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Olympische Spiele 2022 in Peking: Warum ein Boykott keine Lösung ist - Angerer, Burke und Greis

Gastbeiträge dreier Olympia-Helden : Warum ein Boykott der Olympischen Spiele in Peking keine Lösung ist

Die Kritik an China vor den Olympischen Spielen ist groß. Zwischenzeitlich wurde sogar ein sportlicher Boykott gefordert. Ehemalige deutsche Olympia-Medaillengewinner schreiben, warum dies nicht sinnvoll wäre – und zeigen Lösungsansätze auf.

Keine Wintersport-Tradition, Sportstätten, die aus dem Boden gestampft werden, keine Nachhaltigkeit, Spionage, Angst vor Corona, Menschenrechtsverletzungen: Es sind diese und andere Themen, die die Berichterstattung von den Olympischen Spielen in Peking (4. Februar bis 20. Februar) prägen. Das Sportliche steht in der öffentlichen Diskussion oft hinten an.

Dabei ist die Teilnahme am größten Sportfest der Welt nicht nur für die Athletinnen und Athleten aus Deutschland der absolute Höhepunkt der Karriere. Für einige von ihnen wird es die einzige Möglichkeit sein, sich auf diesem Niveau mit der Konkurrenz zu messen. Andere haben vielleicht in vier und auch in acht Jahren noch einmal die Chance, an Olympischen Spielen teilzunehmen. Sie alle eint die Sehnsucht nach Medaillen und magischen Momenten.

Doch ist das in diesen Zeiten alles überhaupt unbeschwert möglich? Muss der Sport nicht ein Zeichen gegen die Missstände? Müssen autoritäre Staaten und korrupte Organisationen nicht geächtet werden von denen, mit denen sie sich schmücken wollen? Ja, die Kritik an Chinas Präsidenten Xi Jinping ist berechtigt. Menschenrechtsverletzungen sind in der Volksrepublik an der Tagesordnung. Human Rights Watch spricht im Umgang mit den Uiguren von „Völkermord“.

Kann man deshalb aber einem Sportler einen Vorwurf machen, wenn er in Peking an den Start geht? Nein, meinen drei deutsche Olympia-Medaillengewinner. Der ehemalige Langläufer Tobias Angerer, Gewinner von vier Olympia-Medaillen, Michael Greis, dreifacher Olympiasieger im Biathlon, und seine frühere Teamkollegin und Doppel-Olympiasiegerin Andrea Burke (früher Henkel) erklären exklusiv bei der Rheinische Post, warum ein sportlicher Boykott aus ihrer Sicht nicht in Frage kommt und welche Lösungsansätze für die Zukunft wünschenswert wären.

Zum Gastbeitrag von Biathlon-Olympiasiegerin Andrea Burke: „Sportler müssen stärker mit einbezogen werden“

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