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Handball-WM 2021: Corona-Ausbruch kurz vor WM-Start bei US-Team

Einen Tag vor der Handball-WM : 18 Corona-Fälle beim Team USA

Einen Tag vor Beginn der Handball-WM in Ägypten ist im Team der USA das Coronavirus ausgebrochen. Im gesamten Team gibt es insgesamt 18 Fälle. Trotzdem wollen die Amerikaner an der WM teilnehmen. Auch beim DHB-Gegner Kap Verde soll es Fälle geben.

Einen Tag vor Beginn der Handball-WM in Ägypten ist im Team der USA das Coronavirus ausgebrochen. Wie Nationaltrainer Robert Hedin der norwegischen Zeitung Aftenposten bestätigte, sind 18 Spieler an COVID-19 erkrankt. Auch er selbst habe sich infiziert. Trotzdem wollen die USA an der WM teilnehmen. „Das ist unglaublich heftig“, sagte Hedin und ergänzte: „Wir schicken am Mittwoch zwölf Spieler nach Ägypten, aber wir haben keine Abwehr." Die US-Handballer bereiten sich in Norwegen auf das Mega-Turnier am Nil vor. Mit zum vor dem Ausbruch nominierten Team zählen auch sieben in Deutschland aktive Spieler, allerdings steht keiner von ihnen bei einem Erstligisten unter Vertrag.

Andreas Hertelt, Teammanager der USA, bestätigte der „Sportschau“ am Dienstag „17 oder 18 Infektionen“. Eine offizielle Stellungnahme des amerikanischen Handballverbandes und des Weltverbandes IHF gab es am Dienstagvormittag zunächst nicht.

Medienberichten zufolge sollen auch beim deutschen Vorrundengegner Kap Verde sieben Corona-Fälle aufgetreten sein. Der Außenseiter bereitet sich in Portugal auf seine erste WM-Teilnahme vor. Welche Auswirkungen die Fälle haben, war zunächst unklar. Nordmazedonien wäre im Falle einer WM-Absage eines Teams der erste Nachrücker.

Am Montag hatte es bereits Wirbel um Coronafälle im tschechischen Team gegeben. Laut einem Bericht der Sportschau haben sich bei den Tschechen mehr als zehn Menschen im Betreuerstab und im Team mit dem Virus infiziert, darunter seien auch die Cheftrainer Jan Filip und Daniel Kubes. „Ich kann nur sagen, dass die Situation mehr als kritisch ist“, sagte Kubes dem SID am Dienstag

Wie es zum Corona-Ausbruch im Handballteam der USA kam, konnte Hedin nicht klar beantworten. "Wir wurden die ganze Zeit getestet. Am Montag haben wir noch einen Schnelltest absolviert, der war negativ", berichtete der Schwede. Es gebe die Vermutung, dass ein aus den USA angereister Spieler das Virus mitgebracht habe.

Die USA nehmen erstmals seit 20 Jahren wieder an einer WM-Endrunde teil und gelten als krasser Außenseiter. In Gruppe E steht für die US-Handballer planmäßig am Donnerstag das erste Vorrundenspiel gegen Österreich an, weitere Gegner sind Mitfavorit Norwegen sowie Rekordtitelträger Frankreich.

(old/sid)