Leichtathletik-WM 2019: Medaillenspiegel, Zeitplan, TV-Übertragung, Live-Stream

Highlights, TV-Übertragung, Medaillenspiegel : Das müssen Sie zur Leichtathletik-WM 2019 wissen

Die Leichtathletik-WM 2019 versammelt die Weltelite in Katar. Welche Wettbewerbe werden die Highlights? Wer sind die Stars? Welche Deutschen haben Medaillenchancen? Wo wird die WM im TV und Live-Stream übertragen? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Sie ist das Highlight des Leichtathletik-Jahres und der wichtigste Prüfstein auf dem Weg zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio: die WM in Doha. Die Vergabe der Weltmeisterschaft nach Katar ist umstritten. Umso mehr steht sie im Fokus. Wie kommen die Athleten mit der Hitze klar? Was sind die Highlights? Wer sind die Stars bei der ersten WM nach dem Karriereende von Usain Bolt? Und wer überträgt die Wettkämpfe wann und wo? Hier lesen Sie, was Sie zur Leichtathletik-WM wissen müssen.

Wo und wann findet die Leichtathletik-WM 2019 statt?

Die WM findet von Freitag, 27. September, bis Sonntag, 6. Oktober, in Doha, der Hauptstadt des Wüstenemirats Katar statt.

Wie oft findet die Leichtathletik-WM statt?

Eine Weltmeisterschaft wird in der Leichtathletik alle zwei Jahre veranstaltet. Die ersten Titelkämpfe fanden 1983 in Helsinki statt, es folgten zwei Weltmeisterschaften im vierjährigen Rhythmus, seit der WM 1991 in Tokio gilt der zweijährige Turnus. Die vergangene Weltmeisterschaft wurde 2017 in London ausgetragen, für 2023 sind die Wettkämpfe nach Budapest vergeben. Deutschland war bislang zweimal Ausrichter einer Weltmeisterschaft: 1993 in Stuttgart und 2009 in Berlin.

Welche Highlights gibt es bei der Leichtathletik-WM 2019?

  • 100 Meter der Männer am Samstag, 28. September, um 21.15 Uhr deutscher Zeit.: Alle Augen werden auf dieses Finale gerichtet sein, weil es das erste ist, in dem Usain Bolt definitiv nicht die Hauptrolle spielen wird, weil er nach der WM 2017 zurückgetreten war. Neuer Weltmeister ist der US-Amerikaner Christian Coleman. Er holte in 9,76 Sekunden die Goldmedaille.
  • Zehnkampf der Männer ab Mittwoch, 2. Oktober, 15.35 Uhr: Der Weg zum Titel „König der Athleten“ führt allein über den französischen Weltrekordler Kevin Mayer, selbst wenn er bei der EM 2018 in Berlin ausgeschieden war. Die Deutschen mussten die Absagen von Europameister Arthur Abele und Vize-Weltmeister Rico Freimuth verkraften. Die Medaillenhoffnungen liegen nun auf dem WM-Dritten von 2017, Kai Kazmirek, und Super-Talent Niklaus Kaul. Beide starteten am Mittwoch mit guten Ergebnissen in den Wettkampf.
  • Weitsprung der Frauen am Sonntag, 6. Oktober, 18.15 Uhr: Nirgendwo ist die Hoffnung auf eine deutsche Goldmedaille so groß wie im Weitsprung der Frauen. Der Grund heißt Malaika Mihambo. Sie ist Weltjahresbeste, Diamond-League-Siegerin, ungeschlagen im Jahr 2019 und amtierende Europameisterin – sie gilt es also, erst einmal zu schlagen.
  • Speerwurf der Männer am Sonntag, 6. Oktober, 18.55 Uhr: Olympia-Gold 2008 holte Thomas Röhler für Deutschland, Weltmeister 2017 wurde Johannes Vetter, Europameister 2018 dann wieder Röhler – zuletzt waren die internationalen Großereignisse also immer fest in deutscher Hand. Doch in diesem Jahr droht die Dominanz zu wackeln. Weltjahresbester ist der Este Magnus Kirt.
  • 1500 Meter und 5000 Meter der Frauen am Samstag, 5. Oktober, 19.55 und 20.25 Uhr: Konstanze Klosterhalfen kann nur eine ihrer beiden Paradestrecken laufen, aber auf beiden zählt die Leverkusenerin zu den Medaillenkandidaten. Doch die drei deutschen Rekorde, die die 22-Jährige in dieser Saison verbessert hat, werden von den Doping-Verdächtigungen begleitet, die das umstrittene Nike Oregon Project in den USA betreffen. Dort trainiert Klosterhalfen seit dem vergangenen Jahr.
  • 4x100 Meter der Frauen am Samstag, 5. Oktober, um 21.05 Uhr: In London verpasste das deutsche Quartett Bronze nur ganz knapp. Auch diesmal heißt es wieder: Deutschland muss für eine Medaille eine der großen Nationen USA, Großbritannien und Jamaika hinter sich lassen. Das ist schwer, aber nicht unmöglich.

