"Die Finals" 2019 in Berlin: Sprinstar Gina Lückenkemper hakt verpassten Titel über 100 m ab

Sprintstar mit Platz zwei zufrieden : Für Lückenkemper zählt nur die WM

Gina Lückenkemper musste sich über 100 Meter bei den "Finals" geschlagen geben. Die 22-Jährige war dennoch zufrieden. Für sie sind die deutschen Meisterschaften der Leichtathleten in Berlin nur eine „Zwischenstation“ auf dem Weg zur WM in Doha.

Sprintstar Gina Lückenkemper hatte den verpassten Titel-Hattrick über 100 m schnell abgehakt. Schließlich waren die deutschen Meisterschaften der Leichtathleten in Berlin für die Vize-Europameisterin "nur eine Zwischenstation" zum ganz großen Ziel, sagte Lückenkemper: "Ich habe noch fast zwei Monate Zeit bis zum Höhepunkt, bei der WM in Doha will richtig performen. Da zählt es für mich."

Im Olympiastadion hatte sich Lückenkemper am Samstagabend nach 11,20 Sekunden Tatjana Pinto (11,08/Paderborn) geschlagenen geben müssen, auch weil die 22-Jährige einmal mehr einen schwachen Start erwischt hatte. Doch die Planungen der Berlinerin und ihres Trainers Ulrich Kunst sind ganz auf die Wüsten-WM (27. September bis 6. Oktober) ausgerichtet. "Da will ich wieder unter elf Sekunden laufen", sagte Lückenkemper, deren Bestleistung bei 10,95 Sekunden liegt.

Nun liegen Wochen mit viel Arbeit vor Lückenkemper. "Ordentlich trainieren", hat sie sich vorgenommen. Unter anderem steht noch einmal ein Trainingslager mit dem deutschen Sprintkader auf dem Programm. Das werde noch einmal "ein ganz anderes Training von der Qualität und Intensität", sagte die Sprinterin, die sich sonst oft alleine quälen muss.

Pinto deutete ihren Sieg als "Comeback" nach vielen Rückschlägen durch Verletzungen. Vor der Saison wechselte die 27-Jährige zu ihrem neuen Trainer Rana Reider, die Zusammenarbeit zahlt sich schon jetzt aus. Alles laufe nun "akribischer" ab, sagte Pinto, die im Vergleich zu Lückenkemper beim Angriff auf die magische 11-Sekunden-Marke aber eher zurückhaltend blieb. "Da gehört schon viel dazu, vielleicht auch ein bisschen Glück", sagte Pinto.

Lückenkemper akzeptierte hinterher ihre Niederlage. "Man muss auch fairerweise sagen, dass Tatjana heute bedeutend besser war und echt ein saustarkes Rennen geliefert hat", sagte sie. Doch für Lückenkemper "zählt es" in Doha.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist Gina Lückenkemper

(sid/old)
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