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LIVE Liveblog zur Handball-WM Bundestrainer nominiert Stutzke und Zerbe nach - Drux verlässt das Team

Düsseldorf · Deutschland verlor im Viertelfinale der Handball-WM gegen Frankreich. Nun geht es in der Platzierungsrunde um die Plätze fünf bis acht. Für die Spiele kommen zwei Neue zum Team. In unserem Liveblog bekommen Sie alle Infos rund um das gesamte Turnier.

Handball-WM 2023: Die Übersicht der kommenden Spielen - Infos
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Handball-WM 2023: Der komplette Spielplan

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Foto: dpa/Tom Weller
Phillip Oldenburg
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Das DHB-Team ist in Stockholm angekommen.
Christina Rentmeister
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Bundestrainer nominiert zwei Handballer für Platzierungsspiele nach - Drux von WM abgereist

Mit zwei neuen Spielern gehen die deutschen Handballer in die Platzierungsspiele bei der Weltmeisterschaft in Polen und Schweden. Für den nach einer Erkältung angeschlagenen Berliner Paul Drux nominierte Bundestrainer Alfred Gislason am Donnerstag Rückraumspieler Lukas Stutzke vom Bergischen HC nach. Zudem stieß Rechtsaußen Lukas Zerbe vom TBV Lemgo-Lippe als Entlastung für die rechte Seite zum Team.

Während die Mannschaft am Tag nach der 28:35-Viertelfinalniederlage in Danzig gegen Frankreich zu den Platzierungsspielen nach Stockholm flog, reiste Drux mit dem Zug zurück nach Berlin. Der 27-Jährige hatte nach Angaben des Deutschen Handballbundes (DHB) seine Energiereserven beim Spiel gegen die Franzosen aufgebraucht, nachdem er zuvor im letzten Gruppenspiel gegen Norwegen wegen einer Erkältung pausiert hatte.

In der Platzierungsrunde um Rang fünf treffen die deutschen Handballer an diesem Freitag (15.30 Uhr/ARD) auf Afrikameister Ägypten. Zum Abschluss der WM ist dann am Sonntag entweder Ungarn oder erneut Norwegen der Kontrahent.
Christina Rentmeister
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Beste TV-Quote: 7,49 Millionen sehen Viertelfinal-Aus der Handballer

Beim Aus im Viertelfinale haben die deutschen Handballer die bisher beste Einschaltquote der WM erreicht. Durchschnittlich 7,49 Millionen Menschen sahen die Niederlage der DHB-Auswahl gegen Frankreich am Mittwochabend im ZDF. Das ergab nach Angaben der AGF Videoforschung einen Marktanteil von 26,5 Prozent.

Die Übertragung aus Danzig war die erfolgreichste TV-Sendung des Tages. Den bisherigen Bestwert hatte es mit 6,99 Millionen Zuschauern (23,5 Prozent) beim Spiel gegen Norwegen gegeben. Die Zusammenfassungen der Fußball-Bundesliga in der „Sportschau“ der ARD kam hingegen am späten Abend nur auf durchschnittlich 1,97 Millionen TV-Zuschauer (Marktanteil 13,2 Prozent). 
(dpa)
Christina Rentmeister
Christina Rentmeister
Das Aus im Viertelfinale gegen Frankreich und die am Ende doch klare Niederlage zeigen, dass das deutsche Team noch nicht wieder mit der Weltspitze mithalten kann. Der Frust - vor allem über die zweite Halbzeit - war den Spielern anzumerken. Dennoch gibt es auch viele positive Erkenntnisse nach dieser WM für Bundestrainer Alfred Gislason und seine Mannschaft. Warum das Team zwischen Frust und Stolz schwankt, lesen Sie hier:

Christina Rentmeister
Christina Rentmeister

Schock für Gastgeber Schweden: Flensburger Gottfridsson bricht sich die Hand

Schwerer Rückschlag für die Titelträume des WM-Gastgebers: Schwedens Handballer müssen für den Rest des Turniers auf ihren Denker und Lenker Jim Gottfridsson verzichten. Der Spielmacher des Europameisters und der SG Flensburg-Handewitt brach sich im Viertelfinale gegen Ägypten (26:22) die linke Hand und wird für Monate ausfallen. Das WM-Halbfinale in der Tele2-Fußballarena gegen Deutschland-Bezwinger Frankreich findet am Freitag (21.00 Uhr/sportdeutschland.TV) ohne ihn statt.

