Pferde-Drama im Fünfkampf So verkommt der Sport zur Tierquälerei

Meinung | Düsseldorf · Panik in den Augen des Pferdes, Tränen in denen der Reiterin: schlimme Szenen beim Springreiten im Modernen Fünfkampf. Am schlimmsten war dabei nicht, dass die deutsche Reiterin Annika Schleu die Goldmedaille verpasste, sondern wie mit dem Tier umgegangen wurde. So kann es nicht weitergehen. Die Sportart braucht dringend neue Regeln.

 Hatte riesige Probleme mit ihrem Pferd und misshandelte es: Annika Schleu.

Hatte riesige Probleme mit ihrem Pferd und misshandelte es: Annika Schleu.

Foto: dpa/Marijan Murat

Um es vorweg zu stellen: In diesem Kommentar soll es nicht um den Pferdesport an sich gehen. Vielmehr um den professionellen Umgang mit den Tieren in laufenden Wettbewerben. Das Drama im Modernen Fünfkampf bei den Olympischen Spielen in Tokio um Annika Schleu hat deutlich gemacht, wie schnell Sportlerinnen und Sportler mit ungewohnten Situationen überfordert sein können. Leidtragend war nicht nur die Athletin, die von einem scheinbar sicheren Medaillenplatz weit zurückfiel, sondern in erster Linie das Pferd. Die Situation beim Springreiten im Fünfkampf war Tierquälerei und ein deutlicher Hinweis dafür, dass sich in dieser Sportart etwas ändern muss.