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Handball-WM: Tschechien zieht sich wegen Corona-Fällen zurück

Wegen Corona : Tschechiens Handballer nicht zur WM nach Ägypten

Tschechien hat sich von der Handball-Weltmeisterschaft in Ägypten zurückgezogen. Grund sind zahlreiche Corona-Infektionen. Nordmazedonien rückt nach, weitere Rückzüge sind nicht ausgeschlossen.

Tschechiens Handballer werden wegen einer Flut von Coronafällen nicht an der am Mittwoch beginnenden WM in Ägypten teilnehmen. Dies teilte Verbandschef Jaroslav Chvalny am Dienstagnachmittag schweren Herzens auf einer Pressekonferenz mit. Insgesamt 17 Personen aus der Betreuerstab und dem Team sind demnach vom Coronavirus betroffen, "sie sind nicht in der Lage, nach Ägypten zu reisen", hieß es in der Erklärung.

Die Exekutive des Verbandes habe sich daher dafür entschieden, nicht bei der WM anzutreten. Unter den Erkrankten befinden sich auch die Cheftrainer Jan Filip und Daniel Kubes. "Ich kann nur sagen, dass die Situation mehr als kritisch ist", hatte Kubes dem SID gesagt.

Nach Beratungen am Morgen habe am Mittag festgestanden, dass man nicht zur WM reise. "Wir haben kein Licht am Ende des Tunnels gesehen", sagte Chvalny. Filip meinte nach der Entscheidung: "Es schmerzt sehr, wir haben uns so darauf gefreut." Erster Nachrücker für die WM ist Nordmazedonien. Die Mannschaft trifft damit in der Gruppe D am Donnerstag auf Schweden, weitere Gegner sind Gastgeber Ägypten und Chile.

Dem WM-Ausrichter drohen noch weitere Absagen. Einen Tag vor Beginn war gleich bei mehreren Teams das Coronavirus ausgebrochen. Auch der deutsche Vorrundengegner Kap Verde soll Medienberichten zufolge betroffen sein, bei den USA sind nach Angaben von Nationaltrainer Robert Hedin gar 18 Spieler an COVID-19 erkrankt. Auch er selbst habe sich infiziert, bestätigte der Coach der norwegischen Zeitung Aftenposten.

"Das ist unglaublich heftig", sagte Hedin und ergänzte: "Wir schicken am Mittwoch zwölf Spieler nach Ägypten, aber wir haben keine Abwehr." Die US-Handballer bereiten sich in Norwegen auf das Mega-Turnier am Nil vor. Mit zum vor dem Ausbruch nominierten Team zählen auch sieben in Deutschland aktive Spieler, allerdings steht keiner von ihnen bei einem Erstligisten unter Vertrag.

Medienberichten zufolge sollen auch beim deutschen Vorrundengegner Kap Verde sieben Coronafälle aufgetreten sein. Der Außenseiter bereitet sich in Portugal auf seine erste WM-Teilnahme vor. Welche Auswirkungen die Fälle haben, war zunächst unklar.