DTM: Rene Rast zum Abschluss Dritter

DTM-Meister Rast zum Abschluss Dritter : „Es ist einfach ein sensationelles Gefühl“

Der neue Meister Rene Rast hat die DTM-Saison mit einem dritten Platz auf dem Hockenheimring abgeschlossen. Letzter Sieger war der Schweizer Nico Müller.

Mit rauchenden Reifen drehte Rene Rast in seinem Audi ein paar Donuts auf dem regennassen Hockenheimring, kurz darauf reckte er überglücklich den DTM-Meisterpokal in die Höhe. "Ich weiß noch nicht genau, wo ich die Pokale hinstelle. Aber ich finde schon ein Plätzchen", sagte der neue Meister bei Sat.1, der seine überragende DTM-Saison mit einem dritten Platz abgeschlossen hatte.

"Es ist sehr emotional und einzigartig. Ich habe davon geträumt, dass ich nun zum zweiten Mal Meister bin, ist unglaublich", sagte Rast: "Ich bin glücklich, es ist einfach ein sensationelles Gefühl."

Im turbulenten letzten Rennen des Jahres musste Rast nur seinen Audi-Markenkollegen Nico Müller aus der Schweiz und Mike Rockenfeller aus Neuwied den Vortritt lassen. Die Konkurrenz aus BMW und Aston Martin war erneut chancenlos.

Auch die vom ehemaligen Formel-1-Weltmeister Jenson Button angeführten Gäste aus der japanischen Super GT fuhren hinterher. Button, der am Samstag noch starker Neunter geworden war, belegte diesmal nur den 16. Platz. Das Rennen musste kurz nach Beginn unterbrochen werden, da zunächst Gaststarter Nick Cassidy (Neuseeland) ausschied und kurz darauf Daniel Juncadellas Aston Martin Feuer fing. Der Spanier konnte seinen Wagen rechtzeitig abstellen und blieb unverletzt.

Rast hatte im Samstagsrennen seinen siebten Saisonsieg gefeiert und anschließend von einem "gigantischen" Erfolg gesprochen. In diesem Jahr fuhr der Mindener insgesamt 13-mal aufs Podium - in nur 18 Rennen. Am Ende stand für Rast der bereits zweite Meistertitel in drei Jahren DTM.

Dafür bekam der 32-Jährige, der einen beschwerlichen Weg aus den Niederungen verschiedener Markenpokale bis an die Spitze der DTM hinter sich hat, Lob von allen Seiten. "Wir sind alle total beeindruckt. Es ist unglaublich, was er für eine Performance abliefert. Er ist die ganze Zeit immer ein bisschen über allen anderen", sagte Ex-Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg, der bei Rast aus gutem Grund genau hinsieht: Schließlich fährt der neue Meister für das von Rosbergs Vater Keke gegründete Team.

Die in diesem Jahr chancenlose Konkurrenz um BMW-Fahrer Marco Wittmann plant schon den Angriff auf Audi im nächsten Jahr. "Audi war zu stark, wir können mit Platz drei in der Gesamtwertung zufrieden sein", sagte Wittmann: "Das gibt den Ansporn, im Winter viel zu arbeiten und der Konkurrenz einzuheizen im nächsten Jahr."

Doch bevor die Vorbereitung auf die Saison 2020 in die heiße Phase geht, steht für die DTM-Piloten noch das "Fuji Dream Race" an. Ende November geht es nach Japan, dort kommt es zum nächsten Aufeinandertreffen mit den Piloten der Super GT.

DTM-Boss Gerhard Berger will seine Serie internationaler machen, die enge Zusammenarbeit mit der Super GT ist ein wichtiger Baustein in seinen Plänen. Neben den etablierten DTM-Marken Audi, BMW und Aston Martin waren an diesem Wochenende auch Honda, Lexus und Nissan dabei.

Wenn aus der Zusammenarbeit mit den Japanern "in Zukunft wirklich das wird, was Berger will, dann wäre das eine tolle Nummer. Dann wäre die Serie gerettet", sagte DTM-Ikone Klaus Ludwig dem SID: "Denn dann wäre die DTM endlich ein Wettbewerb mit wirklich internationalem Charakter."

(sid/old)
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