1. Sport
  2. Olympia

IOC-Partnerschaft mit Airbnb: Hotels in Frankreich laufen Sturm

IOC-Partnerschaft mit Airbnb : Hotels in Frankreich laufen Sturm

Das Internationale olympische Komitee hat eine Partnerschaft mit dem Onlineportal Airbnb vereinbart. Den französischen Hoteliers gefällt das überhaupt nicht. Sie drohen nun sogar mit dem Rückzug aus der Organisation der Spiele 2024 in Paris.

Die französischen Hoteliers haben am Mittwoch scharfe Kritik an der Partnerschaft des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) mit dem Onlineportal Airbnb geübt und ihren Rückzug aus der Organisation der Spiele 2024 in Paris angekündigt. Das Vermietungs-Unternehmen halte sich "nicht an die Regeln und muss ausgeschlossen werden", teilte der Hotelverband GNI im Rahmen einer Versammlung in Biarritz mit.

Am Montag hatten das IOC und das Internationale Paralympische Komitee (IPC) die zunächst auf neun Jahre ausgelegte Zusammenarbeit mit Airbnb verkündet. Bis zu den Sommerspielen 2028 in Los Angeles sollen so Organisationskosten sowie der Bedarf an Neubauten reduziert und direkter Umsatz für die lokalen Gastgeber generiert werden.

"Es ist ungeheuerlich, dass eine Firma, die auf der gesamten Welt Deregulierung vorantreibt, ein globaler Partner des IOC wird", hieß es nun in einem weiteren Statement. "Die Hotels werden ihre Teilnahme an der Organisation der Sommerspiele 2024 aussetzen", sagte Laurent Duc, Chef des Gastgewerbe-Verbands UMIH, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP. Der GNI will sich auch an die Ethikkommission des IOC und an das Organisationskomitee der Spiele in Paris wenden.

Airbnb versteht sich als Vermittler zwischen Anbietern privater Wohnräume und interessierten Gästen. Es steht in der Kritik, da angeblich die private Vermietung vor allem in Großstädten für Verdrängung von Mietern und steigende Mietpreise sorgt.

Schon am Montag hatte die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo neue scharfe Gesetze gegen Mietplattformen wie Airbnb angekündigt. Mit ihrer Kritik hatte sie sich in einem Brief direkt an IOC-Präsident Thomas Bach gewandt.

(lt/sid)