„Es ist furchtbar frustrierend, weil ich das Gefühl hatte, dass sowohl ich als auch die Mannschaft bislang ein sehr gutes Turnier gespielt haben“, sagte Gottfridsson: „Ich habe davon geträumt, zu Hause ein WM-Finale zu spielen.“ Bei Instagram schrieb der 30-Jährige in der Nacht zu Donnerstag, er sei „verärgert, traurig und enttäuscht“.

Der Rückraumspieler, der beim schwedischen EM-Triumph vor einem Jahr als wertvollster Spieler ausgezeichnet worden war, hatte sich die Verletzung schon nach sieben Minuten des Ägypten-Spiels zugezogen. „Ich glaube, ich bin im Trikot eines Gegenspielers hängen geblieben“, sagte Gottfridsson. Mit einem dicken Verband hatte er die Arena in Stockholm verlassen. Im Krankenhaus folgte dann die niederschmetternde Diagnose.

Die Verletzung Gottfridssons trifft auch die Flensburger hart. Der Tabellenfünfte der Bundesliga wird in den kommenden Wochen auf seinen Leistungsträger verzichten müssen.
Christina Rentmeister
Christina Rentmeister

Bundestrainer kritisiert nach Viertelfinal-Aus den WM-Spielplan

Nach der klaren 28:35-Niederlage der deutschen Handballer im WM-Viertelfinale gegen Frankreich gratulierte Bundestrainer Alfred Gislason dem Gegner fair, dann redete er sich über den Modus bei der Endrunde in Polen und Schweden leicht in Rage. „Was mich ein bisschen ärgert, ist der Spielplan. Es ist ein Unterschied, ob man zwei Tage frei hat vor solch einem Spiel oder nur einen, so wie wir. Das war ein großer Faktor“, sagte der 63-Jahre alte Isländer.

Während der Olympiasieger und Rekord-Weltmeister aus Frankreich sein letztes Hauptrundenspiel bereits am vergangenen Sonntag bestreiten konnte, musste die DHB-Auswahl am Montagabend noch gegen Norwegen ran und am spielfreien Dienstag von Kattowitz nach Danzig fliegen. „Das war schon eine große Belastung. Wir konnten uns auf das Spiel gar nicht richtig vorbereiten“, klagte Gislason.

Es sei „schade“, dass es bei einer WM-Austragung in verschiedenen Ländern „die eine Mannschaft deutlich mehr treffe als die andere“, monierte der Bundestrainer und fügte hinzu: „Es ist natürlich nicht ideal, wenn eine WM in zwei Ländern ausgetragen wird und der eine mehr reisen muss als der andere. Natürlich kann man das schönreden, aber die Wahrheit ist: das ist eine deutliche Mehrbelastung für die Mannschaft, die reisen muss.“

Der Sieg der Franzosen sei zwar verdient, stellte Gislason fest, „aber nicht in dieser Höhe“. Das am Ende deutliche Ergebnis schrieb er auch dem Kräfteverschleiß im DHB-Team zu. Vor allem bei den Vielspielern seien in der Schlussphase „die Batterien ausgegangen“, sagte Gislason.

Vor dem Duell mit Afrikameister Ägypten am Freitag in Stockholm gelte es nun, die Akkus wieder aufzuladen. „Das wird aber nicht einfach, denn wir haben schon wieder einen Reisetag. Da haben wir nicht viel Zeit“, sagte der Bundestrainer. Dennoch versprach Gislason: „Wir werden alles reinwerfen, um das Spiel zu gewinnen und das bestmögliche Ergebnis aus diesem Turnier herauszuholen.“
Stefan Janssen
Stefan Janssen

Für Deutschland geht es noch um Rang fünf


Das Ziel einer Medaille hat die DHB-Auswahl mit der Viertelfinal-Pleite gegen Frankreich leider verfehlt. Beendet ist das Turnier damit aber noch nicht: In zwei Spielen wird die endgültige Platzierung zwischen Rang fünf und acht ermittelt. 

