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Handball-WM 2021 Live-Ticker: Gastgeber Ägypten, Schweden, Norwegen und Frankreich weiter

Liveblog zur Handball-WM : Gastgeber Ägypten, Schweden, Norwegen und Frankreich weiter

Die Handball-WM 2021 findet vom 13. bis 31. Januar 2021 statt. Erstmalig treten 32 Länder im Kampf um den Titel an. In unserem Liveblog bekommen Sie alle Infos zum Turnier in Ägypten.

  • 1/24/21 6:38 PM

    Gastgeber Ägypten, Schweden, Norwegen und Frankreich weiter


    Gastgeber Ägypten ist bei der Handball-WM ins Viertelfinale eingezogen, auch Schweden, Norwegen und Frankreich durften jubeln. Ägypten kam gegen Slowenien im direkten Duell um ein Ticket für die K.o.-Runde zu einem 25:25 (8:12), das zugleich das Aus für den Gegner bedeutete. Norwegen, Dritter der EM 2020, gewann 35:33 (18:18) gegen Island und konnte sich dabei einmal mehr auf Ausnahmespieler Sander Sagosen verlassen.
    In Gizeh sorgte Sagosen mit acht Toren für den knappen Sieg gegen Island, das bereits zuvor keine Chance mehr auf ein Weiterkommen hatte. Trotz des Erfolgs musste Norwegen zunächst ums Weiterkommen zittern. Weil aber Rekordweltmeister Frankreich am Abend Portugal 32:23 (16:12) bezwang, lösten die Skandinavier ihr Ticket.
    Schweden setzte sich deutlich mit 34:20 (23:13) gegen Russland durch, das seinerseits mit einem Sieg weitergekommen wäre. Ägypten bewies am Sonntag Comeback-Qualitäten. Zeitweise lagen die Gastgeber mit fünf Toren zurück, am Ende waren sie sogar dem Sieg nah.
    Ebenfalls bereits weiter sind Dänemark, Spanien und Ungarn. Der letzte Viertelfinalist wird am Montag ermittelt, Argentinien, Kroatien und Katar haben noch Chancen. Das deutsche Team ist zum Abschluss am Montag gegen Polen im Einsatz. Das Aus in der Zwischenrunde steht bereits seit Samstag fest. (sid)
  • 1/24/21 12:54 PM

    Kroatiens Handball-Nationaltrainer kündigt live im TV seinen Rücktritt an



    Nach der Blamage gegen Argentinien zog Lino Cervar sofort Konsequenzen. Vor laufender TV-Kamera kündigte er seinen Rücktritt als Nationaltrainer des EM-Zweiten Kroatien nach der Handball-WM an. „Das ist eine Enttäuschung. Ich übernehme die Verantwortung, egal, was passiert“, sagte der 70-Jährige im Anschluss an die überraschende 19:23-Pleite am Samstag.

    Durch die Niederlage hat das Team um Kapitän Domagoj Duvnjak vom deutschen Rekordmeister und Champions-League-Sieger THW Kiel den Einzug ins Viertelfinale nicht mehr in der eigenen Hand. Die Kroaten belegen in der Gruppe II mit 5:3 Punkten nur den dritten Platz und müssen am Montag nicht nur den noch ungeschlagenen Titelverteidiger Dänemark (8:0) schlagen, sondern auch auf einen Patzer von Argentinien (6:2) gegen Katar hoffen.

    Cervar hatte Kroatien 2003 zum bisher einzigen WM-Triumph und 2004 zu Olympia-Gold geführt. 2010 gab er den Posten erstmals ab, kehrte 2017 aber in das Amt zurück und schaffte es mit dem Team im Vorjahr bis ins EM-Finale. Nun ist endgültig Schluss. „Ich bin immer noch davon überzeugt, dass wir Dänemark schlagen können, aber ich spreche über die Zukunft danach“, sagte Cervar und bekräftigte: „Ich gehe nach der Weltmeisterschaft.“ (dpa)
  • 1/24/21 10:37 AM