Wer sind die deutschen Hoffnungen bei der Leichtathletik-WM 2019?

  • Malaika Mihambo: Nach einer so dominanten Saison wäre alles andere als die Goldmedaille für die Weitspringerin fast schon eine Enttäuschung.
  • Konstanze Klosterhalfen: Deutschlands spindeldürre Wunderläuferin hat sich in den vergangenen Monaten zur ernsthaften Medaillenanwärterin gemausert – egal, ob nun über 1500 oder 5000 Meter. Bei der WM startet sie über die 5000 Meter. Allerdings überschattete die Sperre von Trainer Alberto Salazar ihren Start. Er leitet das Nike Oregon Project, in dem auch Klosterhalfen trainiert. Das Finale erreichte sie aber locker.
  • Gesa Felicitas Krause: Nach ihrem Sturz-Pech im WM-Endlauf von London sollte es 2019 ihre Weltmeisterschaft über die 3000 Meter Hindernis werden. 2015 holte sie schon einmal WM-Bronze. Das gelang ihr am 30. September auch in Doha. Sie stürmte über die Hürden zur ersten deutschen Medaille der Leichtathletik-WM 2019.
  • 4x100-Meter Staffel der Frauen: 2017 wurden die deutschen Sprinterinnen vierte. Auch diesmal laufen sie wieder in Reichweite des Treppchens mit. Vier aus dem Sextett Yasmin Kwadwo, Lisa-Marie Kwayie, Gina Lückenkemper, Jennifer Montag, Lisa Nippgen und Tatjana Pinto müssen es richten.
  • Christina Schwanitz: Wenn die Weltmeisterin von 2015 in einem Kugelstoß-Finale dabei ist, hat sie auch immer eine Medaillenchance.
  • Raphael Holzdeppe: Der Weltmeister von 2013 im Stabhochsprung kann Edelmetall holen, wenn er einen optimalen Tag erwischt. Immer wieder erwischt er aber eben auch suboptimale Tage, so auch bei der dieser WM. Er wurde am 1. Oktober Sechter im Stabhochsprung-Finale in Doha mit übersprungenen 5,70 Meter.
  • Die Speerwerfer: Die letzten drei Goldmedaillen bei Großereignissen gingen an Deutschland, auch diesmal sind Johannes Vetter, Thomas Röhler, Andreas Hofmann und Julian Weber wieder weit vorne zu erwarten.
  • Kai Kazmirek und Niklas Kaul: Die beiden deutschen Zehnkämpfer dürfen sich zum erweiterten Kreis derer zählen, die um eine Medaille mitkämpfen können.

In unserem Leichtathletik-Telegramm finden Sie alle Infos zur WM in Doha.

Zeitplan der Leichtathletik-WM - wann fallen die Entscheidungen?

Wegen der hohen Temperaturen am Golf fangen auch die Vorentscheidungen erst am Nachmittag an, alle Entscheidungen finden am Abend statt, der Marathon wird kurz vor Mitternach Ortszeit auf die Reise geschickt. Doha ist Deutschland eine Stunde voraus.

Hier finden Sie den Zeitplan mit allen Entscheidungen bei der Leichtathletik-WM 2019.

Wie sieht der Medaillenspiegel der Leichtathletik-WM 2019 aus?

Der Medaillenspiegel der WM wird mit der ersten Entscheidung, dem Marathon der Frauen, am späten Freitagabend, 27. September, eröffnet. Bei der WM 2017 in London gewannen die USA den Medaillenspiegel mit 30 Medaillen (10 Gold, 11 Silber, 9 Bronze), Deutschland belegte Rang zehn mit 5 Medaillen (1 Gold, 2 Silber, 2 Bronze).

Im ewigen Medaillenspiegel der Leichtathletik-Weltmeisterschaften führen ebenfalls die USA. Dahinter rangieren Russland, und auf Rang drei liegt Deutschland – inklusive der gemeinsamen Ausbeute von Bundesrepublik und DDR bis 1987.

Den aktuellen Medaillenspiegel zur Leichtathletik-WM 2019 finden sie hier.

Wo wird die Leichtathletik-WM im TV übertragen?

ARD (am 29. September auch über ARD One) und ZDF übertragen wie in der Vergangenheit abwechselnd täglich ausführlich und live von der WM im Fernsehen. Auch im Eurosport-Channel auf Dazn sind die Wettkämpfe zu sehen.

Wo wird die Leichtathletik-WM online im Live-Stream übertragen?

Ergänzend zum Fernsehprogramm bieten ARD und ZDF an ihren jeweiligen Übertragungstagen auch Wettkämpfe online im Live-Stream an.

Hier geht es zur Infostrecke: Zeitplan und Entscheidungen

(klü)
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