Tus Lintfort ein weiteres Jahr in der Zweiten Bundesliga.

Handball : Vorzeitiger Klassenerhalt für den TuS

Frauenhandball, 2. Bundesliga: Mit einem Start-Ziel-Sieg beim Schlusslicht HSG Gedern/Nidda feierten die Schützlinge von Trainerin Bettina Grenz-Klein vorzeitig die weitere Zugehörigkeit für die Zweite Bundesliga.

Die Zweitliga-Spielerinnen des TuS Lintfort haben in diese Saison viel Schweiß und Herzblut investiert. Als Aufsteiger, auf ungewohntem Terrain war die sportliche Zukunft lange Zeit ungewiss. Aber der Verein nahm über die Monate eine tolle Entwicklung, kämpfte aufopferungsvoll und darf nun die Früchte seiner Arbeit ernten. Die Mannschaft um Trainerin Bettina Grenz-Klein siegte beim Tabellenletzten und Absteiger der HSG Gedern/Nidda mit 29:23 (14:9) und feierte daher nach dem Abpfiff der Partie den nunmehr gesicherten Klassenerhalt ausgiebig und ausgelassen.

Der Beginn verlief auf beiden Seiten nervös. Lintfort drückte aufs Tempo und leistete sich prompt Ballverluste. Aber die Mannschaft konnte sich von den Zwängen befreien. Insbesondere der Auftritt in der Deckung machte Mut. Das neuformierte Zentrum mit Vanessa Dings und Annefleur Bruggeman harmonierte prächtig, kompensierte den Ausfall von Eva Legermann (Bänderanriss). Auch Tatjana van den Broek rückte in die Startformation, machte auf der halblinken Rückraumposition einen prima Job.

Und allmählich zog auch die in der Offensive nötige Ruhe ein. Die Mannschaft war um Struktur bemüht, hielt den Ball bewusst lange und schlug bei guten Gelegenheiten eiskalt zu.

Die TuS-Spielerinnen wurden in ihrem Auftritt sichtlich souveräner, erspielten sich ab der 20. Minute deutliche Vorteile und legten sich noch bis zum Pausenpfiff ein sattes Torepolster zu.

Der TuS Lintfort war mit Beginn der zweiten Hälfte auf alles gefasst. Gedern/Nidda versuchte nochmals alles, kratzte letzte Reserve zusammen. Aber die Gäste vom linken Niederrhein hielten dem Druck stand, übernahmen, nach dem die HSG-Spielerinnen ihr Pulver verschossen hatten, wieder das Kommando und feierten nicht nur den Klassenerhalt sondern auch einen Start-Ziel-Sieg.

„Ich bin froh, dass wir nun frühzeitig den Klassenerhalt geschafft haben“, freute sich TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Die gesamte Mannschaft hat sich noch einmal aufgebäumt und alles gegeben.“

Die DJK/MJC Trier hat vergangenen Freitag beim Amtsgericht Insolvenz angemeldet, möchte somit einen unbelasteten Neustart in der 3. Liga oder der Oberliga wagen. Der Tabellenvorletzte hätte sich aus sportlicher Sicht eh kaum noch retten können, steht daher als Absteiger fest. Der Verein spielt die laufende Saison aber zu Ende.

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