Olympia 2018: Dagmar Freitag will keine pauschale Erhöhung der Sportförderung

Vorsitzende des Sportausschusses: Freitag will keine pauschale Erhöhung der Sportförderung

Die Vorsitzende des Sportausschusses im Bundestag, Dagmar Freitag, hat sich nach den erfolgreichen olympischen Winterspielen gegen eine pauschale Erhöhung der staatlichen Sportförderung ausgesprochen. Gleichzeitig forderte sie aber mehr Engagement im Breitensport.

Dagmar Freitag, Vorsitzende des Sportausschusses im Bundestag, hält nichts davon, nach den Erfolgen deutscher Athleten, die Sportförderung hierzulande grundsätzlich auf den Prüfstand zu stellen.

"Auf der einen Seite kennen wir den mantrahaft wiederholten Ruf nach mehr Geld. Die jetzt erzielten Ergebnisse lassen jedoch auch den Schluss zu, dass die staatliche Sportförderung nicht so unterdurchschnittlich ist, wie sie seitens des DOSB gelegentlich dargestellt wird", sagt die SPD-Politikerin unserer Redaktion.

"Auf der anderen Seite bin ich sicher, dass wir uns begründeten Forderungen nicht verschließen werden. Ich sehe da durchaus Ansatzpunkte im Rahmen der Spitzensportreform, die sich gerade in ihrer Umsetzung befindet. Aber wie gesagt: Entscheidend ist eine valide Begründung für mehr Mittel, die Gießkanne werden wir nicht rausholen."

Freitag fordert indes, dass sich der Bund stärker als bislang gemeinsam mit den Kommunen engagiert. "Ich sehe zunächst einmal die Notwendigkeit, dass wir Kommunen bei der Modernisierung, aber auch beim Unterhalt von Sportstätten, die dem Spitzensport dienen, stärker unterstützen als in der Vergangenheit", sagt die Bundestagsabgeordnete aus Iserlohn, die bis Ende 2017 auch Vizepräsidentin des Deutschen Leichtathletikverbandes war.

"Gleiches gilt aus meiner Sicht aber auch für die Sportstätten für den Breitensport, auch wenn das nicht originäre Aufgabe des Bundes ist. Aber auch hier steht manche Kommune vor fast unlösbaren Aufgaben, und im Sinne all derer, denen regelmäßiges Sporttreiben wichtig ist, sollten wir hier unterstützen. Niemand trainiert gern in einer maroden Sportstätte, egal ob Breiten- oder Spitzensportler."

(gic)