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Olympia 2021 in Tokio: Welche Sportarten neu bei den Olympischen Spielen dabei sind

Skateboard, Baseball und Co. : Diese Sportarten sind erstmals olympisch – oder feiern ihr Comeback

Vier Sportarten sind ganz neu im olympischen Programm, eine feiert ihr Comeback. Und auch in etablierten Disziplinen gibt es neue Wettkämpfe. Der Überblick.

Olympische Spiele verbinden viele Zuschauer mit traditionellen Sportarten wie Ringen, Fechten oder Turnen, die seit den ersten Spielen der Neuzeit dabei sind, oder mit beliebten Sportarten wie Leichtathletik, Reiten, Schwimmen oder Radsport. Doch die Lebenswelt der Menschen ändert sich und so muss auch das Internationale Olympische Komitee immer mal wieder überlegen, wie er das Event Olympia attraktiver macht – auch für junge Menschen. Und so entschied das IOC für die Sommerspiele in Tokio neue Sportarten ins olympische Programm afzunehmen: Karate, Surfen, Sportklettern und Skateboard. Sie sollen für mehr Action sorgen, genaus wie einige neue Disziplinen. Andere Sportarten sind nach einer Auszeit wieder dabei.

Baseball/Softball 1992 war Baseball erstmals olympisch, 1996 kam Softball hinzu. Baseball wird bei den Olympischen Spielen nur von den Männern gespielt, Softball nur von den Frauen. 2008 in Peking hatten beide Sportarten ihren letzten Auftritt bei Olympia. Bei den Spielen in Tokio sind sie wieder dabei. Gold im Baseball ging 2008 nach Südkorea, im Softball nach Japan.

Karate Karate ist 2021 erstmals olympisch – und damit die dritte asiatische Kampfsportart bei den olympischen Spielen. Für die Spiele in Paris, die 2024 stattfinden, ist Karate wiederum nicht mehr vorgesehen.

Skateboard Neu dabei sind auch die Skateboarder. Sie treten in den Disziplinen Park und Street an. Die 14-jährige Lilly Stoephasius und Tyler Edtmayer treten für das deutsche Team. Stoephasius verkörpere „vielleicht auch eine junge Generation in einer noch jungen Sportart und weckt so hoffentlich bei sportinteressierten Jugendlichen in Deutschland ein Interesse an der Sportart Skateboard“, sagte Dirk Schimmelpfennig der Deutschen Presse-Agentur.

Sportklettern Erstmals olympisch ist auch das Sportklettern. Es findet als Kombinations-Mehrkampf statt, was bei vielen Athleten direkt für Kritik sorgte, weil der Wettkampf die Disziplinen Lead, Bouldern und Speedklettern verbindet. Letzteres ist bei einigen Kletterern verpönt, weil es es ausschließlich um Geschwindigkeit geht. Beim Lead wird mit Seil an einer 20 Meter hohen Wand geklettert. Es geht darum, innerhalb von sechs Minuten ohne Sturz höher als die Konkurrenten zu klettern. Beim Bouldern wird ungesichert an niedrigen Wänden geklettert. Es geht darum verschiedene Routen an den simulierten Felsblöcken zu meistern. Dafür hat man je vier Minuten Zeite. Gewertet werden die Tops (ganzer Boulder wurde geschafft) und Zonen (halbe Höhe geschafft).

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Surfen Eine Olympia-Premiere feiern auch die Surfer: Die Wettkämpfe werden mit einem Shortboard ausgetragen. Leon Glatzer hat sich sensationell für Olympia qualifiziert –  als einziger deutscher Surfer.


Basketball/Streetball Basketball findet bei den olympischen Spielen 2021 nicht mehr ausschließlich in der Halle statt. Mit dem Spiel Streetball wird es auch nach draußen verlegt. Mannschaften mit je drei Spielern auf dem Feld spielen dabei auf einen Korb.

BMX Erstmals findet bei Olympia auch ein Wettbewerb im BMX-Freestyle statt.

Neue Mixed-Wettbewerbe Im Bogenschießen, Judo, Tischtennis und Triathlon treten Athleten in Tokio erstmals als gemischte Teams an. In der Leichtathletik ist die 4x400-Meter Mixed-Staffel neu.

Schwimmen Folgende Wettkämpfe sind neu dabei: 800 Meter Männer, 1500 MEter Frauen, Mixed-Staffel über 4x100 Meter.