Leichtathletik-WM 2019: Deutsche Leichtathleten zufrieden mit WM in Doha

Zweimal Gold und viermal Bronze : Deutsche Leichtathleten zufrieden mit WM

Drei Medaillen an den letzten beiden WM-Tagen: Die deutschen Leichtathleten durften zum Abschluss der Titelkämpfe noch einmal kräftig jubeln. In unserem Telegramm können Sie alle Ereignisse der Leichtahtletik-WM in Doha nochmal nachlesen.

Topfavoritin Malaika Mihambo flog mit einem Traumsprung zum WM-Titel, Konstanze Klosterhalfen rannte trotz aller Aufregung zum größten Erfolg ihrer Karriere und Johannes Vetter belohnte sich für eine harte Saison. Mit einmal Gold und zweimal Bronze haben die deutschen Leichtathleten einen starken WM-Endspurt hingelegt und Lust auf die Sommerspiele im kommenden Jahr in Tokio gemacht.

Mit zweimal Gold und viermal Bronze gewann der DLV bei der heftig kritisierten WM eine Medaille mehr als vor zwei Jahren in London (1/2/2). In der Hitze von Doha beeindruckte dabei besonders die junge Garde - allen voran der erst 21 Jahre alte Zehnkampf-Weltmeister Niklas Kaul, der wie Mihambo und Klosterhalfen die Zukunft der Sportart prägen könnte.

"Es war eine hochklassige WM mit vielen neuen Gesichtern, mit herausragenden Leistungen", sagte DLV-Generaldirektor Idriss Gonschinska im ZDF: "Das ist insofern auch ein Fingerzeig in Richtung der Olympischen Spiele, die in zehn Monaten schon vorbei sind."

Doch während sich Kaul sensationell zu Gold kämpfte, hatte Mihambo den Titel selbstbewusst als Ziel ausgegeben. Und die Europameisterin lieferte: Überragende 7,30 m im dritten Versuch - erstmals seit Heike Drechsler 1993 hat Deutschland wieder eine Weitsprung-Weltmeisterin.

"Das ist unglaublich, ich kann es selbst noch nicht fassen", sagte Mihambo: "Es war nicht einfach, ich hatte am Anfang ein paar Probleme. Jetzt bin ich einfach nur glücklich." Zweite wurde Maryna Bech-Romantschuk aus der Ukraine (6,92) vor Ese Brume (Nigeria/6,91).

Dabei musste Mihambo kurz zittern, nach 6,52 und einem ungültigen Versuch war sie nur Siebte, ehe sie hinter dem deutschen Rekord von Drechsler (7,48) zur zweitbesten deutschen Weitspringerin der Geschichte aufstieg.

Klosterhalfen hatte am Samstag dagegen die wohl schwerste Woche ihrer Karriere mit dem größten Erfolg ihrer Laufbahn abgeschlossen. Trotz des Wirbels um die Doping-Affäre ihres alten "Chefs" Alberto Salazar und den Attacken der Konkurrentinnen lief die 22-Jährige zu Bronze über 5000 m.

Mit blutigen Beine eroberte sie als erste Deutsche eine Medaille über diese Distanz. "Das ist alles noch surreal", sagte Klosterhalfen, die nach ihrem Coup zugab, "nicht viel geschlafen" zu haben.

Allerdings nicht wegen ihrer viel diskutierten Mitgliedschaft im Nike Oregon Project, deren Gründer Salazar am vergangenen Dienstag vier Jahre gesperrt worden war. "Ich weiß, dass das keinen aus meiner Gruppe betrifft", sagte Klosterhalfen, die wieder in die elitäre Laufgruppe zurückkehren will.

Vetter konnte seinen Coup von vor zwei Jahren zwar nicht wiederholen, beendete aber eine schwierige Saison versöhnlich. Der deutsche Rekordler hatte mit vielen Verletzungen zu kämpfen, besonders der linke Fuß machte Probleme, sogar der Abbruch der Saison stand im Raum.

"Ich versuche in diesem schwierigen Jahr, aus Scheiße Gold zu machen", hatte Vetter dem SID vor der WM gesagt. Es wurde Bronze. Mit Blick auf Olympia muss er sich nach der WM aber operieren lassen.

Anders als gedacht fehlten im Finale zwei deutsche Hoffnungsträger. Der Olympiasieger und Europameister Thomas Röhler und der EM-Zweite Andreas Hofmann scheiterten überraschend in der Qualifikation. Julian Weber (Mainz) kam mit 81,26 m auf Platz sechs.

Achtbar zogen sich die verletzungsgeplagten deutschen Sprinterinnen aus der Affäre. Ohne die deutsche Doppel-Meisterin Tatjana Pinto (Knieverletzung) liefen Gina Lückenkemper, Lisa-Marie Kwayie (beide Berlin), Yasmin Kwadwo (Leverkusen) und Jessica-Bianca Wessolly (Mannheim) im Finale über 4x100 m auf Platz fünf.

