Stanjek/Kleen erfolgreich: Deutsche Starbootsegler im Finale

Stanjek/Kleen erfolgreich: Deutsche Starbootsegler im Finale

Die deutschen Starbootsegler Robert Stanjek und Frithjof Kleen aus Berlin haben bei den olympischen Regatten vor Weymouth das Finale am Sonntag erreicht, sind jedoch ohne Medaillenchance. Der Abstand zum Führungstrio mit den überragenden britischen Titelverteidigern Iain Percy/Andrew Simpson an der Spitze ist bereits zu groß, 34 Punkte trennen Stanjek/Kleen vom Bronzeplatz.

Auch der Lübecker Laser-Segler Simon Grotelüschen liegt nach acht Rennen auf Finalkurs, muss sich als Gesamtsechster am Sonnabend aber noch steigern, wenn er am Dienstag im Kampf um die Medaillen dabei sein will. Durchwachsen verlief der Regatta-Auftakt für die 470er-Frauen Kathrin Kadelbach und Friederike Belcher (Berlin/Hamburg). Nach einem Ausrutscher im ersten Rennen wurden sie in der zweiten Regatta Zweite und liegen in der Gesamtwertung auf Platz zehn.

Den ersten deutschen Tagessieg fuhr die 49er-Crew Tobias Schadewaldt und Hannes Baumann ein. Die Kieler verbesserten sich im Zwischenklassement auf Rang 14 und dürfen immerhin wieder auf den Einzug ins Medaillenrennen der besten Zehn hoffen. Das bleibt für Franziska Goltz (Schwerin) im Laser Radial als 26. weiter außer Reichweite. Die Münchener 470er-Männer Ferdinand Gerz und Patrick Follmann behaupteten als 15. ihren Platz im Mittelfeld.

Derweil kann Englands Idol "Big Ben" Ainslie am Sonntag zum besten Segler der Geschichte werden. Allerdings muss der dreimalige Olympiasieger (2000-2008) im Medaillenrennen den Dänen Jonas Hogh-Christensen schlagen. Der geht mit zwei Punkten Vorsprung ins Finale, das doppelt gewertet wird. Bei Punktgleichheit entscheidet das Ergebnis im letzten Rennen.

Für Ainslie ist die Ausgangssituation ideal. Er gilt als aggressiver Matchracesegler, der im Zweikampf Boot gegen Boot klare Vorteile haben sollte. Zwar hatte er am Freitag nur in der letzten der beiden Tageswettfahrten den Bug vorn. Doch der Niederländer Pieter-Jan Postma schob sich noch vor Hogh-Christensen und knüpfte dem überraschend starken Außenseiter am Schluss einen weiteren wichtigen Zähler ab.

Damit entkräftete Postma einen harten Vorwurf, nachdem es in den Rennen am Donnerstag zum Eklat gekommen war. Postma und Hogh-Christensen protestierten gegen Ainslie, weil dieser eine Wendemarke berührt haben soll. "Die haben sich als Team gegen mich verbündet", behauptete Ainslie zornig. Hogh-Christensen konterte: "Wenn er keinen Fehler gemacht hätte, wäre er wohl ohne Strafkringel ausgekommen."

(sid)
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