Formel 3: Mick Schumacher ist bereicht für die neue Saison

Saisonstart der Formel 3: Mick Schumacher will fahren und nicht tönen

Bei den Testfahrten gehörte der Sohn von Michael Schumacher zu den Schnellsten. Mit einer Kampfansage hält sich der 19-Jährige vor seiner zweiten Formel3-Saison aber zurück.

Mick Schumacher fiebert dem Auftakt der Saison in der Formel 3 an diesem Wochenende entgegen. "Ich gehe mit einem sehr guten Gefühl in die Saison. Ich habe mich in jedem Bereich gut vorbereitet, hatte sehr gute Tests und fühle mich absolut bereit", sagte der Sohn des Formel-1-Rekordweltmeisters Michael Schumacher vor dem ersten von insgesamt zehn Rennwochenenden in Pau/Frankreich.

Mit Kampfansagen hält sich der 19-Jährige zurück, doch bei den Testfahrten gehörte er regelmäßig zu den Schnellsten. "Das Ziel ist mit Sicherheit, vorne in der Spitze mitzufahren. Klar hat man als Fahrer die Meisterschaft zum Ziel, klar muss man sich das Optimum als Ziel setzen", sagte er: "Aber mir geht es vor allem auch darum, meine Bestleistung abzurufen, immer auf 100 Prozent zu sein. Und ich will jetzt nicht groß tönen, ich will fahren!" Die ersten beiden der drei Rennen auf dem Stadtkurs in Pau überträgt n-tv live (Samstag und Sonntag, jeweils 11.10 Uhr).

„Mick ist motiviert und ambitioniert, und ich bin überzeugt, dass er eine beeindruckende Saison hinlegen wird“, sagt Sabine Kehm, Managerin von Micks Vater Michael Schumacher, dem Rekordweltmeister der Formel 1. Jener Königsklasse des Motorsports, in die es auch Mick schaffen will.

Ein Aufstieg von der Formel 3 direkt in die Königsklasse ist aber nahezu unmöglich, weil die Nachwuchs-Asse die erforderlichen Punkte für eine Superlizenz dort eigentlich schwer zusammenbekommen können. 40 Zähler braucht ein Fahrer, für einen Gesamtsieg in der Formel 3 gibt es 30, für den Titel in der Formel 2 40. Mick Schumacher hat noch keinen Punkt gesammelt.

Frühestens mit fast 21 Jahren kann es Schumacher schaffen. Ein Reifeprozess, der dem behütet aufgewachsenen und von der Öffentlichkeit lange ferngehaltenen Teenager womöglich auch guttun wird.

Schumacher startet auch 2018 für den italienischen Rennstall Prema Theodore Racing - er kennt also die Abläufe und kann sich voll und ganz auf die insgesamt 30 Saisonrennen konzentrieren. Im vergangenen Jahr, Schumachers Saison als Rookie, war er Zwölfter in der Gesamtwertung geworden. Sein bislang bestes Resultat ist ein dritter Rang, den er im April 2017 in Monza holte.

Zwei weitere Deutsche starten in der Formel 3

Schumacher ist nicht der einzige Deutsche, der in diesem Jahr in der Formel 3 startet. Auch der Hildener Julian Hanses (20) ist dabei, er fährt für das deutsche Team Ma-Con. Zudem greift der Kölner Keyvan Andres (18) für Van Amersfoort Racing an. Hanses und Schumacher kennen sich gut: 2016 fuhren sie bereits in der ADAC Formel 4 gegeneinander.

In Pau beginnt zugleich die letzte Saison, die die Formel 3 in ihrem aktuellen Format absolviert. Ab 2019 soll die neue Formel 3 im Rahmenprogramm der Formel 1 starten und dort die GP3 ablösen. Nach dem Vorbild der Motorrad-WM (MotoGP, Moto2, Moto3) fahren dann die Formel 1, die Formel 2 und die Formel 3 gemeinsam an einem Wochenende.

(rent/SID/dpa)