Pamela Dutkiewicz im Interview: „Um ehrlich zu sein, bin ich gerne Frau"

Leichtathletin Pamela Dutkiewicz im Interview : „Viele Männer dürfen gerne mehr Gentleman sein“

Leichtathletin Pamela Dutkiewicz gehört zu den schnellsten Hürdensprinterinnen Europas. Anlässlich des Weltfrauentages spricht die 27-Jährige über ihre Vorbilder und verrät, was sie an Männern und Frauen vermisst.

Welche Frau war Ihr Vorbild?
Pamela Dutkiewicz: „Wenn ich eine herausstellen soll, war das meine Kindergärtnerin Frau Engel. Ich war ein ängstliches Kind, und sie hatte – nicht nur zu mir – einen tollen Zugang gefunden, dass ich mich wahnsinnig wohl gefühlt habe. Vielleicht war sie eine Inspiration für mich, auf Grundschullehramt zu studieren. Und ich muss natürlich meine Mama nennen.“

Wo waren Sie mal Pionierin?
Dutkiewicz: „Ich habe vor Jahren mal einen Text veröffentlicht, in dem ich meine ‚Übergewichts-Problematik’ angesprochen habe. Das Feedback war echt groß. Viele junge Frauen haben mir geschrieben, dass ihnen diese Offenheit geholfen hat. Ich habe immer gedacht, ich bin die Einzige, aber den anderen ging es genauso.

In welcher Situation wären Sie mal gerne Mann gewesen?

Dutkiewicz: „Um ehrlich zu sein, bin ich gerne Frau. Ich genieße es. Vielleicht nicht gerade auf einer Autobahn-Toilette, da haben es Männer sicherlich leichter.“

Was vermissen Sie an Männern?

Dutkiewicz: „Viele Männer dürfen gerne mehr Gentleman sein. Ich kann eine emanzipierte Frau sein und mich trotzdem daran erfreuen, wenn mich mein Mann zum Essen einlädt und mir auf dem Weg ins Restaurant die Tür aufhält.“

Was vermissen Sie an Frauen?
Dutkiewicz: Ich würde mir wünschen, dass sich Frauen gegenseitig bestärken, anstatt sich neidische und verurteilende Blicke zuzuwerfen, wenn eine etwas macht, was aus dem Raster fällt.“

(klü)
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