European Championships 2018: Speerwerfer demonstrieren Klasse - Zehnkämpfer Arthur Abele darf auf Medaille hoffen

European Championships 2018 : Speerwerfer demonstrieren Klasse - Abele darf auf Medaille hoffen

Die Speerwerfer ließen die Muskeln spielen und meldeten in der Qualifikation Ansprüche auf den kompletten Medaillensatz an, Zehnkämpfer Arthur Abele darf trotz eines kleines Rückschlags weiter auf Edelmetall hoffen: Bei der Leichtathletik-EM in Berlin liegen die deutschen Athleten aussichtsreich im Rennen.

Speerwurf-Weltmeister Johannes Vetter (Offenburg) dominierte mit 87,39 m die Qualifikation und erreichte wie Olympiasieger Thomas Röhler (Jena/85,47) als Zweitplatzierter und der deutsche Meister Andreas Hofmann (Mannheim/82,36) auf Rang sechs das Finale am Donnerstag (20.22 Uhr). Alle drei bestätigten ihre starke Form.

"Hätte ich eine Ansage machen wollen, hätte ich die 91,20 m vom letzten Jahr noch einmal ausgepackt. Es war ein ziemlicher Sicherheitswurf", sagte Vetter in der ARD. Röhler ergänzte: "Ich bin sehr viel gerutscht. Aber Ende gut, alles gut. Ich bin zufrieden mit der Qualifikation."

Zehnkämpfer Abele liegt vor den abschließenden beiden Wettbewerben am Mittwochabend auf Platz drei. Der Ulmer vergab eine noch bessere Ausgangsposition im Stabhochsprung. Dort übersprang er lediglich seine Einstiegshöhe von 4,60 m und scheiterte danach dreimal an 4,80 m. Abeles Bestleistung steht bei 5,01 m.

"Die Anlage hier ist ein wenig seltsam. Erst geht es beim Anlauf 20 Meter bergan, dann gibt es einen Knick und es geht 20 Meter bergab - das liegt mir gar nicht", sagte er.

Der Brite Tim Duckworth eroberte mit 5,10 m die Führung zurück und liegt mit 6930 Punkten vor dem neutralen Athleten Ilja Schkurenjow (6860) und Abele (6832). Duckworth ist aber im Vergleich zu Abele ein deutlich schlechterer Speerwerfer und 1500-m-Läufer.

In Homiyu Tesfaye (LG Eintracht Frankfurt) und Timo Benitz (LG Nordschwarzwald) stürmten gleich zwei deutsche Läufer über 1500 m ins Finale. Tesfaye wurde in seinem Vorlauf nach tollem Finish in 3:49,28 Minuten Zweiter. Benitz (3:41,01) qualifizierte sich über die Zeitregel für das Finale am Freitag (21.50 Uhr). Ausgeschieden ist hingegen Marius Probst (Wattenscheid/3:42,37) nach Platz acht in seinem Durchgang.

Über 200 m erreichte der deutsche Meister Robin Erewa (Wattenscheid) nur mit Mühe das Halbfinale. Der 27-Jährige zog in 20,69 Sekunden als einer der beiden Zeitbesten in die Vorschlussrunde am Mittwoch (20.15 Uhr) ein.

Steven Müller (Friedberg/20,78) buchte als Zweiter seines Rennens das direkte Ticket für das Halbfinale. Der deutsche Jahresschnellste Aleixo Platini Menga (Leverkusen) war bereits über die Setzliste für die nächste Runde qualifiziert.

Bei den Hürdensprinterinnen zog Ricarda Lobe (Mannheim) ins Halbfinale am Donnerstag (19.25 Uhr) ein. Lobe gewann ihren Lauf in 13,03 Sekunden. Franziska Hofmann (Chemnitz) schied mit einer Zeit von 13,23 aus. Titelverteidigerin Cindy Roleder (Halle) und die WM-Dritte Pamela Dutkiewicz (Wattenscheid) waren direkt für das Halbfinale gesetzt.

Einen erfolgreichen Auftritt hatten auch die deutsche Meisterin Neele Eckhardt (Göttingen) und die Hallen-Europameisterin Kristin Gierisch (Chemnitz), die das Dreisprungfinale am Freitag (20.07 Uhr) erreichten. Über 400 m ist die deutsche Meisterin Nadine Gonska hingegen im Vorlauf ausgeschieden.

In unserem Liveblog zu den gesamten European Championships halten wir Sie auch heute hier auf dem Laufenden.

(rent/sid)
Mehr von RP ONLINE