Hürdensprinterin Cindy Roleder (Halle/Saale) lief in ihrem Halbfinale in 12,86 Sekunden auf Platz vier - das reichte für die WM-Zweite von 2015 nicht für den Endlauf.

Die insgesamt guten Leistungen in Doha konnten allerdings nicht übertünchen, dass die WM alles andere als Werbung für die Sportart war. Die Hitze, kollabierende Athleten und die leeren Tribünen dominierten die Schlagzeilen vor allem zu Beginn der WM mehr als die Ergebnisse. "Ich glaube, dass man der Leichtathletik keinen Gefallen getan hat", sagte Kaul im ZDF.

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Ohne Einsatz im Staffel-Finale: 13. WM-Gold für Allyson Felix

Sprinterin Allyson Felix hat in Doha als Zuschauerin ihr 13. Gold bei einer Leichtathletik-WM geholt. Ohne die Rekord-Weltmeisterin setzte sich die Staffel der USA über 4x400 m im Finale in 3:18,92 Minuten deutlich vor Polen (3:21,89) und Großbritannien (3:23,02) durch. Weil die 33 Jahre alte Felix aber im Vorlauf zum Einsatz gekommen war, durfte sich die erfolgreichste Leichtathletin der Geschichte über eine weitere Goldmedaille freuen.

Auch die Männer der USA waren über 4x400 m nicht zu schlagen und holten den letzten Titel in Katar. Für die Vereinigten Staaten war es der siebte Doppelsieg in dieser Disziplin bei Weltmeisterschaften. Der US-Männervierer siegte in 2:56,69 Minuten vor Jamaika (2:57,90) und Belgien (2:58,78). Deutsche 4x400-Staffeln waren in Doha nicht am Start.

Die sechsmalige Olympiasiegerin Felix steht nun bei einer Karrierebilanz von 13-mal Gold, dreimal Silber und zweimal Bronze bei Weltmeisterschaften - da kann selbst Usain Bolt nicht mithalten. In Katar hatte Felix bereits bei der WM-Premiere der Mixed-Staffel über die gleiche Distanz gewonnen, dort war sie im Finale gelaufen.

Nach der Geburt ihrer Tochter Camryn feierte die 33-jährige Felix im Juli ihr Comeback und qualifizierte sich für die Staffeln der USA, es ist ihre neunte WM in Serie. Zudem kämpfte sie zuletzt öffentlichkeitswirksam für Rechte von Schwangeren und damit gegen ihren einstigen Ausrüster Nike, der ihr nur einen um 70 Prozent geringeren Vertrag angeboten hatte - trotz all ihrer Erfolge. Inzwischen hat sie einen neuen Sponsor gewonnen.

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Johannes Vetter wird Dritter im Speerwurf

Johannes Vetter hat die deutschen Speerwerfer vor einer medaillenlosen WM-Pleite bewahrt. Zwei Jahre nach seinem Gold-Triumph gewann er bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft am Sonntag in Doha die Bronzemedaille. Der 26-jährige Offenburger konnte aber im Finale mit 85,37 Meter nicht glänzen. In der Qualifikation warf der deutsche Rekordler noch 89,35 Meter - damit wäre er erneut Weltmeister geworden.

Dabei waren die deutschen Speerwerfer als Gold-Favoriten angereist. Es schien nur die Frage zu sein, ob Titelverteidiger Vetter, Olympiasieger Thomas Röhler oder Andreas Hofmann der goldene Wurf gelingen würde.

Den weitesten Wurf in einem schwachen Wettbewerb schaffte Anderson Peters aus Grenada mit 86,89 Meter. Der Weltjahresbeste Magnus Kirt gewann Silber mit 86,21 Meter, obwohl sich der Este im sechsten Versuch an der Schulter verletzte und nicht weitermachen konnte. Der Mainzer Julian Weber belegte mit 81,26 Meter Platz sechs.

Für Vetter war die Vorbereitung auf die WM alles andere als optimal gewesen. „Ich versuche in diesem schwierigen Jahr, aus Scheiße Gold zu machen“, lautet deshalb sein Motto vor der Abreise nach Katar. Es ist nun Bronze geworden. Immer wieder stoppten ihn Verletzungen. Erst plagten ihn Rückenschmerzen, dann verletzte er sich an den rechten Adduktoren und und danach machten sich bei dem schnellkräftigen Kraftprotz Probleme mit dem Fuß bemerkbar. Ein abgesplittertes Knorpelstück im linken Stemmbein behinderte die WM-Vorbereitung erheblich, sogar eine Absage der Reise nach Doha stand zur Debatte.