    Bundestrainer Gislason nimmt Kapitän Gensheimer in Schutz



    Handball-Bundestrainer Alfred Gislason hat Kapitän Uwe Gensheimer nach der Kritik an seinen Leistungen bei der WM in Ägypten in Schutz genommen. „Uwe hat gut gespielt bis jetzt. Er hat Fehlwürfe gegen Uruguay gehabt, ansonsten hat er sehr gut gespielt. Er ist auch ein sehr guter Kapitän“, sagte Gislason am Sonntag im deutschen Teamhotel in Kairo. Der 61-Jährige will Gensheimer auch nicht als Kapitän absetzen. „Überhaupt nicht. Im Gegenteil: Er macht seinen Job intern als Kapitän sehr gut. Es gibt keinen in der Mannschaft, der an ihm zweifelt.“

    Auch Rückraumspieler Kai Häfner verteidigte den 34 Jahre alten Linksaußen, der unter anderem von Ex-Weltmeister Markus Baur deutlich kritisiert worden war. „Da ist jegliche Kritik fehl am Platz. Er ist in der Mannschaft absolut angesehen als Kapitän, führt das Amt sensationell aus“, sagte Häfner. „Für mich ist Uwe der beste Linksaußen der Welt, ich kann mir keinen besseren Kapitän für uns vorstellen und kann die Kritik absolut nicht nachvollziehen.“

    Gensheimer selbst hatte die Kritik an ihm am Samstagabend nach dem 31:24-Sieg im zweiten WM-Hauptrundenspiel gegen Brasilien zurückgewiesen. „Ich weiß nicht, ob das der Vereinszugehörigkeit geschuldet ist. Missgunst und Neid sind manchmal schon ein bisschen da, habe ich das Gefühl“, sagte der Profi vom Bundesligisten Rhein-Neckar Löwen im ZDF. Außerdem hatte Gensheimer beklagt, dass er auf Linksaußen zu wenige Bälle zugespielt bekomme. „Was er gestern gesagt hat, dass er zu wenig Bälle auf Linksaußen bekommt, das stimmt. Das habe ich selber angesprochen“, sagte Gislason. (dpa)
  • 1/24/21 9:22 AM
    "Eigentlich habe ich keinen Bock, auf die Frage zu antworten", sagte Gensheimer nach dem Sieg gegen Brasilien. Dann aber holte der DHB-Kapitän doch weiter aus.
  • 1/24/21 8:27 AM

    Hanning will mit bunten Handball-Outfits „provozieren“



    Kritische Stimmen aus dem Deutschen Handballbund (DHB) haben DHB-Vizepräsident Bob Hanning nicht von erneut schrillen Outfits bei der Weltmeisterschaft in Ägypten abhalten können. Bei den Hauptrundenpartien der deutschen Mannschaft gegen Spanien und Brasilien trug der 52-Jährige ein Designer-Hemd in Krokodilleder-Optik sowie einen bunten Pulli mit Napoleon-Schriftzug.

    „Alle haben sich darüber aufgeregt, auch der Verband. Ich konnte nur schmunzeln und kann gut damit leben, anzuecken, zu provozieren und für die Sache zu streiten“, sagte Hanning der „Bild am Sonntag“. Schon bei vergangenen Großturnieren war er mit teils schrägen Outfits aufgefallen.

    „Ich finde, dass zum Handball auch Show gehört. Handball ist auch Unterhaltung und nicht nur bieder.“ Beim Turnierabschluss der DHB-Auswahl am Montag gegen Polen will er nun sogar einen roten Anzug tragen. „Den habe ich vor einem Jahr in Wien erstanden. Ich musste ihn nur kürzen lassen“, sagte der 1,68 Meter große Hanning. (dpa)
  • 1/23/21 6:59 PM

    Kroatien-Coach Cervar tritt nach Pleite zurück


    Mitfavorit Kroatien muss bei der Handball-WM um den Einzug ins Viertelfinale bangen - und sich nach dem Mega-Turnier in Ägypten einen neuen Trainer suchen. Nach der überraschenden 19:23 (12:12)-Pleite gegen Argentinien gab Nationalcoach Lino Cervar in einem Live-Interview im tschechischen Fernsehen überraschend seinen Rücktritt zum Ende der WM bekannt.

    "Das ist eine Enttäuschung. Ich übernehme Verantwortung, egal, was passiert", sagte der 70-jährige Cervar nach der bitteren Niederlage gegen die "Gauchos" dem TV-Sender HRT und blieb auch auf Nachfrage bei seiner Aussage. "Ein Trainer, dessen Team ein Entscheidungsspiel so spielt, wie es heute getan wurde, sollte nicht Trainer dieser Mannschaft sein."

