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Dopingfall Russische Olympiasiegerin Antjuch verliert Olympia-Gold

Update | Berlin · Der russischen Leichtathletin Natalja Antjuch ist zehn Jahre nach den Olympischen Sommerspielen in London ihre Goldmedaille über 400 Meter Hürden aberkannt worden. Der Internationale Sportgerichtshof Cas hatte die schon zurückgetretene Antjuch bereits im Frühjahr wegen anderer Vergehen für vier Jahre gesperrt.

 Natalja Antjuch bei den Olympischen Spielen in London im Jahr 2012.

Natalja Antjuch bei den Olympischen Spielen in London im Jahr 2012.

Foto: dpa/Franck Robichon

Wie die Unabhängige Integritätskommission AIU des Leichtathletik-Weltverbandes am Montag bekannt gab, werden die Ergebnisse der des Dopings überführten Antjuch rückwirkend um ein weiteres Jahr annulliert. Damit könnte der zweitplatzierten US-Amerikanerin Lashinda Demus nachträglich Gold zugesprochen werden.

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Foto: AFP

Die nicht mehr aktive Antjuch war zuvor bereits vom Internationalen Sportgerichtshof CAS bestraft worden. Im Frühjahr 2021 wurde die 41-Jährige mit einer vierjährigen Sperre belegt, alle Resultate der Hürdenläuferin zwischen dem 30. Juni 2013 und 31. Dezember 2015 wurden vom CAS annulliert. Grundlage war der Report von Richard McLaren, dem Sonderermittler der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA).

Diesen Zeitraum hat die AIU nun bis zum 15. Juli 2012 verlängert, zwölf Tage vor dem Start der Sommerspiele in London. Antjuch habe eine „verbotene Substanz oder Methode“ verwendet. Zuvor war der russischen 4x400-Meter-Staffel von 2012 bereits aufgrund eines positiven Dopingstests bei einer ehemaligen Teamkollegin von Antjuch Olympia-Silber aberkannt worden.

(dpa/dni)
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