Motorrad-WM: Philipp Öttl erneut ohne Punkte - Marcel Schrötter schrammt am Podest vorbei

Motorrad-WM: Öttl erneut ohne Punkte - Schrötter schrammt am Podest vorbei

Motorrad-Pilot Philipp Öttl steckt weiter tief in der Krise. Der 22-Jährige belegte beim Großen Preis der Niederlande in Assen den enttäuschenden 18. Platz und blieb damit in der Moto3 zum dritten Mal nacheinander ohne WM-Punkte. Marcel Schrötter schrammte derweil knapp am Podest vorbei.

Öttl fuhr als 17. über die Ziellinie, erhielt aber eine Zeitstrafe, weil er zwischenzeitlich die Strecke verlassen hatte.

Seit seinem ersten Grand-Prix-Sieg in Jerez Anfang Mai hat Öttl einen einzigen Punkt geholt. Vor dem Deutschland-Rennen am 15. Juli auf dem Sachsenring könnten die Vorzeichen kaum schlechter sein. Der KTM-Pilot steht nach acht von 19 WM-Stationen weiter bei 36 Zählern.

Der Spanier Jorge Martin (Honda) feierte seinen vierten Saisonsieg und eroberte mit 105 Punkten die Gesamtführung. Der bisherige Spitzenreiter Marco Bezzecchi (Italien/KTM/103) vom deutschen Team Prüstel GP stürzte in der letzten Runde.

Schrötter landet auf Platz vier

Marcel Schrötter belegte beim Großen Preis der Niederlande in Assen wieder den undankbaren vierten Platz. Für den Moto2-Pilot reichte es damit auch in seinem 139. Grand Prix nicht zum Sprung auf das Treppchen. In zwei Wochen gibt es am Sachsenring die nächste Chance.

Schrötter, der seinen Vertrag beim deutschen Team Intact GP erst am Samstag um zwei Jahre bis 2020 verlängert hatte, hatte zuletzt mehrfach ein Top-3-Ergebnis knapp verpasst. Schon in Le Mans und Barcelona war der Oberbayer Vierter geworden, in Mugello stürzte er als Führender.

"Traurig sind wir nicht. Wir waren gut dabei, er ist ein sehr gutes Rennen gefahren", sagte Teamteilhaber Stefan Keckeisen bei Eurosport 2: "Wir sind dran, das ist eine Frage der Zeit."

Der Italiener Francesco Bagnaia feierte in Assen den vierten Saisonsieg und baute seine Führung in der Gesamtwertung weiter aus. Dahinter kamen der Franzose Fabio Quartararo und der Spanier Alex Marquez ins Ziel.

Rookie Günther fährt weiter hinterher

Auch für Motorsport-Talent Maximilian Günther nimmt die erste Saison in der Formel 2 weiterhin einen enttäuschenden Verlauf. Der 20-Jährige vom britischen Arden-Team blieb auch am sechsten Rennwochenende im österreichischen Spielberg ohne Punkte und belegte die Ränge 15 und 12. Vor allem im Hauptrennen am Samstag hatte Günther dabei viel Pech.

Nach dem Start von Rang sechs ergaben sich zwischenzeitlich sogar Chancen auf das Podest, gegen Ende wurde Günther aber aufgrund von Problemen an seinem Auto bis auf Platz zwölf durchgereicht. Aufgrund eines Unfalls im Anschluss an seinen Boxenstopp wurde der Deutsche nachträglich zudem mit einer Zeitstrafe belegt und letztlich als 15. gewertet. Das Sprintrennen am Sonntag musste Günther daraufhin von eben dieser Position angehen und schloss als Zwölfter ab.

Die Siege in der Steiermark gingen an den Briten George Russell (ART), Ersatzfahrer in der Formel 1 bei Mercedes, und den Russen Artem Markelow (Russian Time). Nach seinem Erfolg am Samstag fuhr Russell am Sonntag vom achten Startplatz auf Rang zwei vor und übernahm damit die Führung im Gesamtklassement.

Er hat nun zehn Punkte Vorsprung auf seinen Landsmann Lando Norris (Carlin), Ersatzmann bei McLaren, der am Wochenende die Ränge zwei und elf belegte. Günther bleibt nach bislang drei Punkteplatzierungen 15. des Klassements.

(old/sid)