Medaillenentscheidungen in Budapest Das sind die Höhepunkte am Wochenende bei der Leichtathletik-WM

Budapest · Insgesamt 49 Medaillenentscheidungen finden während der Leichtathletik-WM 2023 in Budapest statt. Am Wochenende stehen einige Entscheidungen an – und endlich könnte es deutsche Medaillen geben. Was sonst noch los ist.

Leichtathletik-WM Budapest 2023: Das sind die größten Stars
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Das sind die Stars der Leichtathletik-WM 2023

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Foto: AP/Martin Meissner

Leo Neugebauer greift tatsächlich nach Gold: Der deutsche Zehnkämpfer führt nach dem ersten Tag die Gesamtwertung an. Niklas Kaul musste hingegen aussteigen. Und dennoch sind durch Neugebauer die Chancen auf das erste deutsche Edelmetall groß.

Zudem hat Julian Weber, der deutsche Speerwerfer, am Sonntag die Möglichkeit am Abschlusstag noch einmal nachzulegen. Auch die deutsche Sprint-Staffel der Frauen steht nach einem erfolgreichen Protest im Finale. Das Wochenende hat also eine Menge zu bieten. Das sind die Höhepunkte am Abschluss-Wochenende der Leichtathletik-WM in Budapest

Leichtathletik-WM 2023 Budapest: Der Medaillenspiegel
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Der Medaillenspiegel der Leichtathletik-WM 2023

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Foto: AP/Bernat Armangue

Samstag:

Marathon, Frauen (7.00 Uhr): Auf Melat Kejeta vom Laufteam Kassel ruhen die deutschen Hoffnungen. Die 30-Jährige war vor zwei Jahren in Tokio Olympia-Sechste und ein Jahr zuvor Zweite der Halbmarathon-WM. Nach einer Babypause knackte sie in diesem Jahr als Dritte des Ottawa-Marathons die WM-Norm.

Stabhochsprung, Männer (19.25 Uhr): Wenn es bei der WM einen Favoriten gibt, dann ist es Stabhochsprung-Olympiasieger, -Weltmeister und -Weltrekordler Armand „Mondo“ Duplantis aus Schweden. Der deutsche EM-Zweite Bo Kanda Lita Baehre fehlt verletzt. Oleg Zernikel - im Vorjahr WM-Fünfter - flog knapp am Finale vorbei.

Leichtathletik-WM 2023​: Alle deutschen Medaillenhoffnungen
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Das sind die deutschen Medaillenhoffnungen in Budapest

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Foto: dpa/Sven Hoppe

Kugelstoßen, Frauen (20.15 Uhr): Für das deutsche Trio Sara Gambetta, Yemisi Ogunleye und Julia Ritter geht es in der Qualifikation am Vormittag zunächst um einen Platz im Finale. Titelverteidigerin ist Chase Ealey aus den USA, Jahresbeste ihre Teamkollegin Maggie Ewen.

800 Meter, Männer (20.30 Uhr): Ein klarer Favorit ist nicht auszumachen. Der Kenianer Emmanuel Wanyonyi war im Halbfinale der Schnellste und hat von allen Finalisten in diesem Jahr die beste Zeit geschafft. Vor einem Jahr war er WM-Vierter.

5000 Meter, Frauen (20.50 Uhr): Kenias großer Star Faith Kipyegon strebt den zweiten Titel nach Gold über 1500 Meter an. Europameisterin Konstanze Klosterhalfen blieb verletzt zu Hause.

Zehnkampf, Männer (21.25 Uhr): In den abschließenden 1500 Metern dürfte sich entscheiden, ob die deutschen Zehnkämpfer für die erhoffte Medaille oder sogar für Gold sorgen können. Unter anderem mit seinem ersten Acht-Meter-Weitsprung bewies der Weltjahresbeste Leo Neugebauer schon am ersten Tag, wozu er fähig ist.

4x100 Meter, Männer (21.40 Uhr): DLV-Quartett hat sich nicht qualifizieren können. Hingegen kann Noah Lyles das Triple gewinnen, nachdem er auch über 200 Meter ganz vorn war.

4x100 Meter, Frauen (21.53 Uhr): Ein Jahr nach Überraschungs-Bronze in Eugene kann die deutsche Staffel um Gina Lückenkemper nach mehreren Ausfällen nicht in Bestbesetzung antreten. Der Final-Einzug gelang erst nach einem Protest.

Sonntag:

Marathon, Männer (7.00 Uhr): Haftom Welday aus Hamburg und Johannes Motschmann aus Berlin vertreten das deutsche Team. Die Stars der Szene wie Kenias Weltrekordler Eliud Kipchoge bevorzugen die lukrativeren Stars bei Stadtläufen wie dem Berlin-Marathon.

Hochsprung, Frauen (20.05 Uhr): Christina Honsel schaffte mit 1,89 Metern noch den Sprung ins Finale. Zu den Medaillenkandidatinnen zählt die Ukrainerin Jaroslawa Mahutschich, die im Vorfeld mit unserer Redaktion über die Folges des Krieges mit uns sprach. Der Leichtathletik-Weltverband half dem Team aus der Ukraine, vor der WM ein Trainingslager in der Slowakei abzuhalten.

Speerwurf, Männer (20.15 Uhr): Julian Weber schaffte es sicher ins Finale, auch ohne die automatische Qualifikationsweite von 83 Metern. Mit 82,39 Metern wurde der Europameister Vierter. Bester war Olympiasieger Neeraj Chopra aus Indien mit 88,77 Metern. Ausgeschieden ist Titelverteidiger Anderson Peters aus Grenada.

5000 Meter, Männer (20.20 Uhr): Mit seinem Sturz büßte Sam Parsons vom SCC Berlin im Vorlauf alle Chancen ein. Im Vorjahr siegte Norwegens Star Jakob Ingebrigtsen und entschädigte sich für seine Niederlage über 1500 Meter. Auch in Budapest war er nur Zweiter über seine Spezialstrecke und hätte gern noch WM-Gold.

800 Meter, Frauen (20.45 Uhr): Titelverteidigerin ist Athing Mu aus den USA. Auch die Britin Keely Hodgkinson und die Kenianerin Mary Moraa als Zweite und Dritte des Vorjahres sind dabei. Für Christina Hering aus München wäre der Final-Einzug ein großer Erfolg.

3000 Meter Hindernis, Frauen (21.05 Uhr): In Abwesenheit der EM-Zweiten Lea Meyer und der langjährigen Leistungsträgerin Gesa Krause schaffte es Olivia Gürth mit einem gut eingeteilten Vorlauf immerhin ins Finale. Die erst 19-jährige Jackline Chepkoech aus Kenia lief als Einzige in dieser Saison schon unter neun Minuten.

4x400 Meter, Männer (21.37 Uhr): Das deutsche Männer-Quartett möchte in den Endlauf, vor einem Jahr gewannen die USA vor Jamaika und Belgien.

4x400 Meter, Frauen (21.50 Uhr): Auch für die deutsche Frauen-Staffel wäre ein Finalplatz ein Erfolg, im Vorjahr siegten die USA vor Jamaika und Großbritannien.

(dör/dpa/SID)
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