DOSB-Mitgliederversammlung in Düsseldorf: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet wirbt für Olympia 2032 an Rhein und Ruhr

DOSB-Mitgliederversammlung : NRW-Ministerpräsident Laschet wirbt für Olympia 2032 an Rhein und Ruhr

Olympia an Rhein und Ruhr - eine Idee, die sich Nordrein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet gut vorstellen kann. Bei der Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbunds hat er für eine Bewerbung aus NRW geworben.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat bei der Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbunds am Samstag in Düsseldorf für eine deutsche Olympia-Bewerbung geworben. „Unser Anspruch muss sein, dass eine vielfältige, offene Demokratie Sportgroßereignisse stemmen kann“, sagte der Regierungschef des bevölkerungsreichsten Bundeslandes.

Unter dem Titel „Rhein Ruhr Olympic City 2032“ läuft eine Initiative, die Sommerspiele nach Deutschland zu holen. Laschet sagte, dass „90 Prozent der Stadien, die für Olympische Spiele erforderlich sind“, in NRW bereits vorhanden seien. Spiele an Rhein und Ruhr könnten ein Kontrastprogramm zu dem sein, „was wir in den vergangenen Jahren erlebt haben“. Er spielte damit auf die Probleme der Nachnutzung der Sportstätten an, die für die zurückliegenden Spiele gebaut worden waren.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) begrüßt die nordrhein-westfälische Initiative für die Olympischen Spiele 2032. Deutschland würde eine Bewerbung „gut zu Gesicht stehen“. Der für den Sport zuständige Minister sprach sich auf der Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbunds am Samstag in Düsseldorf für ein „umsichtiges und maßvolles Konzept“ aus. Er betonte, dass derzeit eine Strategie zur Ausrichtung von Sportgroßveranstaltungen erarbeitet werde, an deren Ende eine Olympia-Bewerbung stehen könnte.

Seehofer kritisierte außerdem das Internationale Olympische Komitee und die Welt-Anti-Doping-Agentur. „IOC und WADA haben sich im Umgang mit der Dopingproblematik nicht mit Ruhm bekleckert“, sagte er. Die Wiederzulassung der russischen Anti-Doping-Agentur, ohne dass die zuvor genannten Bedingungen dafür erfüllt worden seien, war aus seiner Sicht ein Fehler.

(rent/dpa)
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