Deutschland spielt dabei zunächst am Freitag, 27. Januar um 15.30 Uhr gegen Ägypten. Die Nordafrikaner verloren im Viertelfinale gegen Schweden. Bei einem Sieg geht es am Sonntag um den fünften Platz, bei einer Niederlage um den siebten. Gegner ist jeweils entweder Ungarn oder Norwegen. 
Stefan Janssen
Stefan Janssen
Deutschlands Handballer haben das WM-Halbfinale verpasst. Olympiasieger Frankreich war im Viertelfinale am Ende eine Nummer zu groß.
Stefan Janssen
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Deutschland scheidet aus


Das war's, Deutschland scheitert im Viertelfinale an Frankreich. Am Ende steht es aus Sicht der DHB-Auswahl 28:35.
Stefan Janssen
Stefan Janssen
Die DHB-Auswahl trifft weiter das Tor nicht, Frankreich schon. 32:25 nach 57 Minuten. Das Ding ist durch.
Stefan Janssen
Stefan Janssen
Deutschland scheitert wieder und wieder an Desbonnet. So wird das hier nichts mehr. Weiter 30:25 für Frankreich, noch fünf Minuten.
Stefan Janssen
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Und das führt nach Ballverlust direkt zum 25:30. 
Stefan Janssen
Stefan Janssen
Gislason nimmt nochmal eine Auszeit. Es steht 29:25 für Frankreich, zu spielen sind noch acht Minuten. Deutschland wird ab jetzt Torwart Andreas Wollf raus nehmen.
Stefan Janssen
Stefan Janssen
Es wird immer schwieriger. Neun Minuten vor Schluss führt Frankreich jetzt mit fünf Toren, 29:24.
Stefan Janssen
Stefan Janssen
Desbonnet steht jetzt bei einer Quote von 45 Prozent, weshalb Frankreich weiter mit drei Toren vorne ist. 27:24 nach 49 Minuten.
Stefan Janssen
Stefan Janssen
Frankreich zieht allmählich davon, weil Deutschland zu wenig trifft. 22:25 ist der Rückstand nach 44:29 Minuten. Die Franzosen bekommen jetzt aber eine Zwei-Minuten-Strafe. Vielleicht die Chance, um wieder reinzukommen.
Stefan Janssen
Stefan Janssen
Auszeit Deutschland, denn bei Frankreich sitzt jetzt alles, während das DHB-Team ein ums andere Mal an Desbonnet scheitert. 22:20 Frankreich nach 41 Minuten.
Stefan Janssen
Stefan Janssen
Alles kann Wolff jedoch auch nicht verhindern, Frankreich gleicht wieder aus, 20:20 nach gut 40 Minuten. Auch der französische Keeper Desbonnet hält jetzt immer wieder stark.
Stefan Janssen
Stefan Janssen
Andreas Wolff mit einer überragenden Quote von 42 Prozent abgewehrten Bällen. 20:18 nach gut 38 Minuten.
Stefan Janssen
Stefan Janssen
Deutschland schlägt aber gleich zurück und dreht das Spiel wieder. 19:17 nach 33 Minuten. 
Stefan Janssen
Stefan Janssen
Und die zweite Hälfte läuft. Deutschland vertändelt im ersten Angriff den Ball und Frankreich geht im anschließenden Konter mit 17:16 in Führung.
Stefan Janssen
Stefan Janssen
DHB-Teammanager Oliver Roggisch sah "perfekte erste 15 Minuten, besser geht's nicht", wie er im ZDF sagte. "Dann machen wir leider ein paar Fehler zu viel." So kam Frankreich aus einem Vier-Tore-Rückstand zurück. Der um 22 Minuten verzögerte Anwurf hat laut Roggisch keinen Einfluss auf die Partie: "Es betrifft beide Mannschaften, von daher ist es egal."
Stefan Janssen
Stefan Janssen

