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Silvesterläufe auf der ganzen Welt: Mockenhaupt, Harrer und Kenianer glänzen

Silvesterläufe auf der ganzen Welt : Mockenhaupt, Harrer und Kenianer glänzen

Weltklasse-Zeiten in Sao Paulo, Bozen und Madrid, deutsche Erfolge in Trier und Soest: Traditionell haben die Leichtathtleten bei Dutzenden Silvesterläufen das Sportjahr 2013 verabschiedet. Während bei den internationalen Klassikern die Afrikaner wie erwartet den Ton angaben, hatte die deutsche Elite um Sabrina Mockenhaupt bei den Heimspielen ganz starke Auftritte.

"Ein gelungener Jahresabschluss und über 1:30 Minuten schneller als 2011", konstatierte "Mocki" unmittelbar nach ihrem Erfolg beim Lauf von Werl nach Soest bei Facebook. Die deutsche Serien-Meisterin feierte in 51:54 Minuten ihren zweiten Sieg beim größten deutschen Silvesterlauf in Westfalen nach 2011, verpasste allerdings den 20 Jahre alten Streckenrekord von Claudia Metzner (51:12). Bei den Männern siegte ebenfalls wie schon 2011 Dominik Fabianowski (Köln) in 47:37.

Auch beim hochklassig besetzten Lauf in Trier glänzten die Deutschen. 1500-Meter-Meisterin Corinna Harrer aus Regensburg und der 1500-m-WM-Fünfte Homiyu Tesfaye aus Frankfurt setzten sich vor 15.000 in Deutschlands ältester Stadt durch.

Vorjahressiegerin Harrer lag nach einem couragierten Tempo-Rennen im Ziel in 15:51 Minuten um fast 15 Sekunden vor der Wattenscheiderin Eleni Gebrehiwot. Achte wurde die für Frankfurt startende Marathon-Spezialistin Irina Mikitenko.

Im "Lauf der Asse" über acht Kilometer hielt der aus Äthiopien stammende Tesfaye nach 22:38 Minuten den kenianischen WM-Finalisten Thomas Ayeko und den Äthiopier Dame Tasaman nieder.

Der Kenianer Edwin Kipsang gewann derweil wie im Vorjahr in Sao Paulo den wichtigsten aller Silvesterläufe. Bei der 89. Auflage des Sao Silvestre setzte sich Kipsang nach 15 km in 43:48 Minuten vor seinen Landsleuten Mark Korir und Stanlei Koech. Kipsang war zwar 16 Sekunden schneller als bei seinem Triumph 2012, blieb aber deutlich über dem Streckenrekord des früheren Marathon-Weltrekordlers Paul Tergat aus dem Jahr 1995 (43:12).

Bei den Frauen siegte die Kenianerin Nancy Kipron in 51:58 Minuten und verpasste den Streckenrekord ihrer Landsfrau Priscilla Cheptoo um mehr als drei Minuten.

Der Äthiopier Imane Merga gewann zum dritten Mal den Bozener Silvesterlauf. Der 25 Jahre alte WM-Dritte über 10.000 m von 2011 setzte sich in Südtirol nach zehn Kilometern und 28:43,8 Minuten mit einer Zehntelsekunde Vorsprung auf den Kenianer Wilson Kiprop durch. Bei den Frauen siegte die zweimalige 1500-m-Weltmeisterin Maryam Yusuf Jamal (Bahrain) in 16:00,6 Minuten über fünf Kilometer.

In Madrid gewann der dreimalige Team-Crossweltmeister Leonard Komon aus Kenia den größten Silvesterlauf der Welt. Der 25-Jährige siegte bei dem Rennen mit rund 39.000 Teilnehmern über zehn Kilometer in ausgezeichneten 28:02 Minuten und hatte mehr als eine Minute Vorsprung auf die Spanier Ayad Lamdassem (29:06) und Roberto Alaiz (29:10).

Bei den Frauen sicherte sich den Sieg beim am legendären Bernabeu-Stadion gestarteten Lauf Komons Landsfrau Linet Masai. Die 10.000-m-Weltmeisterin von Berlin 2009 setzte sich in 31:34 Minuten vor der Marokkanerin Malika Asahssah (31:58) sowie der Boston- und Chicago-Marathon-Siegerin Rita Jeptoo (Kenia/32:00) durch.

(sid)