    Mit einem Sieg hätte Kroatien, das nach der Pleite lediglich auf Rang drei (5:3 Punkte) hinter den Südamerikanern liegt, das Weiterkommen bereits sicher gehabt. Im letzten Hauptrundenspiel wartet am Montag nun Tabellenführer und Titelverteidiger Dänemark auf den EM-Zweiten um Kapitän Domagoj Duvnjak.

    Europameister Spanien und Ungarn zogen derweil als erste Teams in das Viertelfinale ein. Turnierfavorit Spanien setzte sich mit 38:23 (24:12) gegen den krassen Außenseiter Uruguay durch und hat nun 7:1 Punkte auf dem Konto. Ungarn schlug Polen mühelos mit 30:26 (16:10) und behauptete mit 8:0 Punkten die Führung der Gruppe I vor den Iberern.

    Deutschland hat aufgrund dieser Ergebnisse keine Möglichkeit mehr, den anvisierten Sprung unter die acht besten Teams des Turniers zu schaffen. Nur die beiden Erstplatzierten der vier Hauptrundengruppen qualifizieren sich für die K.o.-Runde. (dpa)
  • 1/23/21 6:28 PM

    Sieg gegen Brasilien bedeutungslos: DHB-Team verpasst WM-Viertelfinale


    Kleines Trostpflaster für Deutschlands Handballer: Nach dem verpassten Viertelfinale hat die DHB-Auswahl mit einem klaren 31:24 (16:12) gegen Brasilien ihren ersten Hauptrundensieg bei der Weltmeisterschaft gelandet. Obwohl das vorzeitige WM-Aus schon vor dem Anpfiff besiegelt war, zeigte das Team von Bundestrainer Alfred Gislason am Samstagabend in Kairo eine engagierte Vorstellung und rückte in der Gruppe I mit 4:4 Punkten auf Rang drei vor. Bester deutscher Werfer war Johannes Golla mit sieben Toren. Vor der Heimreise ist das punktgleiche Team aus Polen am Montag letzter Endrundengegner.

    Kurz bevor die deutsche Mannschaft zum Warmmachen auf das Parkett ging, hatte Ungarn durch ein 30:26 (16:10) gegen Polen die ohnehin nur leisen Hoffnungen auf ein Handball-Wunder zerstört. Mit 8:0 Punkten stehen die Magyaren wie Europameister Spanien (7:1) definitiv in der K.o.-Phase. Die nach etlichen Absagen neuformierte DHB-Auswahl hatte die entscheidenden Duelle mit Ungarn (28:29) und Spanien (28:32) verloren.

    Zuletzt hatte Deutschland 2017 ein WM-Viertelfinale verpasst. Damals scheiterte das DHB-Team bei der Endrunde in Frankreich, die mit einem anderen Modus ausgetragen wurde, im Achtelfinale an Katar. Der bisher letzte Medaillengewinn bei einem Großereignis gelang den deutschen Handballern bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio mit Bronze. „Das von uns ausgerufene Ziel ist in der Tat verfehlt worden“, bilanzierte DHB-Vizepräsident Bob Hanning.

    Dennoch riss sich der EM-Fünfte des Vorjahres gegen Brasilien zusammen. Von Beginn an bestimmte Deutschland die Partie. Nach einem gelungenen Start und einer 7:2-Führung schlichen sich zwar einige Fehler ein. In Verlegenheit geriet das DHB-Team aber nie.

    Großen Anteil daran hatte Torwart-Oldie Johannes Bitter, der mit zahlreichen Paraden ein starker Rückhalt war. Der 38-Jährige parierte in der ersten Halbzeit 39 Prozent der Würfe und zeichnete sich auch nach dem Wechsel öfter aus. Stammtorwart Andreas Wolff saß dagegen nach seinen zuvor durchwachsenen Leistungen nur auf der Tribüne, von wo er seine Teamkollegen anfeuerte. Ersetzt wurde er durch Silvio Heinevetter, der in der Schlussphase noch für einige Minuten zum Einsatz kam.

