Handball-WM 2019: Andreas Wolff motzt vor laufenden Kameras über ZDF-Reporter Martin Schneider

Ärger nach Einzug ins Handball-WM-Halbfinale: Wolff motzt vor laufenden Kameras über ZDF-Reporter

Die deutschen Handballer feierten mit den Fans in Köln den Einzug ins Halbfinale. Torhüter Andreas Wolff hatte aber auch Mitgefühl für die Kroaten. Und er ärgerte sich über einen ZDF-Reporter.

Als er zum Interview mit dem ZDF kam, hatte Andreas Wolff gute Laune. Schließlich hatte der deutsche Torhüter gerade in Köln mit seinem Team das Halbfinale der Handball-WM erreicht - in einem echten Handball-Krimi gegen Kroatien mit 22:21.

Doch Wolff weiß nur zu gut, wie sich solch knappe Niederlagen anfühlen. Nach dem Spiel hatte er deswegen auch seinen Kieler Teamkollegen Domagoj Duvnjak getröstet. Und der war auch der Grund, warum Wolff im Interview mit dem ZDF vor laufender Kamera erstmal los motzte.

Denn während Wolff auf sein Interview wartete, stand Duvnjak beim ZDF vor der Kamera und begann sein Interview mit den Worten „das ist lächerlich. Wir haben unverdient verloren“. Daraufhin fragte Martin Schneider mehrmals nach, ob er die Leistung der Schiedsrichter damit meine. Duvnjak wollte darauf nicht antworten (Hier gibt es die Interviews im Wortlaut).

Als dann Wolff mit seinem Interview bei Lars Rutemöller an der Reihe war, verteidigte er seinen Mannschaftskollegen:„Ja, er hat Pech gehabt. Sie haben mit 4:0-Punkten die Vorrunde abgeschlossen und dann muss er sich noch, ich habe das gerade im Ohr gehört, so blöde Fragen gefallen lassen.", ärgerte sich der Torhüter. Damit aber nicht genug: „Es gibt, glaube ich, nichts Schlimmeres für einen Sportler, als so eine gute Ausgangsposition zu haben und dann so unglücklich zu verlieren. Und wenn man dann noch so einen an die Backe gelabert bekommt, dann ist natürlich klar, dass die Frustration dann auch so umschlägt. Ich kann das nachempfinden. Wir hatten letztes Jahr eine ähnliche Situation in Kroatien, dass uns zwei, drei Tore gefehlt haben, um ins Halbfinale einzuziehen. Und er ist so ein feiner Kerl und er lebt diesen Sport. Deshalb tut es mir für ihn unglaublich leid." Eine ordentliche Schelte vom deutschen Keeper.

Wie der „Express“ berichtet, erklärt Wolff später auf Nachfrage seinen Ärger über das Duvnjak-Interview noch einmal: „Das sind diese typischen Journalisten-Fragen. Domagoj war frustriert, weil er mit einigen Schiedsrichter-Entscheidungen nicht zufrieden war. Und dann finde ich es ein Unding vom Reporter, wenn dieses Thema das einzige und wichtigste ist, wonach man nach so einem Krimi gefragt wird – und einem Spieler so auf den Sack zu gehen, der gerade so einen emotionalen Tiefschlag erlitten hat.“

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(rent)
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