Sportgipfel Düsseldorf: Norbert Haug spricht über die Motor-Zukunft

Sportgipfel in Düsseldorf : Norbert Haug spricht über die Motor-Zukunft

Sportmanager, Gründer, Blogger und Gamer – im Düsseldorfer Stahlwerk haben sie sich am Donnerstag zum zweiten Sportgipfel von Whatsgoal getroffen.Mit dabei Fredi Bobic und Norbert Haug, über viele Jahre Motorsportchef von Mercedes.

Norbert Haug reiste mit 500 PS aus Stuttgart an den Rhein. Im Interview mit RP-Sportchef Gianni Costa schätzte er die Zukunft des Motorsports ein. Ob aus der Formel 1 einmal die Formel E – eine Rennserie mit Elektromotor – entsteht, wagt Haug zu bezweifeln. „Konkurrenz belebt das Geschäft. Ich schätze sehr, was mit der Formel E auf die Beine gestellt wurde“, sagt Haug.

Beim Thema Nachhaltigkeit im Rennsport zeigt sich Haug skeptisch. „Wir müssen lernen, den Gesamtzusammenhang zu sehen“, sagt der Schwabe, der regelmäßig Verbrauchswettbewerbe gegen sich selbst fahre. Aus seiner Sicht ein positiver Aspekt beim Grand Prix: „Wenn 20 Autos ihre Runden fahren, lassen die 20 Millionen Zuschauer vor dem Fernseher ihre Autos immerhin stehen“, stellt er seine ganz eigene Rechnung auf.

„Deutschland ist keine Vorzeigenation“, sagt Haug, als er zur Digitalisierung gefragt wird. Er staune, wie innovativ Unternehmen die neuen Technologien nutzen würden, ihm sei allerdings „bange, ob wir das richtige Netz dafür haben“. All die Diskussionen zu Glasfaser, 5G und Co. seien nicht zukunftsfähig.

Eine Zukunft im Motorsport ist Mick Schumacher, Sohn von Michael Schumacher. „Mick tut dem Sport gut und ich traue ihm eine große Formel 1 Karriere zu“, schätzt Haug den 20-Jährigen ein. Sein Name sei Beschleuniger und Bremse zugleich, fährt er fort. „Mick ist ein fleißiger Junge, der seinen Weg gehen wird. Da mache ich mir überhaupt keine Sorgen.“

(juw)
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