Olympia 2018: Skispringer Markus Eisenbichler glänz mit Tanzeinlage

Party nach Silbermedaille: Aussortierter Skispringer Eisenbichler glänzt mit Tanzeinlage

Am Sonntag bekam Skispringer Markus Eisenbichler die bittere Nachricht, dass er beim Teamspringen bei Olympia nicht dabei sein wird. Am Montag gewann das deutsche Team die Silbermedaille. Ein Grund zum Schmollen? Nicht für Eisenbichler.

Denn anstatt beleidigt in der Ecke zu sitzen, legte er bei der Medaillenparty im Deutschen Haus lieber eine heiße Sohle aufs Parkett. Der Bayer verzückte die Fans mit einem Schuhplattler. Vorher hatte er seine Teamkollegen schon an der Schanze unterstützt.

Selbstverständlich war das nicht. Im Gegensatz zu seinem Teamkollegen bekommt Eisenbichler bei der Zeremonie am Dienstag keine Silbermedaille um den Hals gehängt. "Er war sehr sauer", berichtete Bundestrainer Werner Schuster, der Eisenbichler zugunsten von Stephan Leyhe aus dem Kader für das Teamspringen strich. "Er war zuletzt nicht so stabil. Und wir wollten Stabilität haben", begründete Schuster seine Entscheidung. Am Ende musste das deutsche Team den Norwegern zur Goldmedaille gratulieren.

Eisenbichlers Teamkollege Richard Freitag kennt so eine Situation. Bei den Spielen in Sotschi vor vier Jahren war er es, der zusehen musste, wie seine Teamkollegen Gold gewannen. "Das ist sehr bitter. Aber ich kann wirklich nur den Hut vor Markus ziehen. Er hat das Team heute unterstützt. Er hat das unglaublich stark gemacht", sagte Freitag.

Eisenbichler ließ sich die Laune nicht verderben und tanzte ausgelassen auf der Bühne - ein Beweis für Größe und Teamgeist.

Insgesamt blicken die deutschen Skispringer auf sehr erfolgreiche olympische Spiele zurück. In jedem Wettbewerb gab es eine Medaille für Deutschland. Andreas Wellinger gewann in den Einzelspringen sowohl Gold (Normalschanze), als auch Silber (Großchance). Bei den Damen gewann Katharina Althaus auf der Normalschanze Silber. Nun kam noch die Silbermedaille im Teamspringen hinzu.

Grund genug für eine große Party, die sich auch Markus Eisenbichler nicht nehmen ließ.

(lt)