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Olympia Tokio 2021: Judo – Deutsche Sportler, Favoriten, Gewinner bei den Olympischen Spielen

Olympische Spiele 2021 : Alles was Sie über Judo wissen müssen

Judo war im Jahr 1964 zum ersten Mal eine Disziplin bei den Olympischen Spielen. Dieses Jahr gibt es zum ersten Mal Wettkämpfe mit gemischten Teams.

Judo hat seinen Ursprung in Japan im späten 19. Jahrhundert. Im Jahr 1964 wurde die Kampfsportdisziplin zum ersten Mal bei den Olympischen Spielen eingeführt, allerdings durften zunächst nur Männer teilnehmen. Erst 1992 bei den Olympischen Spielen in Barcelona wurde der Frauenwettkampf ergänzt.

Judo gilt als die am weitesten verbreitete Kampfsportart und wurde zum Vorbild für andere Kampfsportarten in Japan und auf der Welt. Nicht verwunderlich also, dass Judo schon lange fester Bestandteil der Olympischen Spiele ist.

Regeln beim Judo

Beim Judo, zu Deutsch „sanfter Weg“, versuchen die Sportler sich gegenseitig zu werfen oder zu Boden zu bringen. Durch verschiedene Griffe soll der Gegner überwältigt und festgehalten werden oder aufgeben. Es gibt 100 Techniken, bestehend aus Wurf-, Boden-, Fall- und Schlagtechniken.

Zwei Athleten oder Athletinnen treten auf einer 10 mal 10 Meter großen Matte (Tatami) gegeneinander an. Sobald einer der beiden ein sogenanntes „Ippon“ erzielt, etwa wenn der Gegner mittels Wurf oder Griff für 30 Sekunden festgehalten wird, gewinnt er oder sie direkt den Kampf. Wird beim Kampf die Vierminutenmarke überschritten, gewinnt die Person, die am meisten Punkte erzielen konnte.

Männer und Frauen treten in sieben Gewichtsklassen an. Für Männer reichen diese von unter 60 bis über 100 Kilogramm, für Frauen von unter 48 bis über 78 Kilogramm. Die genaue Einteilung ist wie folgt:

Männer

  • über 100kg Schwergewicht
  • bis 100kg Halbschwergewicht
  • bis 90kg Mittelgewicht
  • bis 81kg Halbmittelgewicht
  • bis 73kg Leichtgewicht
  • bis 66kg Halbleichtgewicht
  • bis 60kg Superleichtgewicht

Frauen

  • über 78kg Schwergewicht
  • bis 78kg Halbschwergewicht
  • bis 70kg Mittelgewicht
  • bis 63kg Halbmittelgewicht
  • bis 57kg Leichtgewicht
  • bis 52kg Halbleichtgewicht
  • bis 48kg Superleichtgewicht

Was geschah bei den Olympischen Spielen in Rio 2016?

Bei den Olympischen Spielen in Rio 2016 konnte Japan drei Goldmedaillen gewinnen. Frankreich und Russland kamen auf zwei. Insgesamt traten Athletinnen und Athleten aus 126 Länder an, 26 Medaillen wurden vergeben. Unter den Siegern konnte der bekannte Judoka Teddy Riner aus Frankreich seinen Titel für die höchste Gewichtsklasse verteidigen. Hier sind die Gewinnerinnen und Gewinner 2016 in der Übersicht:

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Männer

  • über 100 kg: Teddy Riner (Frankreich)
  • bis 100 kg: Lukáš Krpálek (Tschechien)
  • bis 90 kg: Mashu Baker (Japan)
  • bis 81 kg: Chassan Chalmursajew (Russland
  • bis 73 kg: Shōhei Ōno (Japan)
  • bis 66 kg: Fabio Basile (Italien)
  • bis 60 kg: Beslan Mudranow (Russland)

Frauen

  • über 78 kg: Émilie Andéol (Frankreich)
  • bis 78 kg: Kayla Harrison (USA)
  • bis 70 kg: Haruka Tachimoto (Japan)
  • bis 63 kg: Tina Trstenjak (Slowenien)
  • bis 57 kg: Rafaela Silva (Brasilien)
  • bis 52 kg: Majlinda Kelmendi (Kosovo)
  • bis 48 kg: Paula Pareto (Argentinien)

Die Deutschen hatten mit den Olympischen Spielen in Rio 2016 kein erfolgreiches Turnier. Laura Vargas-Koch gewann vor 5 Jahren mit Bronze die einzige deutsche Medaille.

Was ist bei den Olympischen Spielen in Tokio 2021 zu erwarten?

Teddy Riner möchte dieses Jahr seinen dritten Sieg in Folge erzielen. Das würde ihn mit dem derzeitigen Rekordhalter Tadahiro Nomura aus Japan auf eine Stufe stellen.

In Tokio 2021 wird zudem das erste Mal ein gemischtes Team in Judo antreten, bestehend aus drei Frauen und drei Männern. Es gibt insgesamt 15 Goldmedaillen in Tokio zu gewinnen, 14 für individuelle Judokas und eine für Teams.

Wer ist 2021 im Judo-Olympiakader der Deutschen?

Welche deutschen Judokas bei Olympia teilnehmen werden, steht teilweise fest. Der Olympiakader der Frauen sieht wie folgt aus:

  • Katharina Menz, bis 48 kg, TSV Backnang
  • Theresa Stoll, bis 57 kg, TV Großhadern
  • Martyna Trajdos, bis 63 kg, 1. JC Zweibrücken
  • Giovanna Scoccimarro, bis 70 kg, MTV Vorsfelde
  • Anna-Maria Wagner, bis 78 kg, KJC Ravensburg
  • Luise Malzahn, bis 78 kg, SV Halle

Der Kader der Männer steht bisher noch nicht. Einzig die Teilnahme eines deutschen Judokas steht bisher fest:

  • Dominic Ressel, bis 81 kg, TSV Kronhagen

Zeitplan

Die Judo-Wettkämpfe finden zwischen dem 24. Juli und 31. Juli statt. Die Frauen starten am Samstag, 24. Juli, um 4 Uhr mit der Superleichtgewichtsklasse. Am Freitag, 30. Juli, um 11.38 Uhr beginnt das letzte Finale der Frauen in der Schwergewichtsklasse.

Die Wettkämpfe der Männer finden zeitgleich statt. Einzig die Uhrzeiten variieren. So ist das Finale der Schwergewichtsklasse beispielsweise am Freitag, 30. Juli, um 12.09 Uhr.

Am 31. Juli beginnen die Team-Wettkämpfe mit zwei Medaillenentscheidungen um 4 Uhr. Das Finale startet um 11.30 Uhr.