Paralympics: Algerische Athletinnen und ein Trainer sind verschollen

Paralympics: Algerische Athletinnen und ein Trainer sind verschollen

Bei den Paralympics in Rio de Janeiro werden fünf Spielerinnen und zwei Trainer des algerischen Goalball-Teams vermisst. Die Nationalmannschaft sollte am 5. September vom Trainingslager in Warschau aus nach Rio fliegen.

"Sie sind noch immer nicht im Land", sagte Craig Spence, Sprecher des Internationalen Paralympics Komitee (IPC), am Samstag.

Am Abend wurde auch das zweite Spiel der Algerierinnen gegen Israel gestrichen, weil die Mannschaft nicht in der Future Arena von Rio erschien. Sie hatte bereits das Auftaktspiel am Freitag gegen die USA verpasst. Beide Partien werden mit 10:0 Toren und 3 Punkten für den jeweiligen Gegner gewertet.

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Das Nationale Paralympics Komitee (NPC) Algeriens hat das Fehlen der Mannschaft mit zahlreichen Verspätungen, gestrichenen Flügen und verpassten Anschlüssen erklärt. "Ich denke, selbst wenn sie ein Boot von Polen nach Brasilien genommen hätten, wären sie rechtzeitig hier gewesen", erklärte Spence und fügte an: "Es gibt keine Anzeichen dafür, dass in den letzten Tagen Flüge aus Europa nach Rio gestrichen worden sind. Wir arbeiten mit den Algeriern daran, eine plausible Erklärung zu bekommen und setzen unsere Untersuchungen fort."

Alle anderen gemeldeten Sportler aus Algerien sind laut IPC bei den Paralympics angekommen. "Und wie es aussieht, sind auch 4335 andere Athleten problemlos angereist. Daher fragen wir uns, warum es gerade diese fünf Sportler und zwei Trainer nicht geschafft haben", sagte Spence.

(dpa)