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In 9,80 Sekunden zur US-Meisterschaft: Gatlin macht Kampfansage an Bolt

In 9,80 Sekunden zur US-Meisterschaft : Gatlin macht Kampfansage an Bolt

Athen-Olympiasieger Justin Gatlin hat bei den US-Trials in Eugene mit einer beeindruckenden Vorstellung eine Kampfansage an Jamaikas Supersprinter Usain Bolt gemacht.

Der 30-Jährige gewann bei der Olympia-Ausscheidung im Bundesstaat Oregon das Rennen über 100 m in persönlicher Bestzeit von 9,80 Sekunden und schob sich auf Platz zwei der Weltjahresbestenliste. Nur Dreifach-Olympiasieger Bolt war in diesem Jahr in 9,76 und 9,79 zweimal schneller. Bei zulässigen 1,8 m Rückenwind belegte Tyson Gay, Dreifach-Weltmeister von Osaka 2007, nach fast einjähriger Pause wegen einer Hüftoperation in ebenfalls starken 9,86 Sekunden Rang zwei. Auch Ryan Bailey (9,93) sicherte sich das Ticket für die Olympischen Spiele (27. Juli bis 12. August).

"Alles scheint so irreal", sagte Gatlin, dessen Bestzeit bisher bei 9,85 von seinem Olympiasieg in Athen lag. "Ich bin einfach rausgegangen und habe mein Bestes gegeben." Nach dem schnellsten Rennen seines Lebens formulierte der vier Jahre wegen Dopings gesperrte Gatlin gleich eine Kampfansage an Überflieger Bolt. "Ich kann noch schneller laufen. Genug, um Gold zu gewinnen."

Ebenfalls in Topform zeigten sich in Eugene die US-Sprinter über die Stadionrunde. Doppel-Olympiasieger LaShawn Merritt in 44,12 und die frühere Weltmeisterin Sanya Richards-Ross in 49,28 stellten jeweils Saisonbestleistungen aus. Das gelang auch Reesa Hoffa. Der Kugelstoßer erreichte 22,00 m, verbesserte seine eigene Bestweite des Jahres um 27 Zentimeter und unterstrich seine goldenen Olympia-Ambitionen im Fernduell mit Weltmeister David Storl (Chemnitz).

(sid)