorea absolvierte Podladtchikov am Freitag vor seiner Absage zwar noch ein erstes Training. Am Samstag wird er nun aber in die Schweiz zurückehren.

Und auch Kanadas Slopestyle-Weltmeisterin Laurie Blouin kann nicht antreten. Sie ist bei den Winterspielen in Pyeongchang im Training schwer gestürzt. Die Snowboarderin blieb im Phoenix Snow Park am Freitag nach ihrem letzten Sprung an einer Unebenheit hängen und krachte auf den Hang. Sie musste in einem Rettungsschlitten aus dem Auslauf gebracht werden.

Eine Diagnose wurde zunächst nicht bekannt. Die 21-Jährige ist in Pyeongchang auch für den Big-Air-Wettbewerb gemeldet.

Wahrlich eine Pechsträhne hat die britische Snowboard-Medaillenhoffnung Katie Ormerod. Nach zwei Knochenbrüchen an zwei Tagen fällt sie für die Olympischen Winterspiele aus. Am ersten Trainingstag in Pyeongchang brach sich die 20-Jährige zunächst das Handgelenk, wollte aber dennoch an den Start gehen.

Ein Bruch des Knöchels am Donnerstag brachte dann jedoch das Aus für die Wettbewerbe im Slopestyle und Big Air. "Nachdem ich jahrelang von Olympia geträumt habe, bin ich dort hingekommen und hatte das größte Pech, das ich jemals hatte", schrieb Ormerod bei Twitter.

Die Britin hatte im November beim Big-Air-Weltcup in Mailand den zweiten Platz belegt, im Januar 2017 hatte sie den Weltcup in Moskau gewonnen.

(se)