Unentschieden zur Pause


Sekunden vor Schluss der ersten Hälfte schlägt Frankreich nochmal zu und es geht in einem spannenden Spiel mit 16:16 in die Halbzeit. 
Stefan Janssen
Stefan Janssen
Andreas Wolff ist bislang ein wichtiger Faktor dafür, dass es Unentschieden steht: Laut ZDF steht der deutsche Keeper schon bei acht Paraden, sein Pendant auf französischer Seite dagegen bei null. 
Stefan Janssen
Stefan Janssen
Jetzt geht es hin und her. 14:14 nach 23 Minuten.
Stefan Janssen
Stefan Janssen

Frankreich gleicht aus!


In nur anderthalb Minuten machen die Franzosen vier Tore und stellen auf 11:11. 18:44 Minuten sind gespielt, Bundestrainer Gislason nimmt eine Auszeit.
Stefan Janssen
Stefan Janssen
Mit zwei Siebenmetern kommt Frankreich wieder heran, nur noch 9:11, 18 Minuten gespielt.
Stefan Janssen
Stefan Janssen
Auszeit nach einer Viertelstunde. Deutschland macht es bisher, auch dank eines starken Andreas Wolff im Tor, richtig gut und führt 11:7. 
Stefan Janssen
Stefan Janssen
Deutschland mit einem richtig guten Beginn ins Spiel. Nach knapp 8 Minuten steht es 7:4 für die DHB-Auswahl. 
Stefan Janssen
Stefan Janssen
Auf geht's! So beginnt die deutsche Mannschaft.
Stefan Janssen
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Die Mannschaften haben sich warm gemacht und laufen jetzt in die Halle in Danzig ein. Anwurf um 20.52 Uhr sollte klappen.
Maximilian Lonn
Maximilian Lonn

WM-Viertelfinale gegen Frankreich beginnt später


Der Beginn des WM-Viertelfinales der deutschen Handballer gegen Frankreich verzögert sich. Weil das Duell zwischen Norwegen und Spanien am Mittwoch in Danzig in die zweimalige Verlängerung ging, kann die Partie der DHB-Auswahl gegen den Olympiasieger nicht wie geplant um 20.30 Uhr angepfiffen werden. Neue Anwurfzeit ist um 20.52 Uhr. 

„Das ist für uns vielleicht ein Vorteil. Die Franzosen kennen den Ablauf vor so einem Viertelfinale etwas besser. Jetzt ist es für alle neu“, sagte DHB-Sportvorstand Axel Kromer im ZDF. (dpa/sid)


Maximilian Lonn
Maximilian Lonn

Dänemark und Spanien im Halbfinale der Handball-WM


Dänemark darf bei der Handball-Weltmeisterschaft weiter vom dritten Titel nacheinander träumen. Der Gold-Gewinner von 2019 und 2021 qualifizierte sich am Mittwoch durch ein lockeres 40:23 (21:12) gegen Ungarn souverän für das Halbfinale.

Dort kommt es am Freitag zum Duell mit Spanien. Der EM-Zweite setzte sich in einem dramatischen Viertelfinale gegen Norwegen nach zweimaliger Verlängerung mit 35:34 (29:29, 25:25, 13:12) durch.

Die Dänen demonstrierten in einer einseitigen Partie in Stockholm ihre Klasse und untermauerten eindrucksvoll ihre Ambitionen auf den erneuten Titelgewinn. Bester Werfer für das Team von Trainer Nikolaj Jacobsen war Mathias Gidsel vom Bundesliga-Spitzenreiter Füchse Berlin mit neun Toren.

