Handball-WM 2019: Angola überrascht gegen Katar - Dagur Sigurdsson verliert mit Japan

Handball-WM 2019: Angola überrascht - Sigurdsson verliert mit Japan

Kleine Sensation durch Angola, erwartete Niederlage für Dagur Sigurdsson und Japan: Die Handball-WM in Deutschland und Dänemark hat am zweiten Tag vor allem dank des Außenseiters aus Afrika richtig Fahrt aufgenommen.

Angola bezwang den ehemaligen Vize-Weltmeister Katar in Kopenhagen völlig überraschend durch ein Tor in letzter Sekunde mit 24:23 (12:8) und feierte bei seiner vierten WM-Teilnahme den erst zweiten Vorrundensieg.

Ex-Bundestrainer Sigurdsson musste derweil mit Japan beim 29:38 (13:18) gegen Mazedonien in München trotz einer insgesamt ordentlichen Leistung eine Auftaktpleite hinnehmen. "Wir waren mutig und haben Spaß gehabt. Wir hatten aber nicht die Größe und den Körper. Phasenweise haben wir es gut gemacht", sagte der Isländer, der die deutschen Handballer 2016 sensationell zum EM-Titel geführt hatte. Bester Werfer beim Sieger vor 7500 Zuschauern war der 38-jährige Kiril Lazarov mit acht Toren.

Die flinken Asiaten überzeugten im ersten Spiel der Gruppe B mit einigen gelungenen Offensivaktionen, die körperlichen Nachteile konnte der Olympia-Gastgeber von 2020 aber nicht kompensieren. "Es war so zu erwarten, das wird auch in den nächsten Spielen so sein", sagte Sigurdsson.

Im zweiten Spiel in der Olympiahalle gab sich der mitfavorisierte Ex-Weltmeister Kroatien beim 31:27 (16:14) in einem teils hochklassigen Spiel gegen Island keine Blöße und machte den ersten Schritt Richtung Hauptrunde. Dort treffen die ersten drei Teams der Gruppe B auf die drei besten Mannschaften der deutschen Gruppe.

Angolas Matchwinner war Rome Hebo mit sieben Toren. Vor zwei Jahren bei der WM in Frankreich belegte der Dritte der Afrikameisterschaft nach sieben Niederlagen in sieben Spielen noch den letzten Platz. Den zuvor einzigen WM-Vorrundensieg gab es vor 14 Jahren gegen Kanada.

Katar steht nach zwei Gegentoren in der dramatischen Schlussphase bereits gehörig unter Druck. Bei den Weltmeisterschaften 2015 (Viertelfinale) und 2017 (Achtelfinale) hatte der Asienmeister den Medaillentraum der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) beendet. Im zweiten Spiel der Gruppe D kam Ungarn gegen Argentinien überraschend nicht über ein 25:25 (13:10) hinaus.

In der deutschen Gruppe A musste sich Russland mit einem 30:30 (16:16) gegen Serbien begnügen. Linksaußen Timur Dibirow rettete den Russen mit zwölf Toren bei 13 Versuchen zumindest einen Punkt. In der Gruppe C besiegte Österreich im dänischen Endspielort Herning Saudi-Arabien mit 29:22 (15:9).

(lt/sid)
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