Olympia 2018: Deutsche Skicrosser scheitern alle im Achtelfinale

Schwere Stürze überschatten Wettbewerb: Deutsche Skicrosser scheitern alle im Achtelfinale

Im Skicross-Rennen bei den Olympischen Winterspielen stürzen drei Skifahrer heftig, besonders schlimm erwischt es den Kanadier Christopher Del Bosco. Das deutsche Trio reist nach einer sportlichen Enttäuschung aus Pyeongchang ab.

Die deutschen Skicrosser Paul Eckert (Samerberg), Tim Hronek (Unterwössen) und Florian Wilmsmann (Hartpenning) sind bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang vorzeitig gescheitert. Gold ging an den Kanadier Brady Leman.

Zum Auftakt der K.o.-Runden verpassten alle drei in ihrem jeweiligen Achtelfinallauf einen der ersten beiden Plätze.

Wilmsmann lag in seinem Lauf zunächst in Führung, wurde dann aber auf den vierten und letzten Rang durchgereicht. Hronek wurde anschließend Dritter, ebenso wie Eckert. Ebenfalls bereits im Achtelfinale ausgeschieden ist der schwedische Weltmeister Victor Öhling Norberg.

Der Kanadier Leman gewann nach der Enttäuschung von Sotschi diesmal Gold. Der 31-Jährige, vor vier Jahren in Russland Vierter, setzte sich im Finale vor dem Schweizer Marc Bischofberger durch, Sergej Ridsik von den Olympischen Athleten aus Russland (OAR) holte Bronze.

Ridsik und Kevin Drury (Kanada) stürzten im Finale früh, Leman musste sich nur noch gegen Bischofberger erwehren und blieb bis zum Ziel vorn. Für Sotschi-Olympiasieger Jean Frederic Chapuis (Frankreich) war schon im Viertelfinale Schluss.

Schwere Stürze im Achtelfinale

Überschattet wurde gleich die erste K.o.-Runde von mehreren schweren Stürzen. Am furchterregendsten erwischte es dabei den kanadischen Ex-Weltmeister Chris Del Bosco, der einen Sprung falsch einschätzte und nach einem Flug über gut und gerne 40 Meter aus großer Höhe auf die Piste krachte. Er blieb zunächst regungslos liegen.

Delbosco (35) wurde schließlich mit einem Rettungsschlitten abtransportiert. Er erlitt einen Bruch des Beckens.

Ebenfalls von Sanitätern geborgen werden mussten der Franzose Terence Tchiknavorian und der Österreicher Christoph Wahrstötter. Tchiknavorian erlitt einen Schienbeinbruch, Wahrstötter eine Gehirnerschütterung.

(sid/dpa)