„Es wurde mir von vielen geraten, aber letztlich haben wir uns dagegen entschieden“, sagte Vetter. Nach der WM wird er sich am Fuß operieren lassen, um beschwerdefrei in die Vorbereitung für die Olympischen Spielen 2020 in Tokio gehen zu können.

Trotz aller Handicaps hatte Vetter die Qualifikation für das Finale stark gemeistert - auf Anhieb mit 89,35 Meter. Eine Weite die Hoffnung machte. „Ich bin angelaufen und habe draufgehalten“, sagte Vetter, der vor zwei Jahren in London WM-Gold mit 89,89 Meter holte.

Olympiasieger Röhler gelang es nach wechselnden und mäßigen Leistungen vor der WM nicht, in Doha aus diesem Tief zu finden. In der Qualifikation kam der 28-Jährige aus Jena nicht über für ihn indiskutable 79,23 Meter hinaus. Röhler ärgerte sich zwar über den verpatzten Auftritt, grämte sich aber nicht lange. Denn ein größeres Ziel hat er vor sich: Tokio 2020.

„Wir haben einen Zwei-Jahres-Plan in Vorbereitung auf die Olympischen Spiele, nach dem haben wir trainiert“, sagte der Europameister. Eine Entschuldigung, nicht mal die Qualifikationsweite von 84 Metern geworfen zu haben, sei das nicht: „Das muss immer drin sein.“ Dies gilt auch für den EM-Zweiten und 90-Meter-Werfer Hofmann. Der Mannheimer verfehlte die Finalnorm mit nur 80,06 Meter ebenso klar. „Es ist so, wie es ist. Das müssen wir akzeptieren, weiter geht's“, meinte Hofmann.

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Weitspringerin Malaika Mihambo krönt Saison mit WM-Gold und Jahresbestweiter

Malaika Mihambo nahm die Glückwünsche der Konkurrentinnen bereits nach drei Versuchen entgegen - und strahlte übers ganze Gesicht. Mit beeindruckender Leichtigkeit und Souveränität ist die 25 Jahre alte Weitspringerin von der LG Kurzpfalz am Sonntagabend in Doha zu WM-Gold geflogen. Der Druck als Topfavoritin? Mihambo segelte zum siebten Mal in dieser Saison über die Sieben-Meter-Marke hinaus. Nach ihren ganz starken 7,30 Meter steht jetzt nur noch Heike Drechsler in der deutschen Bestenliste vor ihr: Sie hält seit 1988 den nationalen Rekord mit 7,48 Metern.

Die heute 54 Jahre alte Thüringerin war 1983 in Helsinki und 1993 in Stuttgart die bisher einzige deutsche Weltmeisterin in der Sandgrube, 1992 in Barcelona und 2000 in Sydney außerdem Olympiasiegerin. „Der dritte Versuch war magisch“, sagte Heike Drechsler als Fernsehzuschauerin der Deutsche Presse-Agentur. „Ich werde jetzt eine Flasche Champagner aufmachen und auf sie anstoßen.“

Silber gewann die Ukrainerin Maryna Bech-Romantschuk (6,92) vor der Nigerianerin Ese Brume mit 6,91 Metern. Die viermalige Weltmeisterin Brittney Reese aus den USA hatte das Finale um einen Zentimeter verpasst.

Mit 6,52 Meter stieg Mihambo in den Wettkampf, verschenkte dabei aber etwa einen halben Meter beim Absprung. Der zweite Satz war ungültig - aber dann: Mit der achtbesten Weite der Leichtathletik-Geschichte krönte sich Mihambo bereits im dritten Durchgang zur Weltmeisterin. „Da müsste jetzt schon ein Wunder passieren, dass jetzt noch was schiefgeht“, sagte ihr Trainer Ralf Weber auf der Tribüne.

Auch vor ihrem größten Tag ihrer Leichtathletik-Karriere hat Mihambo auf ein bewährtes Ritual zurückgegriffen: „Das tägliche Meditieren ist einfach sehr gut, hilft einem, sich zu fokussieren, aber auch gelassen zu bleiben.“ Seit ihrer Indien-Reise im vergangenen Jahr - alleine mit dem Rucksack - vertraut Mihambo darauf.

Die Olympia-Vierte ließ sich auch nicht verrückt machen, als sie mit der Weltjahresbestleistung von 7,16 Metern bei den deutschen Meisterschaften im August in Berlin endgültig zur Goldkandidatin aufstieg. „Druck gehört nun einmal zum Spitzensport. Ich empfinde das sogar als angenehm. Ehre, wem Ehre gebührt“, hatte sie vor der WM in Katar erklärt.

„7,20 Meter traue ich ihr zu“, hatte Heike Drechsler prophezeit, nachdem Mihambo in der Qualifikation in Doha auf 6,98 Meter kam - obwohl sie etwa 20 Zentimeter vor dem Balken absprang. Mihambo glänzte auch im Finale mit ihrer Schnelligkeit vor dem Brett. Sie hatte sogar die WM-Norm über 100 Meter geschafft, verzichtete aber auf einen Start, um sich ganz auf den Weitsprung zu konzentrieren.

