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Olympia 2022: Bob-Bundestrainer Spies zieht nach Testfahrten positives Fazit

"Wir sind grundsätzlich zufrieden" : Bob-Bundestrainer Spies zieht nach Olympia-Testfahrten positives Fazit

Sowohl der Bundestrainer als auch die Pilotinnen und Piloten sind nach den ersten Testfahrten auf der Olympiastrecke in Yanqing zufrieden. Obwohl sie alle Testrennen für sich entscheiden konnten, solle man nicht übermütig werden, fordert Spies.

Bundestrainer Rene Spies hat nach der dreiwöchigen Testphase der deutschen Bob-Pilotinnen und -Piloten auf der Olympia-Bahn in Peking ein positives Resümee gezogen. "Wir sind grundsätzlich sehr zufrieden", sagte Spies bei einem virtuellen Medientermin am Donnerstag, hütete sich aber zugleich davor, die deutschen Siege in den Testwettbewerben überzubewerten: "Wir sind gewarnt. Wir werden mit keinem Hauch von Arroganz zu Olympia reisen."

Doppel-Olympiasieger Francesco Friedrich (Oberbärenburg) im Zweier und Vierer, Junioren-Weltmeisterin Laura Nolte (Winterberg) im Zweier sowie Olympiasiegerin Mariama Jamanka (Oberhof) im Monobob hatten die Testrennen auf der neuen Bahn im Yanqing National Sliding Center zu Wochenbeginn für sich entschieden. Zuvor waren die deutschen Pilotinnen und Piloten noch nie im Olympia-Eiskanal gefahren.

Auch "ein Francesco", sagte Spies, müsse sich die Bahn, die kaum Fehler verzeihe, "erst erarbeiten". Tatsächlich sei dies so gewesen, berichtete der deutsche Ausnahmepilot: "Es gibt zwei, drei Passagen, wo man aufpassen muss. Den Rest macht man aus dem Handgelenk", sagte Friedrich, der in den vergangenen Jahren zum Rekordweltmeister aufgestiegen war und seine Sportart dominiert.

Das Team des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD) war mit 46 Personen in China vor Ort. Die Organisation und Kommunikationsmöglichkeiten in Yanqing seien besser gewesen als gedacht, berichtete Spies: "Es waren sehr gute Bedingungen. Das Essen war besser als erwartet und wir konnten sogar über WhatsApp kommunizieren."

Das gesamte Bob-Team ist nach Spies' Angaben gegen das Coronavirus geimpft und muss daher keine Quarantänemaßnahmen bei der Einreise zu den Winterspielen (4. Februar bis 20. Februar) fürchten. Die Saison startet am 20. November mit dem Weltcup in Innsbruck, insgesamt stehen acht Stationen vor Beginn der Spiele auf dem Programm.

(jg/SID)