Moto3 in Valencia: Massensturz überschattet Saisonfinale

Moto3 in Valencia : Massensturz überschattet Saisonfinale

Das Moto3-Rennen in Valencia wurde von einem schweren Massensturz überschattet. Der Italiener Dennis Foggia musste an der Strecke behandelt werden.

Ein Massensturz hat das finale WM-Rennen in der Moto3-Saison überschattet. Der Italiener Dennis Foggia fuhr am Sonntag auf der Rennstrecke in Valencia ungebremst in die Maschine eines Konkurrenten und wurde über den Lenker seiner KTM geschleudert. Der 18 Jahre alte Schützling aus Valentino Rossis Nachwuchs-Akademie wurde an der Strecke behandelt und anschließend ins Krankenhaus gebracht. Die Maschine hatte nach dem Aufprall Feuer gefangen.

Nach dem Neustart kam es zu weiteren Stürzen. Nur 21 von 31 Fahrern sahen die Zielflagge. Den Sieg holte der Spanier Sergio Garcia. Andrea Migno (Italien) und WM-Rookie Xavier Artigas (Spanien) komplettierten das Podium. Der Italiener Lorenzo Dalla Porta zählte zu den Sturzopfern, stand aber bereits vor dem Saisonfinale als Weltmeister fest.

Schrötter erstmals ohne Punkte

In der Moto2 hat Marcel Schrötter (Kalex) zum Saisonabschluss ein enttäuschendes Ergebnis eingefahren. Der 26-Jährige aus Vilgertshofen belegte nur den 16. Platz. Damit ging eine beeindruckende Serie zu Ende: Zuvor hatte Schrötter in dieser Saison stets die Punkte erreicht, wenn er am Rennen teilgenommen hatte. Kein einziges Mal fiel er aus, einzig bei zwei Rennen (San Marino und Aragon) fehlte er verletzungsbedingt.

Besonders bitter war Schrötters Ergebnis für das deutsche Team Intact GP. In der Endabrechnung der Team-WM fehlten dem Rennstall aus Memmingen schlussendlich fünf Punkte zum Titelgewinn. Der zweite Platz von Schrötters Teamkollegen Thomas Lüthi (Schweiz) genügte nicht. Der Sieg im Saisonfinale ging an den Südafrikaner Brad Binder (KTM).

Ein enttäuschendes Ende eines schwierigen Jahres erlebte Lukas Tulovic. Der KTM-Pilot aus Eberbach schied mit technischen Problemen aus, nur drei Punkte sammelte Tulovic in diesem Jahr.

Für Tulovic war es das vorerst letzte Moto2-Rennen, auch sein Team Kiefer Racing verabschiedet sich nach 17 Jahren aus der WM. Zusammen wollen sie im kommenden Jahr in der Supersport-WM antreten, der frühere MotoGP-Fahrer Jonas Folger (Oberbergkirchen) soll zweiter Fahrer werden.

Philipp Öttl (Ainring) blieb in diesem Jahr sogar gänzlich ohne Punkte, der KTM-Fahrer wurde in Valencia 26., auch er wechselt im kommenden Jahr in die Supersport-WM.

(dpa/old)