Wesentlich spannender ging es in Danzig zu, wo sich beide Teams einen irren Schlagabtausch lieferten. In der regulären Spielzeit schaffte Spanien trotz Unterzahl in letzter Sekunde den Ausgleich zum 25:25 und erzwang damit die Verlängerung, in der es nach zehn Minuten zunächst ebenfalls keinen Sieger gab. Erst nach der zweiten Extra-Schicht jubelte der Europameister von 2018 und 2020. (dpa)
Stefan Janssen
Stefan Janssen

Deutschland gegen Frankreich wieder mit Rückraumspieler Drux


Die deutschen Handballer können im WM-Viertelfinale wieder auf Paul Drux bauen. Der 27 Jahre alte Rückraumspieler hat sich nach einem auskurierten Erkältungsinfekt für die Partie gegen Olympiasieger Frankreich am Mibttwoch (20.30 Uhr/ZDF) in Danzig rechtzeitig fit gemeldet. Dies teilte der Deutsche Handballbund 90 Minuten vor dem Anpfiff mit. Drux hatte die letzte Hauptrundenpartie gegen Norwegen (26:28) am vergangenen Montag verpasst, am Dienstag aber schon wieder mit der Mannschaft trainiert. (dpa)
Stefan Janssen
Stefan Janssen
Bevor die deutsche Nationalmannschaft um 20.30 Uhr gegen Frankreich antritt, wird aktuell bereits das erste Halbfinale ermittelt. Die Sieger aus Dänemark gegen Ungarn und Norwegen gegen Spanien treffen dabei aufeinander. Die DHB-Auswahl würde bei einem Weiterkommen auf Schweden oder Ägypten treffen. 
Stefan Janssen
Stefan Janssen
Bruno Martini, Präsident der französischen Handball-Liga, ist wegen des Verdachts des Missbrauchs Minderjähriger sowie des Besitzes kinderpornografischer Aufnahmen festgenommen worden. Der 52-Jährige hat die Taten Berichten zufolge zugegeben. 
Stefan Janssen
Stefan Janssen
Das DHB-Team bereitet sich auf den Kracher gegen Frankreich vor. In etwas mehr als drei Stunden geht es los!
Phillip Oldenburg
Phillip Oldenburg

DHB-Team braucht ein "nahezu perfektes Spiel"

Die Hoffnung lebt, die Zuversicht ist groß: Deutschlands Handballer glauben im WM-Viertelfinale gegen Frankreich trotz Außenseiterchancen an einen Coup. „Wir brauchen ein nahezu perfektes Spiel. Ich bin mir sicher, dass wir unsere Siegchancen bekommen werden. Wir müssen am oberen Limit spielen“, sagte DHB-Sportvorstand Axel Kromer. 
Das Duell mit dem Olympiasieger am heutigen Mittwochabend (20.30 Uhr/ZDF) in Danzig ist das erste deutsche K.o.-Rundenspiel bei einer Weltmeisterschaft seit vier Jahren. Der Gegner könnte mit dem Rekordweltmeister größer kaum sein. Das deutsche Team von Bundestrainer Alfred Gislason strotzt trotz der ersten WM-Niederlage am Montag gegen Norwegen (26:28) aber vor Selbstvertrauen.
„Wir haben einen Plan und sind wirklich gut. Die Franzosen lachen nicht über uns, sondern werden vor uns auch Respekt haben“, sagte Kromer vor dem „Riesenspiel“ in der Ergo Arena. Das Team müsse jedoch „eine Schippe drauflegen, dann haben wir gegen Frankreich sehr gute Chancen“, glaubte der Top-Funktionär. 
Die bisherigen Turniereindrücke stimmen Kromer mit Blick auf die Heim-EM im kommenden Jahr sehr zuversichtlich. Auch der Zuschauerzuspruch, gegen Norwegen schauten im Schnitt knapp sieben Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer vor den Fernsehern zu, sieht der DHB-Sportchef positiv. „Die Euphorie ist total gut für Sport-Deutschland“, sagte Kromer. Allerdings wolle das Team „natürlich gern noch mehr holen als das Viertelfinale“, ergänzte er. 
Phillip Oldenburg
Phillip Oldenburg
Spieltag! Mit Rekordweltmeister Frankreich wartet ein dicker Brocken auf das DHB-Team.
Stefan Janssen
Stefan Janssen

Handball-WM mit Bestmarke: Fast sieben Millionen TV-Zuschauer


Die Handball-Begeisterung wächst weiter. Trotz des zuvor bereits feststehenden Viertelfinal-Einzugs haben die deutschen Handballer beim sechsten WM-Spiel am Montagabend die bisher meisten Zuschauer vor den Fernseher gelockt. Durchschnittlich 6,992 Millionen Menschen sahen die 26:28-Niederlage der DHB-Auswahl gegen Norwegen in der ARD. Das ergab nach Angaben der AGF Videoforschung einen Marktanteil von 23,5 Prozent.

