Kai Wandschneider: Handball-Bundesliga wie "The Walking Dead"

Trainer prangert Überbelastung an: Handball-Bundesliga wie "The Walking Dead"

Kai Wandschneider warnt vor einer Überlastung der Spieler in der Handball-Bundesliga. Der Trainer des Bundesligisten HSG Wetzlar fühlt sich sogar an eine populäre Zombie-Serie erinnert.

"Der "worst case" eines Spielers sind 80 Spiele im Jahr. Wir haben genauso erschöpfte und ausgebrannte Spieler wie im Fußball", sagte der 58-Jährige im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstag-Ausgabe). "Man muss nicht glauben, dass es im Handball nicht so ist, nur weil es bei uns noch keinen Per Mertesacker gegeben hat."

Fußball-Weltmeister Mertesacker vom FC Arsenal hatte zuletzt ungewöhnlich offen über den Druck im Profifußball gesprochen und damit eine breite Diskussion hervorgerufen.

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Wandschneider, der mit seiner Mannschaft an diesem Samstag im Halbfinale der Pokalendrunde in Hamburg auf TSV Hannover-Burgdorf trifft, sagte mit Blick auf die Vielzahl der Spiele, die "Inflation von Großereignissen" und die kurzen Pausen: "Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die elfte Staffel von "The Walking Dead" in der Bundesliga gedreht wird. Wir brauchen eine starke Spielergewerkschaft. Ich empfehle meinen Spielern, dort reinzugehen und Einfluss zu nehmen; 70 Prozent der Profis müssten rein, damit sie etwas erreicht."

(dpa)