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Olympische Spiele: Boston ist Favorit für 2024

Schlechte Nachricht für Hamburg und Berlin : Boston ist Olympiafavorit für 2024

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Olympischen Sommerspiele 2024 in Deutschland stattfinden, ist trotz aller Beteuerungen von Sportfunktionären verschwindend gering. Die Fußball-EM, die im selben Jahr mit ziemlicher Sicherheit hierzulande stattfinden wird, blockiert Olympia schlichtweg.

Berlin oder Hamburg — die Entscheidung, wer sich bewerben darf, fällt im März — können sich allenfalls für 2028 einigermaßen berechtigte Hoffnungen machen.

Nun ist raus, wer der große Favorit für die Sommerspiele 2024 ist: Die US-Amerikaner haben die alte Ostküstenmetropole Boston aufs Schild gehoben. Die Hauptstadt von Massachusetts setzte sich im nationalen Wettbewerb gegen Los Angeles, Washington und San Francisco durch. Die Erinnerung an den Terror beim Boston-Marathon vor knapp zwei Jahren dürfte bei der Entscheidung eine große Rolle gespielt haben.

Für Boston spricht im internationalen Wettbewerb nun ganz klar die Ökonomie des Sports. Das amerikanische Fernsehen ist der wichtigste Geldgeber des Internationalen Olympischen Komitees. Die milliardenschweren TV-Verträge reichen bis in die 30er-Jahre dieses Jahrhunderts. Fast acht Millionen Dollar zahlt NBC für die Übertragungsrechte von 2021 bis 2032. In den USA fanden die Sommerspiele zuletzt 1996 statt (auch dank eines Geldgebers: am Sitz von Coca-Cola in Atlanta). Für die unbedeutenderen Olympischen Winterspiele waren die Vereinigten Staaten 2002 mit Salt Lake City noch Gastgeber.

Neben dem deutschen Kandidaten gehen Rom, wahrscheinlich Paris, möglicherweise Kapstadt, Doha in Katar und Baku in Aserbaidschan ins Rennen. Die Entscheidung über den Ausrichter der Spiele 2024 fällt in zweieinhalb Jahren.