Die Übertragung aus Kattowitz war die erfolgreichste TV-Sendung des Tages und das bisher erfolgreichste WM-Spiel im deutschen Fernsehen. Den bisherigen Bestwert hatte es mit 6,27 Millionen Zuschauern (25,5 Prozent) beim Spiel gegen Serbien gegeben. (dpa)
Stefan Janssen
Stefan Janssen

Kreisläufer Zechel vor WM-Viertelfinale nachnominiert


Handball-Bundestrainer Alfred Gislason hat Tim Zechel vor dem WM-Viertelfinale gegen Frankreich nachnominiert. Der 26 Jahre alte Kreisläufer des HC Erlangen stößt im Laufe des Dienstags in Danzig zur deutschen Mannschaft. Das teilte der Deutsche Handballbund (DHB) am Morgen mit.

Gislason kann im Duell mit dem Olympiasieger am Mittwoch (20.30 Uhr/ZDF) damit aus einem nun 17-köpfigen Kader seine 16 Spieler für das K.o.-Spiel berufen. Zechel hatte ab dem 2. Januar die komplette WM-Vorbereitung mit dem deutschen Team bestritten, war aber vor der Abreise nach Polen aussortiert worden.

Paul Drux von Bundesliga-Spitzenreiter Füchse Berlin reiste am Dienstagvormittag von Kattowitz aus mit an die polnische Ostseeküste. Der Rückraumspieler hatte am Montagabend aufgrund eines Erkältungsinfektes den Hauptrundenabschluss gegen Norwegen (26:28) verpasst. Der Rückraumspieler befinde sich aber „auf dem Weg der Besserung“, hieß es in der Verbandsmitteilung. (SID)
Stefan Janssen
Stefan Janssen

Uhrzeit für Viertelfinale des DHB-Teams steht fest


Die deutschen Handballer treffen im Viertelfinale der Weltmeisterschaft auf Rekord-Champion Frankreich. Das Team von Bundestrainer Alfred Gislason verlor das letzte Hauptrundenspiel gegen Norwegen mit 26:28 (16:18) und beendete die zweite Turnierphase als Gruppenzweiter. Anwurf am Mittwoch gegen Frankreich ist um 20.30 Uhr (ZDF/Sportdeutschland.TV).

Am Dienstag zieht die DHB-Auswahl nach Danzig um. Dort steigt das Duell mit dem sechsmaligen Titelträger. Die Norweger bekommen es dann mit dem EM-Zweiten Spanien zu tun (18 Uhr). Die weiteren Duelle im Viertelfinale lauten Schweden gegen Ägypten (20.30 Uhr) und Dänemark gegen Ungarn (18 Uhr). (dpa/stja)
Stefan Janssen
Stefan Janssen

Juri Knorr: Für Baur schon „weltklasse“, für Hinze nicht


Spielmacher Juri Knorr hat bei der Handball-WM laut dem früheren Nationalmannschaftskapitän Markus Baur bereits internationales Spitzenformat nachgewiesen. „Das ist bei dieser WM weltklasse. Ich bin allerdings davon überzeugt, dass er noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung ist“, sagte der 2007-Weltmeister im Interview mit der Handballwoche.
Der erst 22 Jahre alte Mittelmann avancierte beim Hauptrundenabschluss gegen Norwegen (26:28) mit acht Toren erneut zum besten deutschen Werfer. Knorr hat einen großen Anteil am Einzug ins WM-Viertelfinale, wo Deutschland am Mittwochabend (20.30 Uhr/ZDF) in Danzig auf Olympiasieger Frankreich trifft. „Er ist ein kompletter Spieler, der sehr viele Dinge auf dem Feld wahrnimmt und immer versucht, das Maximum herauszuholen“, lobte Baur.

