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Motorradfahrer Pierre Cherpin stirbt nach Sturz bei Rallye Dakar 2021

Am Schlusstag : Todesfall überschattet Rallye Dakar

Am Schlusstag der 43. Rallye Dakar ist ein Teilnehmer gestorben. Der französische Motorradfahrer Pierre Cherpin erlag seinen schweren Kopfverletzungen, die er sich bei einem Sturz zugezogen hatte. Rekordchampion Stephane Peterhansel fuhr zu seinem 14. Gesamtsieg.

Die 43. Rallye Dakar ist am Schlusstag von einem Todesfall überschattet worden. Der französische Amateur-Motorradfahrer Pierre Cherpin erlag am Freitag beim Transfer aus Dschidda in die Heimat seinen schweren Kopfverletzungen, die er sich bei einem Sturz auf der siebten Etappe zugezogen hatte. Das teilten die Veranstalter mit. Cherpin wurde 52 Jahre alt.

Der Husqvarna-Pilot war nach seinem Sturz per Helikopter ins Krankenhaus in Sakaka transportiert worden und musste notoperiert werden. Seitdem befand sich Cherpin im künstlichen Koma. Es ist der erste Todesfall der diesjährigen Dakar.

Cherpin nahm zum vierten Mal nach 2009, 2012 und 2015 an der Dakar teil. "Mir geht es nicht um den Sieg. Ich möchte die Landschaften entdecken, die ich ohne die Dakar nie sehen würde", hatte Cherpin vor dem Start gesagt.

In der Motorradwertung ging der Gesamtsieg an den Argentinier Kevin Benavides (Honda).

Rekordchampion Stephane Peterhansel hat seinem sportlichen Denkmal bei der Rallye Dakar ein weiteres Kapitel hinzugefügt. 30 Jahre nach seinem ersten Triumph gewann der 55-jährige Franzose am Freitag die 43. Austragung der legendären Wüstenrallye und feierte dabei seinen insgesamt 14. Gesamtsieg. Zudem bescherte Peterhansel dem deutschen Team X-raid im Mini die erhoffte erfolgreiche Titelverteidigung.

Peterhansel, der neben acht Erfolgen in der Autowertung auch sechs Mal auf dem Motorrad triumphierte, ließ sich seinen komfortablen Vorsprung auf den abschließenden 200 Wertungskilometern in Richtung Dschidda nicht mehr nehmen. Nach zwölf fordernden Etappen durch die Wüsten Saudi-Arabiens lag Peterhansel vor dem dreimaligen Gewinner Nasser Al-Attiyah aus Katar im Toyota Hilux (+ 14:51 Minuten) und seinem Teamkollegen Carlos Sainz (Spanien/1:51:57 Stunden). Vorjahressieger Sainz gewann die Schlussetappe.

Der deutsche Beifahrer Timo Gottschalk (Berlin) schloss das Rennen gemeinsam mit seinem polnischen Piloten Jakub Przygonski im Toyota als Vierter der Gesamtwertung ab (+ 02:36:03). Dirk von Zitzewitz, Champion von 2009, verpasste das Podest deutlich, entschädigte sich mit seinem saudischen Fahrer Yazeed Al Rajhi aber mit zwei Tagessiegen (7. und 10. Etappe).

Die Rallye Dakar fand zum zweiten Mal in Saudi-Arabien statt. Zuvor war das legendäre Wüstenrennen elf Jahre in Südamerika ausgetragen worden, aus Afrika hatte sich die Dakar aus Sicherheitsgründen zurückgezogen.

(kron/SID)