Doping bei Olympia 2018: B-Probe von Curler Alexander Kruschelnizki positiv

Doping bei Olympia: B-Probe des russischen Olympia-Curler Kruschelnizki positiv

Das momentan suspendierte Nationale Olympische Komitee Russlands ROC hat eine positive B-Probe des Curlers Alexander Kruschelnizki auf das verbotene Herzmedikament Meldonium bestätigt.

Das erklärte das ROC am Dienstagabend Pyeongchang-Zeit. "Wir bedauern den Vorfall sehr", hieß es in der Stellungnahme.

Das ROC betonte, dass die Meldonium-Konzentration bei dem Bronzemedaillen-Gewinner von Pyeongchang "absolut bedeutungslos für jedweden Effekt auf den menschlichen Körper" gewesen sei und dass vorangehende Tests bei Kruschelnizki negativ ausgefallen seien.

Daraus schloss das ROC, dass die Einnahme "unwissentlich und nicht systematisch" erfolgt sei. Man habe keine Erklärung dafür, wie die Substanz in den Körper des Athleten gelangt sein könnte, schrieb das Komitee und kündigte eine "umfassende Untersuchung der Umstände des Vorfalls" an.

Die französische Nachrichtenagentur AFP hatte zuvor unter Berufung auf eine namentlich nicht genannte Quelle, die am Verfahren gegen Kruschelnizki beteiligt ist, gemeldet, dass der Curler an zwei Tagen in Folge positiv auf Meldonium getestet worden ist.

Offiziell durch den CAS bestätigt war der Fall am Dienstag zum Zeitpunkt der ROC-Veröffentlichung noch immer nicht. Der CAS hatte am Montag lediglich bekannt gegeben, gegen den Russen zu ermitteln. Offenbar hat es noch immer keine in Dopingverfahren vorgeschriebene Anhörung des unter Verdacht stehenden Sportlers gegeben. Der russische Curling-Verbandschef Dimitri Swischtschew wurde in einheimischen Medien zitiert, dass er am Donnerstag zu einer Verhandlung nach Seoul reisen werde.

Am Samstag trifft sich das Exekutiv-Komitee des Internationalen Olympischen Komitees, um über eine mögliche Aufhebung der Suspendierung des russischen NOK noch vor der Schlussfeier am Sonntag zu beraten. Eine Antwort auf die Frage, ob der Fall Kruschelnizki in diesem Zusammenhang ein Ausschlusskriterium darstellen könnte, ist das IOC bislang schuldig geblieben. Eine IOC-Kommission unter Leitung des Exekutivmitglieds Nicole Hoevertsz beobachtet die "Olympischen Athleten aus Russland" in Pyeongchang und soll der Exekutive eine Handlungsempfehlung geben.

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(dpa)