Gewichtheben: Julia Rohde hebt zwei deutsche Rekorde

Gewichtheben : Julia Rohde hebt zwei deutsche Rekorde

Julia Rohde hat den deutschen Gewichthebern bei den Olympischen Spielen einen gelungenen Auftakt beschert, eine Medaille aber erwartungsgemäß verpasst. In der Klasse bis 53 kg brachte es die 23-jährige Rohde im Olympischen Zweikampf aus Reißen und Stoßen auf 193 kg (85/108) und landete auf Rang elf.

Rohde steigerte ihren zwei Jahre alten deutschen Rekord um ein Kilo. "Das war schon ziemlich krass. 5000 Leute haben uns angefeuert, eine sehr emotionale Sache", sagte Rohde dem SID: "Der persönliche und deutsche Rekord ist natürlich großartig."

Gold ging an Sulfija Tschinschanlo aus Kasachstan. Die favorisierte Weltmeisterin gewann mit 226 kg und stellte dabei mit 131 kg einen Weltrekord im Stoßen auf. Im Reißen hatte sie 95 kg zur Hochstrecke gebracht. Silber ging an Hsu Shu-Ching aus Taiwan (219) vor Europameisterin Cristina Iovu aus Moldawien (219), die sich aufgrund ihres höheren Körpergewichts "nur" mit Bronze zufrieden geben musste.

"Ich bin sehr zufrieden, auch wenn es mit den letzten Versuchen jeweils nicht geklappt hat", sagte Bundestrainer Thomas Faselt dem SID zur Leistung Rohdes: "Eine bessere Platzierung war bei der internationalen Konkurrenz nicht zu erwarten."

Rohde, die in der B-Gruppe der schwächer eingestuften Athletinnen Vierte wurde, verbesserte auch ihre bisherige Bestmarke im Stoßen von 107 kg auf 108 kg. Gleichzeitig egalisierte sie ihren deutschen Rekord von 85 kg im Reißen. Rohde scheiterte im letzten Versuch an aufgelegten 87 kg. "Darüber ärgere ich mich nicht", sagte Rohde, die am Montag der zweiten deutschen Gewichtheberin Christin Ulrich aus Ladenburg in der Klasse bis 58 kg die Daumen drückte.
Danach will Rohde nach Hause fahren und "ein bisschen Urlaub machen".

(dpa)