Motorrad-Grand-Prix Malaysia in Sepang: Afridza Munandar stirbt nach Unfall

Grand Prix von Malaysia : Motorrad-Talent Munandar stirbt nach Rennunfall

Afridza gehörte zu den aussichtsreichsten Talenten im asiatischen Motorrad-Rennsport. Am Samstag fuhr der 20-Jährige um den Titel im Asia Talent Cup. Bei einem Sturz in der ersten Runde verletzte er sich lebensgefährlich und verstarb.

Der Motorrad-Grand-Prix von Malaysia ist von einem tödlichen Rennunfall im Rahmenprogramm überschattet worden. Der 20 Jahre alte Indonesier Afridza Munandar stürzte beim Idemitsu Asia Talent Cup auf dem Sepang International Circuit am Samstag schwer und verstarb wenig später in einem Krankenhaus in der Hauptstadt Kuala Lumpur. Munandar wurde an der Strecke erstversorgt und danach per Helikopter ins Krankenhaus von Kuala Lumpur gebracht. Die Ärzte konnten das Leben des indonesischen Nachwuchsfahrers aber nicht mehr retten.

Der Japaner Shinji Ogo war ebenfalls in den Unfall verwickelt und befindet sich in einem kritischen Zustand. Er wurde per Krankenwagen ins Krankenhaus von Kuala Lumpur gebracht.

Der Crash ereignete sich bereits in der ersten Runde des auf 13 Runden angesetzten Rennens, das sofort abgebrochen wurde. Munandar gehörte zu den erfolgreichsten Fahrern der Nachwuchsrennserie, kämpfte nach zwei Saisonsiegen und vier weiteren Podestplatzierungen noch um den Titelgewinn.

Der tragische Vorfall in Sepang weckt Erinnerungen an das Unglück in der Saison 2011. Damals kam MotoGP-Pilot Marco Simoncelli im Rennen der Königsklasse ums Leben, weil er von einem Konkurrenten überrollt wurde.

Auch beim Qualifying zur MotoGP-WM gab es in Sepang am Samstag eine Schrecksekunde, als der spanische Weltmeister Marc Marquez spektakulär stürzte, aber unverletzt blieb. Die WM-Läufe am Sonntagmorgen (MEZ) sollen ungeachtet des Todes von Munandar wie geplant stattfinden.

(rent/sid/dpa)