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Handball-WM 2019: Bundestrainer Christian Prokop zur Verletzung von Martin Strobel

Handball-WM 2019 : Christian Prokops Fazit nach dem Sieg gegen Kroatien

Handball-Bundestrainer Christian Prokop nahm nach dem 22:21-Sieg der Deutschen gegen Kroatien Stellung zur Verletzung von Martin Strobel, zu Nachnominierungen und zum Spiel selbst.

Prokop rang nach Worten, brachte aber immerhin gleich heraus, wie wichtig die Unterstützung der 19.250 Fans in der Kölner Arena war. Und dass er stolz auf sein Team sei. Immerhin hatten Deutschlands Handballer wenige Minuten zuvor das Halbfinale der WM 2019 vorzeitig perfekt gemacht. Prokops Pendant dagegen war bitter enttäuscht. Lino Cervar, Kroatiens Nationaltrainer, gratulierte zwar. Er kritisierte aber vor allem scharf, wie die dänischen Schiedsrichter agiert hatten. Prokop interessierte das kaum. Er sorgte sich vor allem um Spielmacher Martin Strobel. Der 32-Jährige war in der neunten Spielminute in einem Zweikampf unglücklich umgeknickt. Er zog sich einen Innebandriss im Knie zu und fällt damit für den Rest der WM aus.

Prokop sprach unter anderem über…

…die Verletzung von Martin Strobel:

„Das war ein ganz schlimmer Moment. Es war schrecklich, als er auf die Trage gehoben wurde und unter Schmerzen litt. Trotzdem muss man als Trainer dann bei der Mannschaft bleiben und inhaltlich handeln. Wie wir das nun kompensieren, da müssen wir uns jetzt zusammensetzen.“

…die Vorwürfe des kroatischen Trainers:

„Ich äußere mich zum Sportlichen. Das Spiel war eine riesige Prüfung und Herausforderung. Wenn man gesehen hat, mit welcher Aggressivität die Kroaten gespielt haben, aber meine Mannschaft daran nicht zerbricht: Das interessiert mich. Und das macht mich stolz.“

…seine Gedanken beim Abpfiff:

„Natürlich ist das für uns gerade die geilste Zeit, die wir im Berufsleben erleben dürfen. Manchmal ist es schwierig, manchmal richtig toll. Gerade ist es schön, auf der Sonnenseite zu stehen.“

...die Deckung der deutschen Mannschaft:

„Die 3-2-1 hat besser funktioniert als die 6:0-Deckung. Die Kroaten waren sauclever, angeführt von Igor Karacic. Er hat Lücken gerissen und den Kreisläufer oft in Szene gesetzt. Den konnten wir auf der Nahdistanz nicht aus dem Weg räumen.“

…zur Taktik mit dem siebten Feldspieler:

„Die Pfiffe aus Berlin hatte ich auch noch im Kopf. Da war es aber zu lässig, wie wir es gespielt haben. Es ist ein probates Mittel. Wenn Gegner so einen Beton anrühren, wie die Kroaten, dann müssen wir nachhelfen. Da war mir wichtig, dass mein Team an diese Marschroute glaubt. Und dass uns dann die Stärke von Steffen Fäth durch die Mitte hilft, und es hat geholfen.“