Katrin Krabbe über Selbstmord von Ehemann: "Immer wieder Wut"

Mann von ehemaliger Sprinterin beging Selbstmord: Krabbe: "Immer wieder Wut"

Die frühere Weltklasse-Sprinterin Katrin Krabbe hat sich mit bewegenden Worten zum Tod ihres Mannes Michael Zimmermann geäußert.

"Am Anfang habe ich gar nichts gefühlt. Natürlich gibt es immer wieder Wut, dass er mich und die Kinder zurück gelassen hat", sagte die 45-Jährige im "Nachtcafe" des SWR. "Meine Söhne spielen Handball in Berlin und Magdeburg. Ich musste erst zum einen fahren und dann zum anderen, um ihnen die Nachricht zu überbringen. Etwas Schlimmeres gibt es nicht."

"Hätte Michael mich eingeweiht in seinen Plan, sich das Leben zu nehmen, ich hätte es nicht akzeptiert", erzählte die frühere Spitzensportlerin, die 1991 in Tokio Doppel-Weltmeisterin über 100 und 200 Meter geworden war. "Es gibt immer andere Möglichkeiten; das Leben ist zu wertvoll."

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Als "schwere Zeit" beschrieb Krabbe-Zimmermann jene Phase, nachdem ihr Mann Ende 2008 wegen Steuerhinterziehung verurteilt worden war. "Die Privatinsolvenz hat ihn stark verändert, er hatte große Schuld- und Schamgefühle. Seine Entscheidung zu gehen, muss ich akzeptieren." Die Leiche des früheren erfolgreichen Ruderers war Anfang Mai in seinem Auto in der Nähe von Neustrelitz entdeckt worden.

(dpa)