Neunter Rang: Dämpfer für deutsche Segler Stanjek/Kleen

Neunter Rang : Dämpfer für deutsche Segler Stanjek/Kleen

Das Starboot-Duo Stanjek/Kleen erlebte bei seiner Olympia-Premiere ein Auf und Ab. Zunächst ersegelten sie einen sechsten, dann nach einem verpatzten Start mit Müh' und Not einen neunten Rang. In der Gesamtwertung liegen sie damit als Achte im Mittelfeld.

Die Starbootsegler Robert Stanjek und Frithjof Kleen sind mit einem Mittelfeldplatz in die Olympia-Regatta gestartet. Nach einem gelungenem Auftakt und Rang sechs in der ersten Wettfahrt kreuzten die Berliner die Ziellinie im zweiten Durchgang als Neunte. Lange Zeit mussten sie nach ihrem verpatztem Start als Vorletzte aber um den Anschluss ans Feld ringen. Erst eine furiose Aufholjagd katapultierte das Duo zurück in die Top Ten. In der Gesamtwertung liegt die jüngste Mannschaft bei ihrer Olympia-Premiere in der Flotte der 16 Zweimann-Kielboote vorerst auf Platz acht.

"Damit sind wir zunächst einmal Held vom Mittelfeld", sagte Kleen mit einem Augenzwinkern, "aber wir sind zufrieden. Wir konnten in der ersten Wettfahrt als Spitzenreiter nicht alle Verfolger decken. Einige haben uns mit Hilfe eines 30-Grad-Winddrehers überholt. Das kann passieren", ergänzte der 29-Jährige. Positiv sei, dass sie trotz großen Rückstands in Rennen zwei noch sechs Plätze gutgemacht habe.

Starboot-Spitzenreiter sind nach dem ersten Tag die Weltmeister Robert Scheidt/Bruno Prada aus Brasilien vor den Iren Peter O'Leary und David Burrows sowie dem britischen Doppel-Olympiasieger Iain Percy mit Vorschoter Andrew Simpson. Für Spannung sorgte im zweiten Rennen das Fotofinish zwischen den Brasilianern und den Briten: Der Wettfahrtsieg wurde nach langem Hin und Her nach einer Stunde den Südamerikanern zugesprochen: mit weniger als einer Sekunde Vorsprung.

Ohne deutsche Beteiligung absolvierten die Finn-Dinghi-Segler ihre ersten beiden Wettfahrten am Sonntag. Der Däne Jonas Hogh-Christensen gewann überraschend zweimal vor Englands Segelstar Ben Ainslie und dem Kroaten Ivan Kljakovic-Gaspic. "Auf dem zuschauerfreundlichen Kurs vor der Festungsanlage The Nothe habe ich mich wie ein Fußballspieler gefühlt, der in ein Stadion einläuft", sagte der Däne.
Gold-Favorit Ainslie erklärte trocken: "Ich war schon besser, aber entscheidend ist ja wie man eine Regatta beendet."

Am Montag steigen drei weitere deutsche Crews in die Regatta ein:
Lasersteuermann und Hoffnungsträger Simon Grotelüschen aus Lübeck, Laser-Radial-Steuerfrau Franziska (Schwerin) und die 49er-Crew Tobias Schadewaldt/Hannes Baumann (Kiel) starten in ihre Olympia-Premiere.

(dpa)
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