Rodeln bei Olympua: Toni Eggert und Sascha Benecken fahren Bestzeit im Training

Rodel-Doppelsitzer: Eggert/Benecken fahren Bestzeit - Wendl/Arlt stürzen

Mit Höhenflügen kennen sich die Rodler Eggert und Benecken bestens aus. Nun will das Doppelsitzer-Duo aus Thüringen seine unglaubliche Saison bei Olympia krönen. Das Training lief bestens. Die Olympiasieger Wendl/Arlt patzten dagegen.

Die Rodel-Weltmeister Toni Eggert und Sascha Benecken haben mit überzeugenden Trainingsleistungen bei den Winterspielen in Pyeongchang Hoffnungen auf ihren ersten Olympiasieg geweckt. "Natürlich ist der Traum Gold, wir sind aber so gereift, dass wir sagen, wir schmeißen nicht alles in die Waagschale, und ohne Gold fahren wir hier nicht weg", sagte der Suhler Benecken, der vor vier Jahren mit seinem Partner in Sotschi noch Achter wurde. "Wir riskieren nicht alles für Gold. Wir streben hier nicht die zwei perfekten Läufe an, sondern zwei solide."

2014 hatten die Bayern Tobias Wendl und Tobias Arlt in Sotschi Gold gewonnen. Doch nun wollen Eggert und Benecken ihre herausragende Saison krönen, im Weltcup konnten die Thüringer acht Siege in neun Rennen einfahren, außerdem sicherten sie sich zwei Sprinterfolge. Wendl/Arlt patzten am Dienstag und kamen nicht mit dem Schlitten, sondern nur per Auto in den Zielbereich.

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Im letzten Trainingslauf vor dem Rennen an diesem Mittwoch stürzten sie hinter der kniffligen Kurve neun. "In der 12 sind wir eine andere Linie gefahren, und in der 13 sind wir in der Einfahrt zur Kurve gekippt, das geht hier sehr schnell, jetzt sind wir wachgerüttelt", sagte Arlt. Partner Wendl betonte: "Man muss bei jeder Stelle auf der Hut sein, wir haben heute eine bisschen was an der Linie probiert, was nicht so funktioniert hat, das wird uns nicht mehr passieren."

Souverän wie im ganzen Winter präsentierten sich Eggert/Benecken. In beiden Läufen leuchtete die Bestzeit auf. "Insgesamt wie in allen sechs Trainingsläufen haben wir uns die Bahn gut erarbeitet und uns auf die Bedingungen hier eingestellt. Wir sind gewappnet", sagte Benecken und nimmt die Favoritenrolle gerne an: "Die Voraussetzungen sind wie in den Wochen zuvor, nur dass das Kind jetzt Olympia heißt. Vielleicht ist der eigene Erwartungsdruck etwas größer, denn Olympia ist nur alle vier Jahre."

(dpa)