Mit sich selbst will der 52-Jährige, der in seiner aktiven Karriere ebenfalls Spielmacher war, Knorr aber nicht vergleichen. „Ich finde es schwierig, Vergleiche anzustellen. Jeder Mensch, jeder Handballer hat doch eigene Qualitäten und ist individuell“, sagte der 228-malige Nationalspieler.

Sebastian Hinze, Knorrs Vereinstrainer bei den Rhein-Neckar Löwen, teilt Baurs Meinung (noch) nicht. „Er hat ohne Frage alles, was es dazu braucht. Ich glaube aber, dass der Stempel 'Weltklasse' noch etwas zu früh kommt. Er ist jedoch auf dem Weg zur Weltklasse“, sagte Hinze (43) und ergänzte: „In meinen Augen gehört mehr Erfahrung - gerade bei diesen internationalen Events - dazu.“ (SID)
Stefan Janssen
Stefan Janssen
Die deutschen Handballer zeigen gegen Norwegen, dass sie auch auf Weltklasse-Niveau mithalten können. Trotzdem reicht es am Ende nicht. Und nun wird es im WM-Viertelfinale noch schwerer.
Aaron Knopp
Aaron Knopp

Handball-Edel-Fan Podolski: Typen wie Wolff braucht auch der Fußball


Ex-Fußball-Weltmeister Lukas Podolski hat als Edel-Fan die deutschen Handballer beim abschließenden Gruppenspiel der Weltmeisterschaft in Kattowitz auf der Tribüne unterstützt und sich als Fan der Sportart zu erkennen gegeben. „Ich verfolge Handball nicht nur, weil es hier in Kattowitz ist. Ich habe das auch schon vor 15, 20 Jahren verfolgt. Toller Sport, viele Tore, viel Action, viele Zweikämpfe, geht hart zur Sache, die Stimmung bei den Spielen ist immer super. Von daher bin ich da auch ein Riesen-Fan des Sports“, sagte der 37-Jährige in der ARD.

Podolski spielt in der polnischen Ekstraklasa für Gornik Zabrze und wohnt in Kattowitz. Durch seine Mutter, die in Polen Handball gespielt habe, habe er auch ein paar Handball-Gene in sich. „Das sieht man doch am Körperbau“, sagte der Weltmeister von 2014 mit einem Augenzwinkern. Sein Vater habe Fußball gespielt, seine Mutter Handball. „Da nimmt man bestimmt was mit an Genen. Meine Mutter ist kräftig-stark, das sieht man mir auch ein bisschen an“, meinte Podolski.

Der gebürtige Pole ist gerade zum dritten Mal Vater geworden und hatte am Montag ein Bild von sich und seiner neugeborenen Tochter auf Instagram veröffentlicht. „Kurz mal abgehauen für ein paar Stunden, um Luft zu schnappen. Die Gelegenheit ist super. Ich wohne ja hier in Kattowitz, die Deutschen spielen, da hat es sich super ergeben“, sagte Podolski.

Besonders beeindruckt war der Offensivspieler von Torhüter Andreas Wolff. Das sei ein Typ, wie ihn auch der Fußball in Deutschland brauche. „Nicht nur, dass er die Bälle gehalten hat, sondern auch vom Typ her, wie er die Bank mitnimmt, wie er die Mitspieler mitnimmt - solche Typen braucht man, nicht nur beim Handball, sondern auch beim Fußball. Aber solche Typen fehlen uns leider. Die sind so die letzten Jahre weggefallen und ich hoffe, dass diese Typen nochmal irgendwann zurückkommen in unserer Generation. Solche Typen braucht der Sport und die brauchen wir auch“, sagte Podolski. (dpa)
Aaron Knopp
Aaron Knopp
Dann ist Schluss! Deutschland verliert mit 26:28 trotz über weite Strecken ermutigender Leistung und trifft im Viertelfinale auf Frankreich.
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