Formel 2: Mick Schumacher in Monaco ohne Punkte

Kollision, Rote Flagge, Strafen : Mick Schumacher in Monaco ohne Punkte

Beinharte Zweikämpfe, eine von ihm selbst verursachte Rennunterbrechung, zwei empfindliche Strafen - und am Ende keine Punkte: Mick Schumacher hat dem Formel-2-Hauptrennen im Straßengewirr von Monte Carlo am Freitag unfreiwillig den Stempel aufgedrückt.

Der 20 Jahre alte Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher erreichte im chaotischen siebten Saisonlauf anstatt seines möglichen ersten Podestplatzes lediglich Rang 14 und blieb damit zum dritten Mal in Folge ohne Punkte. Von dieser mäßigen Position aus startet Schumacher auch ins Sprintrennen am Samstag (17.15 Uhr).

Im Fürstentum Monaco, wo sein Vater Michael fünfmal das Formel-1-Rennen gewann (1994, 1995, 1997, 1999, 2001), ist das Überholen auf der Strecke kaum möglich. Diese Erfahrung machte auch Mick Schumacher am Freitag.

In der 20. Runde kollidierte der Rookie vom Prema-Team mit der vor ihm fahrenden Tatiana Calderon (Venezuela/Arden) und löste damit eine 30-minütige Rennunterbrechung aus. Die Rennleitung belegte Schumacher mit einer Durchfahrtsstrafe wegen Verursachens der Kollision sowie einer Fünf-Sekunden-Zeitstrafe wegen eines anderen Vergehens.

Schumacher wollte sich in der engen Rascasse-Doppelrechtskurve an der Arden-Pilotin vorbeischieben. Zunächst drehte er Calderons Boliden, danach kam es zum Kontakt mit der Nase seines Prema. Die Strecke war in der Folge an dieser Stelle nicht mehr passierbar, die Rote Flagge stoppte das Rennen vorläufig.

Den Sieg nach 41 Runden sicherte sich der Niederländer Nyck de Vries (ART) vor dem Italiener Luca Ghiotto (Russian Time) und Nobuharu Matsushita aus Japan im Carlin. In der Gesamtwertung führt weiter der Kanadier Nicholas Latifi (DAMS), obwohl er als 13. wie auch Schumacher ohne Punkte blieb.

Dabei sah es für den deutschen Motorsport-Hoffnungsträger im Formel-1-Unterbau zunächst so aus, als könne er seine kleine Durststrecke beenden. Der 20-Jährige gewann den ersten Platz schon vor dem Start. Der direkt vor ihm stehende Brite Callum Ilott (Sauber) würgte seinen Motor ab, der für Rang vier qualifizierte Schumacher hatte beim Erlöschen der Ampel freie Sicht und Fahrt.

Schumacher aber verschlief den Start und verlor zwei Plätze. In Runde 17 kam es zum Kontakt mit dem von hinten heranstürmenden Latifi. Während Schumacher weiterfahren konnte, war der Frontflügel am Boliden des Kanadiers beschädigt. Drei Runden später dann kollidierte der Ferrari-Junior folgenschwer mit Calderon - und seine Chancen auf ein Top-Resultat waren darin.

Schumachers bislang bestes Rennergebnis im Unterbau der Formel 1 bleibt damit der fünfte Rang Ende April in Baku. Bei den letzten beiden Rennen in Barcelona hatte Schumacher die Punkteränge verpasst.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist Mick Schumacher

(lt/sid)
Mehr von RP ONLINE