Olympia: Alfons Hörmann hofft auf weitere TV-Bilder von ARD und ZDF

DOSB-Präsident hofft auf weitere Berichterstattung: Hörmann stellt ARD und ZDF gutes Zeugnis aus

DOSB-Präsident Alfons Hörmann wünscht sich eine weitere Berichterstattung von Olympischen Spielen in den öffentlich-rechtlichen Sendern. "ARD und ZDF haben aus Sicht des DOSB erneut eine exzellente Berichterstattung über die verschiedenen Kanäle sichergestellt", sagte Hörmann.

Hörmann weiter: "Deshalb hoffen wir sehr, dass sich die langjährig bewährten Partner aus dem öffentlich-rechtlichen Bereich mit den neuen Rechteinhabern Discovery/Eurosport zeitnah auf eine beidseitig akzeptable Form der Zusammenarbeit einigen werden."

ARD und ZDF verhandeln derzeit mit den neuen Rechteinhabern aus den USA über eine Sublizenzierung. Die Gespräche stehen Medienberichten zufolge vor dem Scheitern. Jean-Briac Perrette, Chef bei Discovery fürs internationale Geschäft, hatte kurz vor Beginn der Spiele in Rio der FAZ mit Blick auf ARD und ZDF gesagt: "Es wachsen die Zweifel, wie ausgeprägt ihr Interesse an der Olympia-Berichterstattung tatsächlich ist."

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Hörmann verwies am letzten Tag der Spiele in Rio auf die "hoch erfreulichen Einschaltquoten und Reichweiten" von ARD und ZDF, die das "nach wie vor steigende Interesse der Deutschen an den Olympischen Spielen" bestätigen würden. Gerade "der für Sportdeutschland so wichtige Höhepunkt der Olympischen und Paralympischen Spiele" erfordere eine "nicht nur globale Darstellung", sondern lebe "ganz entscheidend von länderspezifischen und sogar regionalen Sicht- und Betrachtungsweisen". In diesem Punkt hätten ARD und ZDF "einmal mehr Herausragendes geleistet", sagte Hörmann: "Damit sind die Gebührenzahler im besten Sinne voll auf ihre Kosten gekommen, und das soll auch künftig so bleiben."

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte sämtliche TV- und Multiplattform-Übertragungsrechte der Spiele 2018 bis 2024 für Europa an das US-Unternehmen Discovery Communications vergeben. Die Muttergesellschaft des Senders Eurosport zahlte dafür im vergangenen Sommer 1,3 Milliarden Euro.

(seeg/sid)