    Im Angriff lief ebenfalls einiges besser. Aus dem Rückraum sorgten vor allem Julius Kühn (5), Philipp Weber (5) und Kai Häfner (4) für Gefahr. Auch der im bisherigen Turnierverlauf blasse Kapitän Uwe Gensheimer wusste zu gefallen und brachte seine vier Versuche ausnahmslos im Tor unter. Stärkste Offensiv-Waffe war aber Kreisläufer Golla. Der 23-Jährige vom deutschen Vizemeister SG Flensburg-Handewitt kam ebenfalls auf eine hundertprozentige Trefferquote. So brachte die DHB-Auswahl den letztlich bedeutungslosen Sieg sicher über die Zeit. (dpa)
  • 1/23/21 4:04 PM

    Spanien nach Pflichtsieg kurz vor Viertelfinal-Einzug


    Europameister Spanien hat bei der Handball-WM in Ägypten dank eines Pflichtsiegs einen großen Schritt in Richtung Viertelfinale gemacht. Der Turnierfavorit setzte sich am Samstag im zweiten Hauptrundenspiel mit 38:23 (24:12) gegen den krassen Außenseiter Uruguay durch und übernahm mit 7:1 Punkten vorerst die Führung der Gruppe I.

    Dem deutschen Team von Bundestrainer Alfred Gislason bleibt somit nur noch eine Option für den Einzug in die K.o.-Runde: Es muss selbst seine beiden ausstehenden Spiele gewinnen und zugleich hoffen, dass Ungarn seine zwei verbleibenden Duelle gegen Polen und Spanien verliert. Dann käme es zu einem Dreiervergleich der dann punktgleichen Teams aus Ungarn, Polen und Deutschland, aus dem nur die Mannschaft mit dem besten Torverhältnis weiterkommt.

    Ungarn spielt am Samstagabend (18.00 Uhr) zunächst gegen Polen, Deutschland trifft anschließend (20.30 Uhr) auf Brasilien. Der letzte Spieltag der Hauptrundengruppe I findet am Montag statt. Die beiden Erstplatzierten der vier Hauptrundengruppen qualifizieren sich für die K.o.-Runde. (sid)
  • 1/23/21 1:56 PM

    Tobias Reichmann erfolgreich am Knie operiert



    Handball-Nationalspieler Tobias Reichmann (32) vom Bundesligisten MT Melsungen ist eine Woche nach seiner Abreise von der WM in Ägypten erfolgreich am Knie operiert worden. Bei dem arthroskopischen Eingriff glättete Melsungens Mannschaftsarzt Dr. Gerd Rauch den umgeschlagenen Außenmeniskus im Knie. "Tobias hat alles gut überstanden", wird der Mediziner in einer Mitteilung der MT Melsungen zitiert: "Er wird voraussichtlich vier bis sechs Wochen brauchen, ehe er wieder voll einsatzfähig ist."

    Rechtsaußen Reichmann hatte die Verletzung am 15. Januar im WM-Auftaktspiel gegen Uruguay (43:14) bei einem vermeintlich harmlosen Zusammenprall erlitten. An seiner Stelle wurde Patrick Groetzki von den Rhein-Neckar Löwen nachnominiert. In den Sozialen Netzwerken teilte Reichmann seinen Anhängern nun mit: "Mir geht es gut, die Schmerzen lassen sich aushalten, es geht bergauf!" (sid)
  • 1/23/21 1:33 PM

    Nach Kritik an WM: DHB-Vize Hanning kontert Lauterbach



    DHB-Vizepräsident Bob Hanning hat für die Kritik von SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach an der Handball-WM in Ägypten kein Verständnis. „Für Karl Lauterbach geht es scheinbar darum, seinen Marktwert in Talkshows zu steigern“, kritisierte Hanning im Interview der „Berliner Morgenpost“ (Samstag). „Und wenn ich 20 Mal was sage, liege ich auch hin und wieder richtig, mache mich aber unglaubwürdig und verpasse, meinem eigentlichen Beruf nachzugehen.“

    Lauterbach hatte die Weltmeisterschaft zuvor bei RTL/ntv als „falsches Turnier zu dieser Zeit“ bezeichnet. Die WM in Ägypten mache ihm „wesentlich mehr Sorgen“ als die Geisterspiele in der Fußball-Bundesliga. „Ich verbitte es mir, Urteile zu fällen, wenn man gar nicht vor Ort ist“, sagte Hanning. „Und ich weise auch noch mal ausdrücklich darauf hin, dass man Handball nicht im Homeoffice spielen kann und unsere Sportler ihrem Beruf nachgehen. Und das ist wichtig und richtig.“ (dpa)
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(RP)