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Deutschland bei Olympa 2021: Wer holt die erste Medaille?

Olympische Spiele in Tokio : Wer holt die erste deutsche Medaille?

Die Schützen, die Radfahrer oder die Dressur-Equipe? Wer holt die erste deutsche Medaille bei den Olympischen Spielen 2021? Kandidaten gibt es viele, und das bereits am ersten Wettkampf-Wochenende.

Radprofi Maximilian Schachmann hat die erste Chance, die Schützen um Christian Reitz und Carina Wimmer nehmen kurz darauf Gold ins Visier: Am ersten Wettkampf-Wochenende in Tokio kämpfen die deutschen Olympioniken nicht nur um ihren Medaillentraum, sondern auch um eine ganz besondere Ehre.

Das erste deutsche Edelmetall zu gewinnen, der erste deutsche Medaillenträger zu sein, das ist auch das große Ziel von Schachmann. Das wird "kein einfaches Unterfangen", sagte der Berliner allerdings, er erwarte ein "sehr, sehr schwieriges" Rennen.

Am Samstag, nur einen Tag nach der Eröffnungsfeier, will Schachmann im olympischen Straßenrennen am Mount Fuji (04.00 Uhr MESZ/11.00 Ortszeit) seinen Traum erfüllen. Der 27-Jährige hatte extra die prestigeträchtige Tour de France ausgelassen - um alles der Medaillenjagd in Japan unterzuordnen.

In einem Weltklasse-Starterfeld um Tour-Sieger Tadej Pogacar gehört der ausgeruhte Schachmann in der drohenden Hitzeschlacht über 234 km deshalb zu den Favoriten. "Max wird mit einer ausgezeichneten Form in Tokio am Start stehen. Er hat die Olympischen Spiele in den Fokus seiner Vorbereitungen gerückt, dementsprechend wird die Mannschaft auch eingestellt werden", sagte Sportdirektor Patrick Moster.

Ebenfalls am Samstag (08.30 Uhr MESZ/15.30 Ortszeit) greift Rio-Olympiasieger Christian Reitz zur Luftpistole. Der Wettbewerb wird für den 34-Jährigen aber eher ein Anschießen, erst am 2. August gehört Reitz in seiner Spezialdisziplin mit der Schnellfeuerpistole zu den Medaillenanwärtern.

Am Sonntag (04.15 Uhr MESZ/11.15 Ortszeit) will Europameisterin Carina Wimmer mit der Luftpistole für Furore sorgen und sich eine Medaille sichern. Ebenfalls im Einsatz sein werden die Synchron-Europameisterinnen Tina Punzel und Lena Hentschel vom 3-m-Brett (08.00 Uhr MESZ/15.00 Ortszeit) sowie die einzige deutsche Fechterin Leonie Ebert (13.45 Uhr MESZ/20.45 Ortszeit).

"Ich glaube, dass am Ende alles möglich ist", hatte die 21 Jahre alte Florett-Spezialistin dem SID gesagt, auch wenn ihr bewusst sei, dass sie "nicht als Favoritin" ins Rennen geht.

Die Bogenschützen um die Rio-Zweite Lisa Unruh schielen bei den ersten Wettkämpfen auf eine Medaille. Im Mixed-Team am Samstag (09.45 Uhr MESZ/16.45 Ortszeit) wird Unruh aber nicht wie erhofft mit Ehemann Florian an den Start gehen. Mit 647 Ringen in der Qualifikation am Freitag landete sie nur auf dem 26. Platz und verpasste die Startberechtigung.

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Im Teamwettbewerb der Frauen am Sonntag (09.40 Uhr MESZ/16.40 Ortszeit) gebe es aber "durchaus eine Chance", hatte Bogen-Cheftrainer Thomas Abel dem SID gesagt. Auch wenn im Achtelfinale bereits Mitfavorit Taiwan wartet.

Falls es an den ersten drei Tagen allerdings nicht mit einer deutschen Medaille klappen sollte, werden es spätestens die Reiter um die sechsmalige Dressur-Olympiasiegerin Isabell Werth im Mannschaftswettbewerb am Dienstag wohl wieder richten. Wie schon vor fünf Jahren in Rio de Janeiro, als am vierten Tag das Vielseitigkeitsteam mit Silber den Bann gebrochen hatte.

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(c-st/SID)