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Paralympics 2021 in Tokio: Denise Schindler gewinnt Bronze in der Bahn-Verfolgung

Paralympics in Tokio : Radsportlerin Schindler holt erste deutsche Medaille

Denise Schindler hat bei den Paralympics in Tokio für die erste deutsche Medaille gesorgt. Die 35-Jährige holte sich in der Bahn-Verfolgung der Klasse C3 über 3000 Meter am Mittwoch Bronze.

Die erste Medaille geht nach Deutschland: Radsportlerin Denise Schindler hat bei den Paralympics in Tokio Bronze auf der Bahn gewonnen und sportartübergreifend die erste in Japan vergebene Medaille geholt. Leidenschaftlich angefeuert von einer deutschen Delegation um DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher setzte sich die 35-jährige Münchnerin am Mittwoch im Rennen um Platz drei der 3000-Meter-Verfolgung mit 3:55,120 Minuten klar gegen die US-Amerikanerin Clara Brown (4:01,523) durch.

Paralympics 2021: Radsportlerin Schindler holt erste deutsche Medaille

„Der Präsident höchstpersönlich hat mich heute zu Bronze geschrien“, sagte Schindler: „Er wusste, wie wichtig es mir ist, endlich meine Medaille auf der Bahn zu holen.“ Sie sei deshalb „wahnsinnig glücklich“, aber auch sehr erleichtert. „Ich stand so unter Druck, ich war den ganzen Tag nicht ansprechbar“, sagte sie: „Am Ende sind mir so viele Steine vom Herzen gefallen, das hat die ganze Bahn gehört.“ Auf die Frage, womit sie sich belohnen wolle, sagte die „Killerbiene“ genannte Schindler lachend: „Mit Gummibärchen.“

Schindler, die als Zweijährige in ihrer Geburtsstadt Chemnitz auf eisigem Weg unter eine Straßenbahn rutschte und ein Bein verlor, holte bei der dritten Paralympics-Teilnahme die vierte Medaille. Nach zweimal Silber und einmal Bronze auf der Straße ist es die erste auf der Bahn.

(sid/dpa)