Bei den Sommerspielen in Tokio gehört die gebürtige Heidelbergerin, deren Mutter aus Deutschland und Vater aus Sansibar stammt, nun zu den Medaillenhoffnungen - wenn sie gesund bleibt und ihre Form ins nächste Jahr bringen kann.

Nach der WM geht's aber erstmal vier Wochen in Urlaub nach Thailand. Die Studentin der Umweltwissenschaften will den Tauchschein machen, aber auch Kultur und Berge erleben. Sand hat sie das ganze Jahr genug in ihrem Sport, Strandurlaub ist eigentlich nicht ihr Ding, „Mal ein paar Stunden oder so, okay. Zehn Tage oder zwei Wochen wären - glaube ich - mein persönlicher Horror.“

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Joseph Cheptegai holt 10.000-m-Gold für Uganda

Joseph Cheptegai aus Uganda hat bei der Leichtathletik-WM in Doha Gold über 10.000 m gewonnen. Der Vizeweltmeister von London 2017 setzte sich über die 25 Stadionrunden am Abschlusstag der Titelkämpfe in der Jahresweltbestzeit von 26:48,36 Minuten vor Yomif Kejelcha (Äthiopien/26:49,34), Schützling des gesperrten Trainers Alberto Salazar, und Rhonex Kipruto aus Kenia (26:50,32) durch.

Cheptegai ist der erste Weltmeister seit 36 Jahren über die Distanz, der nicht den drei beherrschenden Nationen Kenia, Äthiopien und Großbritannien entstammt. Bei der ersten WM 1983 in Helsinki hatte der Italiener Alberto Cova gewonnen.

Zuletzt hatte bei Weltmeisterschaften dreimal in Folge der mittlerweile auf die Marathonstrecke gewechselte Brite Mo Farah über die längsten Stadiondistanz triumphiert. Davor hatte es fünf äthiopische Siege gegeben, vier davon in Serie durch Weltrekordler Kenenisa Bekele von 2003 bis 2009. Kenia muss seit 2001 auf einen Sieg über 10.000 m warten.

Deutsche Läufer waren in Doha nicht am Start, die letzte deutsche Medaille bleibt somit Bronze durch DDR-Athlet Hansjörg Kunze 1987 im Rom.

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Cheruiyot gewinnt 1500 m mit größtem Vorsprung der WM-Geschichte

Der Kenianer Timothy Cheruiyot hat bei der Leichtathletik-WM in Doha überlegen Gold über 1500 m gewonnen. Der 23-Jährige setzte sich in hochklassigen 3:29,26 Minuten mit dem größten Vorsprung in der Weltmeisterschafts-Geschichte über diese Distanz vor Taoufik Makhloufi (Algerien/3:31,38) durch. Bronze ging an Polens EM-Zweiten Marcin Lewandowski (3:31,46).

Doppel-Europameister Jakob Ingebrigtsen (Norwegen) wurde Vierter, Olympiasieger Matthew Centrowitz (USA) belegte nur Rang acht. Amos Bartelsmeyer (Frankfurt) war im Halbfinale ausgeschieden. Titelverteidiger Elijah Manangoi (Kenia) hatte seinen Start verletzungsbedingt abgesagt.

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Hürdenläuferin Cindy Roleder verpasst das Finale

Die frühere Europameisterin Cindy Roleder (Halle/Saale) hat bei der Leichtathletik-WM in Doha das Finale über 100 m Hürden klar verpasst. Die 30-Jährige wurde am Abschlusstag der Wettkämpfe in Katar im ersten von drei Halbfinals in 12,86 Sekunden Vierte und verfehlte damit den zum direkten Einzug in den Endlauf (19.50 Uhr MESZ) benötigen Platz unter den besten Zwei.

Auch zu den insgesamt beiden weiteren Zeitschnellsten gehörte Roleder nicht. Ihre Saisonbestzeit von 12,76 aus dem Vorlauf am Samstag hätte ebenfalls nicht für die Entscheidung der besten Acht gereicht, dazu hätte Roleder 12,65 laufen müssen.

In Roleders stark besetzem Lauf siegte die Peking-Weltmeisterin und Jahresweltbeste Danielle Williams (Jamaika) in 12,41 Sekunden vor der zweimaligen Hallen-Weltmeisterin Nia Ali (USA/12,44) sowie der Niederländerin Nadine Visser, die in 12,62 Landesrekord lief. Weltrekordlerin Kendra Harrison (USA) gewann ihr Halbfinale in 12,58 Sekunden, im letzten Durchgang lag die Nigerianerin Tobi Amusan (12,48) vorne,